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Religionen und Demokratie


Religionen und Demokratie

Beiträge zu Genese, Geltung und Wirkung eines aktuellen politischen Spannungsfeldes
Politik und Religion

von: Ines-Jacqueline Werkner, Antonius Liedhegener, Mathias Hildebrandt

22,99 €

Verlag: VS Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 24.06.2009
ISBN/EAN: 9783531915654
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 167

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Beschreibungen

Das Verhältnis von Religion und Demokratie gehört zu den großen Zukunftsthemen demokratischer Gesellschaften. Nachdem die Politikwissenschaft diesem Spannungsfeld lange Zeit kaum Aufmerksamkeit geschenkt hat, erfährt das Wechselverhältnis von Religion und Demokratie in jüngster Zeit eine neue Aktualität. Einen Schwerpunkt in der neueren politischen Theorie bildet dabei die Diskussion um die vorpolitischen Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates, um die Angewiesenheit der freiheitlichen Demokratie auf religiöse Ressourcen. Der vorliegende Band greift diese Thematik auf. Er geht aber über die europazentrierte Ausgangsthese hinaus und verfolgt nicht nur das Verhältnis von (westlichem) Christentum und Demokratie, sondern weitet den Blick auf das Thema in anderen religiösen Großtraditionen dieser Welt. Dies geschieht mit qualitativen Einzelfallstudien, die den Zusammenhang von Religion und Demokratie im Raum des orthodoxen Christentums, im jüdisch-israelischen Kontext sowie in den religiösen Traditionen Asiens untersuchen.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes gehen auf die Jahrestagung 2006 des Arbeitskreises „Politik und Religion“ der Deutschen Vereinigung für Politikw- senschaft zum Thema „Religion und Demokratie“ zurück. Sie fand im Juli 2006 in Kloster Banz in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung statt. An dieser Stelle sei den Autoren ganz herzlich für ihre Bereitschaft gedankt, an der Tagung sowie dem Tagungsband mitzuwirken, und die damit verbundenen Mühen der Bearbeitung der Beiträge auf sich genommen zu haben. Die Vorbereitung des Sammelbandes zur Drucklegung erfolgte unter erschwerten Bedingungen. Die plötzliche und anhaltende Erkrankung unseres Freundes, Kollegen, Mitgründers und langjährigen Sprechers des Arbeitskreises, Mathias Hildebrandt, hat uns als frisch gewählte neue Sprecher vor die nicht ganz einfache Aufgabe gestellt, ein Projekt, das Mathias Hildebrandt maßgeblich konzipiert hat, inhaltlich und or- nisatorisch zu übernehmen und zu einem nun hoffentlich guten Abschluss zu bringen. Unseren Dank an Mathias Hildebrandt und seine Leistung für den - beitskreis möchten wir auch mit der gemeinsamen Herausgeberschaft des Bandes zum Ausdruck bringen. Vor diesem Hintergrund danken wir allen Autoren für Ihre Geduld auf dem Weg zur Drucklegung. Außerdem sei all jenen gedankt, die uns gerade in den letzten Wochen beim Schlussspurt tatkräftig unterstützt haben.
0.- Einleitung: Von „Demokratie und Religion“ zu „Religionen und Demokratie“.- Christentum und Demokratie in der normativen Theorie und Ideengeschichte.- Religion, Politik und die demokratische Republik in der Analyse Alexis de Tocquevilles „Über die Demokratie in Amerika“.- Inklusion von Religion im politischen Diskurs – eine irreführende Fragestellung? Überlegungen zur Verhältnisbestimmung von öffentlicher Vernunft und Religion bei John Rawls und Jürgen Habermas.- Religion und Radikale Demokratie: Religiöse Geltungsansprüche aus der Sicht anti-fundationalistischer politischer Theorie.- Religion und Demokratie im orthodoxen und jüdischen Kontext.- Kirche und Demokratie: Russland und die Ukraine im Vergleich.- Die Debatte um den jüdischen Staat im religiösen Judentum.- Religion und Demokratie in Religionen Asiens.- Demokratie und Religion in Taiwan.- Demokratie und religiöse Erinnerungskultur in Japan: Das Beispiel des Yasukuni-Schreins.- Indiens Demokratie und Indiens Säkularismus.
Zum Verhältnis von Religion und Demokratie
Dr. Ines-Jacqueline Werkner ist Professorin am European University Center for Peace Studies in Stadtschlaining/Austria.
Dr. Antonius Liedhegener ist Professor am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern.
Dr. Mathias Hildebrandt ist Privatdozent und Wissenschaftlicher Oberassistent am Institut für Politi-sche Wissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg.
Das Verhältnis von Religion und Demokratie gehört zu den großen Zukunftsthemen demokratischer Gesellschaften. Nachdem die Politikwissenschaft diesem Spannungsfeld lange Zeit kaum Aufmerksamkeit geschenkt hat, erfährt das Wechselverhältnis von Religion und Demokratie in jüngster Zeit eine neue Aktualität. Einen Schwerpunkt in der neueren politischen Theorie bildet dabei die Diskussion um die vorpolitischen Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates, um die Angewiesenheit der freiheitlichen Demokratie auf religiöse Ressourcen. Der vorliegende Band greift diese Thematik auf. Er geht aber über die europazentrierte Ausgangsthese hinaus und verfolgt nicht nur das Verhältnis von (westlichem) Christentum und Demokratie, sondern weitet den Blick auf das Thema in anderen religiösen Großtraditionen dieser Welt. Dies geschieht mit qualitativen Einzelfallstudien, die den Zusammenhang von Religion und Demokratie im Raum des orthodoxen Christentums, im jüdisch-israelischen Kontext sowie in den religiösen Traditionen Asiens untersuchen.
Zum Verhältnis von Religion und Demokratie
Das Verhältnis von Religion und Demokratie gehört zu den großen Zukunftsthemen demokratischer Gesellschaften. Nachdem die Politikwissenschaft diesem Spannungsfeld lange Zeit kaum Aufmerksamkeit geschenkt hat, erfährt das Wechselverhältnis von Religion und Demokratie in jüngster Zeit eine neue Aktualität. Einen Schwerpunkt in der neueren politischen Theorie bildet dabei die Diskussion um die vorpolitischen Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates, um die Angewiesenheit der freiheitlichen Demokratie auf religiöse Ressourcen. Der vorliegende Band greift diese Thematik auf. Er geht aber über die europazentrierte Ausgangsthese hinaus und verfolgt nicht nur das Verhältnis von (westlichem) Christentum und Demokratie, sondern weitet den Blick auf das Thema in anderen religiösen Großtraditionen dieser Welt. Dies geschieht mit qualitativen Einzelfallstudien, die den Zusammenhang von Religion und Demokratie im Raum des orthodoxen Christentums, im jüdisch-israelischen Kontext sowie in den religiösen Traditionen Asiens untersuchen.

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