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YEAR(E)BOOK SAMIEL AWARD 2014


YEAR(E)BOOK SAMIEL AWARD 2014

Alle Nominierten in 111 Worten vorgestellt
1. Auflage

von: Sina Beerwald

0,00 €

Verlag: DP Digital Publishers
Format: EPUB
Veröffentl.: 06.06.2014
ISBN/EAN: 9783945298053
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 42

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Nach dem Motto "Keine Helden ohne Schurken" bricht der Literaturpreis SAMIEL AWARD eine Lanze für literarische Schurken; denn ohne Gegenspieler kann es keine Helden geben.
Die Grundlage der Teilnahme war u.a. die Beschreibung des Schurken in maximal 111 Worten.

Das YEAR(E)BOOK ist das Jahrbuch zum SAMIEL AWARD und enthält die Einreichungen aller 10 nominierten Bösewichte, das Portrait der drei Gewinner des Jahres 2014 und Interviews mit den Schöpfern des jeweiligen Antagonisten.
Nach dem Motto "Keine Helden ohne Schurken" bricht der Literaturpreis SAMIEL AWARD eine Lanze für literarische Schurken; denn ohne Gegenspieler kann es keine Helden geben.
Die Grundlage der Teilnahme war u.a. die Beschreibung des Schurken in maximal 111 Worten.

Das YEAR(E)BOOK ist das Jahrbuch zum SAMIEL AWARD und enthält die Einreichungen ...
Der Samiel Award ist ein Preis für literarische Schurken, Gegenspieler, Monster und Fieslinge eines Jahres, die besonders einprägsam geschildert wurden. Der Preis ist offen für Autorinnen und Autoren verschiedener Genres, wie Krimi, Fantasy, Thriller und Satire auch Kinderbuch oder Comic.

2014 haben wir den Samiel zum ersten Mal vergeben. Der erste Preis ging an Jan Kossdorff mit ""KAUFT LEUTE"". Der zweite Preis an Sina Beerwald mit "Mordsmöwen" und der dritte Preis an Michael Hetzner mit "Phantomspuren". Diese drei sehr verschiedenen Titel verbindet die Tatsache, dass sie besonders schön gestaltete Bösewichter aufweisen. Dabei ist es im Grunde gleichgültig, ob der Bösewicht die Hauptrolle spielt oder eine Nebenfigur ist, was mich direkt zum Kernthema des Samiel Awards bringt, nämlich das Verhältnis von Protagonist und Antagonist. In Hollywood-Filmen ist das Aufeinandertreffen zweier Gegenkräfte am stärksten auf den Punkt gebracht. ""Gut und Böse"" sind dabei Konzepte, die vom Publikum oft hinzugedacht werden, während die Autoren der Drehbücher, ähnlich wie die Schriftsteller, die für die Romanvorlage sorgten, zumeist einen anderen Blick hatten. Es geht um die Perspektive: Hauptfigur einer Geschichte ist, wessen Perspektive dem Publikum angeboten wird.

In Filmen wie "Das Schweigen der Lämmer", "Terminator" oder "Hancock", aber auch "Star Wars", verschwimmen die klassischen Vorstellungen von Gut und Böse. Was einst böse war, erscheint auf einmal als gut. Doch was auch immer sich im Lauf der Film- und Literaturgeschichte verändern mag, die Perspektive als Instrument der Autoren bleibt.

Warum nur, so fragt sich der Beobachter der deutschen Literaturszene, stammen aus Deutschland nur so wenige literarische Bösewichter? Die "großen" deutschen Autoren der Zeitgeschichte, Grass, Böll und Co, befassten sich hauptsächlich mit der eigenen Biografie, deutschen Befindlichkeiten und Schuldgefühlen, der Aufarbeitung der beiden Diktaturen und den Erfahrungen der Weltkriege. Die den Deutschen oft vorgeworfene Neigung zur "Nabelschau" macht sich auch in der gegenwärtigen Literatur bemerkbar.

Wer große, erfundene Figuren aus Deutschland sucht, muss sich in die Vergangenheit aufmachen, zu Faust und Mephisto, Hagen von Tronje, den Hexen und Wölfen der Märchen, König Laurien, Loki, Till Eulenspiegel, Rübezahl und dem Doktor Eisenbart.

Phantastische Stoffe und erfundene Welten aus dem heutigen Deutschland sind relativ rar. Es gibt einige, doch gelten sie, wie etwa Michael Ende oder auch Janosch, eher als Kinder- und Jugendbuchautoren.

Während die angelsächsische Literaturwelt einen erfundenen Helden samt Gegenspieler nach dem anderen hervorbringt, man denke an Sherlock Holmes, James Bond, Lord Peter Wimsey, Dorian Gray, Oliver Twist, Frodo, Peter Pan oder Harry Potter, ist die deutsche Literatur in dieser Hinsicht nicht sonderlich produktiv.

Hier setzt der Samiel Award ein und unterstützt Autoren, die Bösewichter erfinden und auf die Welt der zukünftigen Helden loslassen.

Ohne Bösewichter gäbe es keine Geschichten. Es sind die Schurken, die Diebe, die verrückten Wissenschaftler, Hexen und Renegaten, die eine Vision entwickeln und verfolgen. Damit bedrohen sie die Welt der Helden. Die Initiative geht von den Antagonisten aus. Helden reagieren.

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