Details

Religion zwischen Zivilgesellschaft und politischem System


Religion zwischen Zivilgesellschaft und politischem System

Befunde - Positionen - Perspektiven
Politik und Religion

von: Antonius Liedhegener, Ines-Jacqueline Werkner

39,99 €

Verlag: VS Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 02.12.2010
ISBN/EAN: 9783531927428
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 264

DRM-geschütztes eBook, Sie benötigen z.B. Adobe Digital Editions und eine Adobe ID zum Lesen.

Beschreibungen

Das Verhältnis von Religion und Zivilgesellschaft ist komplex und ambivalent. Einerseits kann es keineswegs als ausgemacht gelten, dass Religion ein Teil der Zivilgesellschaft ist: Nicht jede Religion oder religiöse Gemeinschaft versteht oder verhält sich als zivilgesellschaftlicher Akteur und nicht alle Staaten weisen gleichermaßen jenen Bereich freiwilliger Selbstorganisation auf, den wir Bürger- oder Zivilgesellschaft nennen. Andererseits ist eine intakte Zivilgesellschaft ohne ein geklärtes, konstruktives Verhältnis von Staat, Religion und Gesellschaft kaum zu erreichen. In demokratisch verfassten Gesellschaften – so kann man im Anschluss an Alexis de Tocqueville vermuten – stellen Religion und ihre vielen Formen der Vergemeinschaftung einen wesentlichen Teil der Zivilgesellschaft. Während diese These für die USA als bewiesen gelten kann, herrscht relative Unklarheit für Europa und viele andere Teile der Welt. Der Band setzt an dieser Grenze des Wissens an. Seine Beiträge hinterfragen kritisch die Rolle der Religion in der Zivilgesellschaft. Dabei wird das Wechselverhältnis von Religion und Zivilgesellschaft zunächst aus theoretischer Perspektive untersucht. Drei Beiträge analysieren kontrovers den Zusammenhang von Religion und Sozialkapital vergleichend für die Staaten Europas. Empirische Fallstudien zur Bundesrepublik Deutschland, zu den Niederlanden, Weißrussland und den Philippinen zeigen, dass Religion eine wichtige zivilgesellschaftliche Ressource darstellt, deren politische Wirkung aber je nach Systemtyp sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Mit Beiträgen von Mariano Barbato, Anja Gladkich, Oliver Hidalgo, Christl Kessler, Antonius Liedhegener, Gert Pickel, Sigrid Roßteutscher, Martin Schön, Richard Traunmüller, Peter van Dam und Ines-Jacqueline Werkner
Religion als zivilgesellschaftliche Ressource
Dr. Antonius Liedhegener ist Professor am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern/Schweiz.
Dr. Ines-Jacqueline Werkner ist Vertretungsprofessorin für Internationale Politik und Gesellschaft am Institut für Sozialwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Das Verhältnis von Religion und Zivilgesellschaft ist komplex und ambivalent. Einerseits kann es keineswegs als ausgemacht gelten, dass Religion ein Teil der Zivilgesellschaft ist: Nicht jede Religion oder religiöse Gemeinschaft versteht oder verhält sich als zivilgesellschaftlicher Akteur und nicht alle Staaten weisen gleichermaßen jenen Bereich freiwilliger Selbstorganisation auf, den wir Bürger- oder Zivilgesellschaft nennen. Andererseits ist eine intakte Zivilgesellschaft ohne ein geklärtes, konstruktives Verhältnis von Staat, Religion und Gesellschaft kaum zu erreichen. In demokratisch verfassten Gesellschaften – so kann man im Anschluss an Alexis de Tocqueville vermuten – stellen Religion und ihre vielen Formen der Vergemeinschaftung einen wesentlichen Teil der Zivilgesellschaft. Während diese These für die USA als bewiesen gelten kann, herrscht relative Unklarheit für Europa und viele andere Teile der Welt. Der Band setzt an dieser Grenze des Wissens an. Seine Beiträge hinterfragen kritisch die Rolle der Religion in der Zivilgesellschaft. Dabei wird das Wechselverhältnis von Religion und Zivilgesellschaft zunächst aus theoretischer Perspektive untersucht. Drei Beiträge analysieren kontrovers den Zusammenhang von Religion und Sozialkapital vergleichend für die Staaten Europas. Empirische Fallstudien zur Bundesrepublik Deutschland, zu den Niederlanden, Weißrussland und den Philippinen zeigen, dass Religion eine wichtige zivilgesellschaftliche Ressource darstellt, deren politische Wirkung aber je nach Systemtyp sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Religion als zivilgesellschaftliche Ressource
Das Verhältnis von Religion und Zivilgesellschaft ist komplex und ambivalent. Einerseits kann es keineswegs als ausgemacht gelten, dass Religion ein Teil der Zivilgesellschaft ist: Nicht jede Religion oder religiöse Gemeinschaft versteht oder verhält sich als zivilgesellschaftlicher Akteur und nicht alle Staaten weisen gleichermaßen jenen Bereich freiwilliger Selbstorganisation auf, den wir Bürger- oder Zivilgesellschaft nennen. Andererseits ist eine intakte Zivilgesellschaft ohne ein geklärtes, konstruktives Verhältnis von Staat, Religion und Gesellschaft kaum zu erreichen. In demokratisch verfassten Gesellschaften – so kann man im Anschluss an Alexis de Tocqueville vermuten – stellen Religion und ihre vielen Formen der Vergemeinschaftung einen wesentlichen Teil der Zivilgesellschaft. Während diese These für die USA als bewiesen gelten kann, herrscht relative Unklarheit für Europa und viele andere Teile der Welt. Der Band setzt an dieser Grenze des Wissens an. Die theoretischen und empirischen Beiträge hinterfragen kritisch die Rolle der Religion in der Zivilgesellschaft und machen auf die Bedeutung des politischen Kontextes aufmerksam, der durch das jeweilige politische System gesetzt wird.

Diese Produkte könnten Sie auch interessieren:

Duverger's Law of Plurality Voting
Duverger's Law of Plurality Voting
von: Bernard Grofman, André Blais, Shaun Bowler
PDF ebook
154,69 €
Stifling Political Competition
Stifling Political Competition
von: James T. Bennett
PDF ebook
178,49 €
Rescuing the Enlightenment from Itself
Rescuing the Enlightenment from Itself
von: Janet McIntyre-Mills
PDF ebook
190,39 €