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Nova Cassini

Liebe auf den ersten Blick

Leo und Lana


Mein besonderer Dank gilt meinen lieben Bookrix-Freundinnen, die mein Buch beim Entstehen mitverfolgt haben und mir fast täglich ein Feedback geschrieben haben. Dazu gehören im Besonderen: Hede R. Thal, Schnee Eule, Sinni, Lissa, Fiona & Summerfun. Ganz herzlich möchte ich mich auch bei Phil Humor, Ena Hell und Miss Pelled bedanken, die mir stets mit guten Tipps und langen Kommentaren zur Seite gestanden haben. Ihr habt mir sehr dabei geholfen die Geschichte besser auszubauen. Mein Dank geht auch an meine liebe Freundin Tanja und M1thr4nd1r, die beide zweimal diese Geschichte gelesen haben und mir Tipps zur Korrektur gegeben haben. Auch bei T. K. Alice, der jungen und sehr begabten Cover-Designerin, möchte ich mich ganz lieb bedanken, die meiner Geschichte ein tolles Gewand gestaltet hat. Last but noch least, möchte ich mich auch bei meinem Sohn und meinem Mann bedanken, die es mir immer ermöglicht haben, mir die Zeit zu nehmen, die ich zum Schreiben gebraucht habe. Ich liebe Euch!


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Nova Cassini

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Widmung

 

 

 

 

Mein Erstling "Liebe auf den ersten Blick: Leo und Lana" ist allen meinen Lesern gewidmet, die mich mit ihrem Feedback stets motivieren meinem Traum zu folgen und noch viele weitere Geschichten zu schreiben! Ihr seid die Besten!

Danksagungen

Mein besonderer Dank gilt meinen lieben Bookrix-Freundinnen, die mein Buch beim Entstehen mitverfolgt haben und mir fast täglich ein Feedback geschrieben haben. Dazu gehören im Besonderen: Hede R. Thal, Schnee Eule, Sinni, Lissa, Fiona & Summerfun.


Ganz herzlich möchte ich mich auch bei Phil Humor, Ena Hell und Miss Pelled bedanken, die mir stets mit guten Tipps und langen Kommentaren zur Seite gestanden haben. Ihr habt mir sehr dabei geholfen die Geschichte besser auszubauen.

Desweiteren möchte ich mich bei Phil Humor auch dafür bedanken, dass er mir beim Erstellen des Taschenbuchs unterstützt hat.


Mein Dank geht auch an meine liebe Freundin Tanja und M1thr4nd1r, die zweimal diese Geschichte gelesen haben und mir Tipps zur Korrektur gegeben haben.

 

Auch bei T. K. Alice, der jungen und sehr begabten Cover-Designerin, möchte ich mich ganz lieb bedanken, die meiner Geschichte ein tolles Gewand gestaltet hat.

 

Last but noch least, möchte ich mich auch bei meinem Sohn und meinem Mann bedanken, die es mir immer ermöglicht haben, mir die Zeit zu nehmen, die ich zum Schreiben gebraucht habe. Ich liebe Euch!

Die ersten Begegnungen

Kapitel 1

 

Seit einer Woche beobachtete er sie nun jeden Morgen in der U-Bahn. Sie war sehr hübsch mit ihren roten, langen, welligen Haaren, grünen Augen und den vollen Lippen. Stets hatte sie ein Buch dabei, in das sie sich gleich nachdem sie einen Sitzplatz fand, vertiefte. Er freute sich darauf, sie ganz in Ruhe beobachten zu können, denn in ihrem Gesicht waren ihre Emotionen klar zu erkennen. Während sie schmunzelte oder ganz ernst schaute, stellte er sich vor, wie es wäre sie zu kennen. Ob sie ihn auch so süß anlächeln würde? Er überlegte, ob er sie einfach ansprechen sollte, traute sich aber nicht, sie beim Lesen zu stören.

Plötzlich schaute sie hoch und sah ihn fragend an. Er fühlte, wie sein Herz immer schneller schlug. Im Stillen hoffte er, dass er ihr auch schon aufgefallen war.

Jeden Morgen, wenn sie einstieg, saß er schon da. Dies war das erste Mal, dass er bemerkte wie sie ihn ansah. Bisher hatte sie es immer ganz geschickt angestellt und nicht gezeigt, dass auch er ihr gefiel. Ganz langsam ließ sie ihren Blick über sein Gesicht streifen. Sie sah sich die strahlend blauen Augen an, die von einem schwarzen Wimpernkranz umgeben waren.

Es sollte verboten sein, dass Männer solch lange und gebogene Wimpern haben, überlegte sie. Seine dunkelbraunen Haare waren ein wenig verstrubbelt. Eigentlich sah er aus, als sei er gerade aus dem Bett gestiegen, was sie ganz süß fand.

Er lächelte sie an und genoss ihre Aufmerksamkeit. Hat sie mich also endlich bemerkt, dachte er. Nach dieser Musterung senkte sie ihren Blick und vertiefte sich erneut in ihr Buch. Nun war er enttäuscht, denn er hatte gedacht, dass sich vielleicht eine Gelegenheit ergeben würde sie anzusprechen. Aber er nutzte die Zeit, um sie weiter zu beobachten.

Während er überlegte, wie er sie kennenlernen könnte, schob sie ihr Buch in die Tasche, holte ein kleines Notizbüchlein hervor, riss einen Zettel heraus, zückte einen Kugelschreiber und schrieb:

 

Hallo, ich bin Lana. Ich habe dieses Wochenende noch nichts vor. Hast Du Lust auf einen Kaffee?

 

Unter die Nachricht schrieb sie noch ihre Handynummer. Danach stand sie auf, kam auf ihn zu, sah ihm ganz tief in die Augen und gab ihm den zusammengefalteten Zettel. Während sich ihre Finger kurz berührten, spürten beide ein Kribbeln, welches sich ganz langsam den Arm herauf zog. Mit einem Lächeln stieg Lana aus, während Leo ihr hinterher starrte. Als die U-Bahn losfuhr, trafen sich ihre Blicke. Sie schauten sich so lange an, wie es möglich war. Gleich nach dem Lesen ihrer Nachricht antwortete Leo auf Lanas Zeilen.

 

Hallo Lana, ich bin Leo und ich würde wahnsinnig gerne mit Dir Kaffee trinken gehen. Wie wäre es mit morgen um 11:00 Uhr zum Brunchen? Kennst Du das kleine Café am Marktplatz mit den riesigen Fenstern?

 

Lana hetzte zur Arbeit. Sie kam immer auf den letzten Drücker an. Schon seit Wochen hatte sie sich vorgenommen eine Bahn eher zu nehmen, schaffte es aber nicht. Die SMS von Leo sah sie erst in ihrer Frühstückspause. Lächelnd antwortete sie gleich:

 

Hallo Leo, ja, ich kenne das kleine Café am Marktplatz. Gerne können wir uns morgen um 11:00 Uhr zum Brunchen treffen. Wünsche Dir noch einen schönen Tag - Lana

 

Leo hatte sein Handy schon den ganzen Morgen im Blick und schaute sofort nach dem Eingang der SMS, ob Lana ihm geantwortet hatte. Mit einem strahlenden Lächeln las er ihre Zeilen und freute sich schon jetzt auf das Treffen. Er antwortete noch kurz, dass er sich auf morgen freuen würde und wendete sich dann wieder seiner Arbeit zu. Der Berg an zu bearbeitenden Aufträgen schien nicht zu schrumpfen, was natürlich gut war, denn sie sicherten ihm sein Einkommen. Vor einigen Jahren hatte er sich mit seinem Studienkollegen Nicholas selbständig gemacht. Sie gründeten zu zweit ein Architekturbüro. Da ihre Kunden bisher immer sehr zufrieden waren, mangelte es Leo und seinem Partner nicht an Aufträgen. Sie wurden stets von ihrer Kundschaft weiterempfohlen.

Heute wollten sich die zwei Geschäftspartner zum Essen beim Italiener treffen. Nicholas hatte am Morgen einen auswärtigen Termin auf einer Baustelle und war deswegen etwas später dran. Leo saß schon mit seinem Kaffee am Tisch und wartete auf seinen Partner. Er schaute zum Fenster hinaus und träumte von Lana. Ihre funkelnden, grünen Augen und ihre tolle Ausstrahlung hatten ihn gänzlich geflasht.

Nicholas setzte sich Leo gegenüber und begrüßte ihn fröhlich: "Hey Leo, was ist los? Seit wann bist du so verträumt?"

"Seit ich meiner Traumfrau in der U-Bahn begegnet bin", erwiderte er.

Sein Partner sah ihn grinsend an und fragte: "Wer ist denn die Glückliche?"

"Sie heißt Lana. Morgen bin ich das erste Mal mit ihr verabredet. Wir wollen brunchen", antwortete Leo.

Kurz erzählte er Nicholas, dass er sie schon seit einer Woche jeden Morgen in der U-Bahn beobachten würde und dass sie ihm heute einen Zettel zugesteckt hätte. Sein Freund war beeindruckt und wünschte ihm viel Glück.

"Verdient hast du es dir auf jeden Fall, nach dem Reinfall mit deiner letzten Freundin."

Seien Ex, Susanna, hatte ihn nach Strich und Faden betrogen. Dabei hatte er ihr jeden Wunsch erfüllt. Seine übergroße Liebe nutzte sie mehrere Jahre lang aus. Er fragte sich noch heute, ob sie ihn je geliebt hatte.

Lange Zeit ließ er sich auf keine neue Beziehung ein. Er lernte zwar viele Frauen kennen, gab aber keiner eine wirkliche Chance ihn näher kennenzulernen. Es blieb bis jetzt immer nur bei einem Abendessen oder einem gemeinsamen Besuch in einem Nachtclub. Wenn seine Verabredung noch Lust auf mehr hatte, war er offen dafür, machte aber jedes Mal klar, dass er nicht auf der Suche sei und nicht mehr als eine Nacht bieten könne. Nicht wenige waren abgeneigt, denn Leo war schon ein echter Augenschmaus. Mit seinen dunklen Haaren und hellen Augen hatte er ein kontrastreiches Gesicht. Er war groß, breitschultrig und insgesamt gut durchtrainiert.

Nico erzählte ihm beim Essen von seiner kleinen Tochter. Mia war erst zwei und sein größter Stolz. Seine Frau Laura und er führten eine glückliche Ehe. Laura wollte noch ein Jahr mit Mia zu Hause bleiben und danach wieder in der Berufswelt durchstarten. Leo war Mias Patenonkel und ganz vernarrt in die Kleine. Gerne hörte er sich die neuesten Anekdoten an. Nach dem Mittagessen gingen die beiden Freunde zurück zur Arbeit, ein jeder in sein eigenes Büro, um sich dem weiteren Arbeitsalltag zu stellen.

 

Nach Feierabend fuhr Leo mit der U-Bahn nach Hause. Sein Auto benutzte er in der Stadt nur selten. Im Sommer fuhr er manchmal auch mit dem Rad zur Arbeit. Zu Hause angekommen, hörte er sich erst mal die Nachrichten auf seinem AB an.

Überrascht hörte er die Stimme von Susanna: "Hallo Leo, hier ist Susanna. Bitte ruf mich zurück."

Da kannst Du lange warten, dachte Leo. Zornig kniff er die Augen ein Stück zusammen. Die rechte Hand bildete eine Faust. Noch immer ärgerte er sich über sie und fragte sich selbst, ob seine Gefühle wohl doch noch nicht komplett verebbt waren. Der Verrat tat noch immer weh.

Die nächste Nachricht war von seiner Mutter: "Leo, mein Junge, wir haben uns so lange nicht gesehen. Dein Vater und ich vermissen Dich. Wann kommst Du uns mal wieder besuchen? Hast Du dieses Wochenende Zeit? Ruf doch bitte bald zurück."

Gleich nahm er den Hörer zur Hand und wählte die Nummer seiner Eltern, um für Sonntag seinen Besuch bei ihnen anzukündigen. Seine Mutter freute sich sehr, ihren Sohn nach mehreren Wochen endlich wieder zu sehen. Nach dem Gespräch, das er kurz hielt, machte er sich ein paar belegte Brote und setzte sich damit vor den Fernseher. Während er durch die Sender zappte, ließ er sich sein Abendessen schmecken. Im Flur hörte er das Telefon klingeln, ließ aber den AB rangehen, da er im Moment keine Lust hatte zu telefonieren. Schon wieder war es Susanna. Was wollte sie bloß von ihm? Es waren doch bereits mehrere Monate seit ihrer Trennung vergangen. Eigentlich hatten sie einen klaren Schnitt gemacht und sich danach auch nicht mehr gesehen oder telefoniert.

Noch immer war er auf der Suche nach einem Film oder einer spannenden Dokumentation. Schließlich wurde er fündig und schaute sich einen Thriller an.

 

Derweil saß Lana auch auf ihrer Couch und konnte sich für kein bestimmtes Fernsehprogramm entscheiden. Also holte sie ihr Buch aus der Tasche und machte es sich wieder gemütlich. Bevor sie zu lesen anfing, ließ sie mit geschlossenen Augen den Tag Revue passieren. Lächelnd dachte sie an Leo und war stolz, dass sie die Initiative ergriffen hatte. Ein warmes Gefühl machte sich in ihr bemerkbar, während sie sich seine strahlend blauen Augen vorstellte. 

Bei der Arbeit lief heute alles ganz gut. Sie war Konditorin in einem großen Café, das viele unterschiedliche, vor allem aber ausgefallene Torten im Sortiment hatte. Mit ihrem Job war sie sehr zufrieden, weil sie dort ihre Kreativität frei ausleben konnte. Der Chef war begeistert von ihren nicht abbrechen wollenden Ideen und ließ ihr oft freie Hand bei der Entwicklung von neuen Rezepten. Heute entwickelte sie eine neue Rezeptur für eine Schokoladenmousse-Torte mit weißer und dunkler Schokolade. Dazu gehörte ein ganz luftiger Biskuitboden, den sie oft und gerne für ihre Torten wählte. Jetzt musste sie sich nur noch für die Früchte entscheiden. Sie wusste noch nicht genau, ob sie Erdbeeren oder Mango hinzugeben sollte.

Das Buch, welches sie gerade las, war nicht nur spannend, sondern auch ganz schön prickelnd. Seit einiger Zeit bevorzugte sie erotische Literatur, weil ihr die Erotik im Leben fehlte. Ihre letzte Beziehung lag schon zwei Jahre zurück. Es mangelte ihr nicht an Angeboten, doch hatte sie meist das Gefühl, dass die Männer, die sie in der letzten Zeit kennenlernte, nur eine Affäre oder einen One-Night-Stand wollten.

Lana glaubte aber an die große Liebe und konnte es sich nicht vorstellen, mal so eben mit dem nächstbesten, fremden Mann in die Kiste zu springen. Nach einigen Kapiteln legte sie ihr Buch zur Seite und machte sich bettfertig. Morgen würde sie hoffentlich einen tollen Tag haben. Beim Einschlafen dachte sie an Leos blaue Augen.

Das erste Date

Kapitel 2

 

Lana war heute schon früh wach. Obwohl es ein Samstagmorgen war, sie also nicht zur Arbeit musste, stand sie gleich auf und ging zu ihrem Kleiderschrank, um sich ein Outfit auszusuchen. Die Frage war natürlich: Was zog man zum ersten Date an? Sie fühlte sich kribbelig und war ganz aufgeregt, schließlich lag ihr letztes Date schon eine Weile zurück. Sollte sie in Jeans und T-Shirt gehen oder lieber doch einen Rock anziehen? Sie entschied sich für ihre Lieblingsjeans. Diese war dunkelblau, hatte ein wenig Schlag und war an den Oberschenkel eng geschnitten, was ihre Beine noch länger und schlanker wirken ließ. Das Oberteil, welches sie dazu wählte, war schwarz und ließ einen Blick auf ihr üppiges Dekolleté zu. Schwarze Stiefeletten mit hohem Absatz und ein schwarzer Kurzmantel vervollständigten ihr Outfit. Nach dem Duschen ließ sie ihre Haare an der Luft trocknen. Da sie ganz natürliche Wellen besaß, musste sie für ihre Frisur kaum Zeit aufwenden. Während sie sich schminkte, hörte sie die Kings of Leon, die sie die letzten Tage schon rauf und runter gehört hatte. Sie legte nur eine getönte Tagescreme auf, betonte ihre grünen Augen mit einem grünen Lidschatten und Mascara. Zufrieden sah sie sich ihr Werk im Spiegel an.

Da sie noch enorm viel Zeit bis zu ihrer Verabredung mit Leo hatte, rief sie ihre Freundin Sarah an.

"Hey Lana!", meldete diese sich fröhlich am Telefon. "Was ist denn mit dir los? Sonst stehst du am Wochenende nie so früh auf."

Lana erzählte ihr, wie sie unter der Woche jeden Morgen einem jungen Mann in der U-Bahn begegnet war. Sarah war begeistert, dass Lana endlich wieder jemanden kennengelernt hatte und fand es mutig, dass sie den ersten Schritt gewagt hatte, indem sie ihm einen Zettel mit ihrer Handy-Nr. zugesteckt hatte.

Sarah erzählte ihr das Neueste dieser Woche, vor allem aber wie sich ihre derzeitige Affäre entwickelte. Sie ließ nichts anbrennen und war in Liebesdingen ganz anders als ihre bodenständige Freundin. Ihre neue Flamme hieß David und arbeitete als Türsteher im neuesten In-Schuppen der Stadt. Er war ein Riese mit breitem Kreuz, durch und durch männlich. Sarah war völlig beeindruckt von ihm.

"Wo wollt ihr euch eigentlich später treffen?", fragte Sarah.

"Wir sind im Café am Marktplatz verabredet. Du, ich muss noch meine Haare stylen. Wünsch mir Glück!"

"Ich wünsche dir einen schönen Tag! Ruf´ mich bitte an, wenn du wieder zu Hause bist. Bleibt es eigentlich bei unserer Verabredung heute Abend?", wollte sie wissen.

"Ja, klar. Komm einfach vorbei. Ich mache uns ein paar Snacks. Wir können auch noch ein wenig vorglühen und später am Abend zu deiner neuen Flamme."

"Okay, abgemacht! Also dann bis später!" , entgegnete sie.

 

Lana zog ihr zuvor ausgewähltes Outfit an, kämmte sich noch einmal die Haare, sprühte ein wenig Haarspray drauf, schlüpfte in ihre Stiefeletten und ihren Kurzmantel, schnappte sich ihre Tasche und verließ die Wohnung. Da sie in der Nähe der Innenstadt wohnte, ging sie die paar Straßen zu Fuß. Sie war etwas zu früh dran. Wie gut, dass sie immer ihr Buch dabei hatte, dachte sie.

Lana suchte sich einen Tisch im hinteren Teil des Cafés aus, bestellte einen Latte Macchiato und fing an zu lesen. Ihre Hände zitterten leicht. Sie konnte sich gar nicht auf die Worte konzentrieren, weil sie inzwischen ziemlich aufgeregt war.

Plötzlich stand Leo an ihrem Tisch und sagte: "Hallo Lana! Schön dich zu sehen."

"Hi Leo! Ich freue mich auch dich zu sehen. Bitte setz dich doch."

Sie musterten sich gegenseitig und wussten erst mal nicht, was sie sagen sollten. Sie lächelten sich einfach nur an.

"Lana, ich muss dir als erstes sagen, dass ich es total super finde, dass du mir den Zettel zugesteckt hast. Ich wollte dich ja schon längst mal angesprochen haben, aber leider fehlte mir der Mut", gestand er ihr und hing noch an: "Du warst immer am Lesen und ich wollte dich nicht stören."

"Gestört hättest du mich schon nicht, aber es ist ja auch egal, wer wen anspricht, oder? Wir leben schließlich in einer modernen Zeit. Warum sollte der Mann immer den ersten Schritt machen?"

Leo lachte auf: "Ja, da hast du wirklich recht! Hast du dir denn schon ein Frühstück ausgesucht?"

Lana verneinte dieses. Nach einem Blick in die Karte, wählte sie ein italienisches Frühstück. Leo bestellte Spiegeleier mit Bacon, dazu frisches Baguette. Während sie auf ihren Brunch warteten, erzählte ihm Lana von ihrer Arbeit als Konditorin. Beim Essen war dann Leo dran, von seinem Job zu berichten. Lana war ganz beeindruckt, dass Leo schon in so jungen Jahren mit seinem Freund ein Architektenbüro führte. Nach dem Frühstück fragte Leo Lana, ob sie Lust auf einen Spaziergang im Stadtpark hätte. Sie lächelte ihn an und nickte.

 

Es war Anfang Juni und der Stadtpark stand in voller Blüte. Alles duftet so herrlich und sah wunderschön aus. Sie setzten sich auf eine Bank und genossen den wundervollen Anblick der Flora.

"Du siehst heute besonders hübsch aus, Lana", meinte Leo plötzlich.

Lana bedankte sich für das Kompliment und errötete leicht. Normalerweise war sie nicht so schüchtern, aber bei Leo reagierte sie anders als sonst. Konnte es sein, dass sie ein paar Schmetterlinge im Bauch fühlte oder freute sie sich einfach nur über die netten Worte, so wie sich jede Frau über ein Kompliment freuen würde?

Leo fragte sie, ob sie ihn gern wiedersehen würde. Als Lana nickte, machte sein Herz einen kleinen Sprung. Er freute sich sehr und schlug vor, ins Kino zu gehen. Also verabredeten sie sich für Montagabend. Erst wollten sie eine Kleinigkeit nach der Arbeit essen gehen, währenddessen konnten sie sich dann für einen Film entscheiden.

Lana fragte Leo nach seinen Lieblingsfilmen. Er mochte alles von Quentin Tarantino. Auch Lana gefielen seine Filme, was ziemlich untypisch war für eine Frau. Aber Lana liebte auch Thriller und Fantasy mit sexy Vampiren oder Werwölfen, aber das erzählt sie Leo erst mal lieber nicht.

Nach einer Weile standen sie wieder auf und spazierten noch eine weitere Runde durch den Park. Irgendwann meinte Lana, dass sie nach Hause wollte. Leo begleitete sie, da er sich noch nicht von ihr trennen konnte. Auf diese Weise hatte er auch die Möglichkeit, ein wenig mehr über sie zu erfahren.

An ihrer Haustür angekommen, bedankte sie sich für die schöne Zeit. Auch Leo fand es toll mit Lana, was er ihr sogleich versicherte. Er gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange. Ihre Haut prickelte unter seinen Lippen und eine leichte Wärme breitete sich aus. Leos Tempo gefiel ihr, denn sie wollte alles langsam angehen.

"Schönes Wochenende, Lana! Wir sehen uns dann Montagabend im Rialto!"

"Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende und viel Spaß bei deinen Eltern!"

Ganz beschwingt lief sie die Treppen hinauf. In ihrer Wohnung angekommen, zog sie Stiefeletten und Mantel aus. Gleich danach griff sie zum Telefon, um Sarah von ihrem Date zu erzählen. Ihre Freundin war nicht zu Hause, also hinterließ sie eine Nachricht.

Nach einem Blick in den Kühlschrank, stellte sie fest, dass sie unbedingt einkaufen musste. Also zog sie sich wieder an und ging zum nächsten Supermarkt, der Gott sei Dank ganz in der Nähe lag.

 

Nachdem sie ihre Einkäufe einsortiert hatte, machte sie sich ein Heißgetränk. Mit dem leckeren Holunderblütentee und ihrem Buch, machte sie es sich auf der Couch gemütlich. Dieser neue erotische Roman war ganz schön prickelnd. Eine heiße Szene jagte die nächste. Sie dachte an ihr letztes Mal, welches schon sehr lange zurücklag und überlegte, wie es wohl mit Leo weitergehen würde.

Während sie sich immer mehr in ihr Buch vertiefte, klingelte das Telefon. Es war Sarah, die alles über das Treffen mit Leo wissen wollte. Lana erzählte ihr jedes kleinste Detail.

"Das hört sich doch für den Anfang schon mal alles ganz gut an", meinte sie. "Und wann wollt Ihr euch wiedersehen?"

"Am Montagabend wollen wir ins Rialto gehen und anschließend ins Kino", erwiderte Lana. "Aber heute Abend gehen wir Mädels erst mal aus. Wann willst du kommen, Sarah?"

"Ich versuche so gegen 21:00 bei dir zu sein."

Die beiden Freundinnen verabschiedeten sich. Lana tauchte wieder in ihre Geschichte ein, denn sie hatte noch genügend Zeit, bevor sie sich für den Abend neu stylen musste.