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Bibi Blocksberg ist zum ersten Mal in Paris und verhilft ihrer Klasse zu einem Ballonflug über der Stadt.

 

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Barbara erhält ein Hexentelegramm und macht sich Sorgen um ihre Tochter Bibi.

 

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Malicia heckt einen raffinierten Plan aus, um eine wertvolle Schmuckkollektion zu stehlen.

 

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Marita, Moni und Florian stehen ihrer Freundin Bibi im Kampf gegen die hinterlistige Malicia zur Seite.

 

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Frau Müller-Riebensehl frischt ihre Französischkenntnisse auf und erlaubt Bibi ausnahmsweise das Hexen.

 

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Dorette und Claude Dupont gehört das kleine Hotel, in dem Bibis Klasse während ihres Aufenthalts wohnt.

Inhalt

Wisst ihr noch …

Das Hexentelegramm

Paris, wir kommen!

Malicia sinnt auf Rache

Ankunft in Paris

Im Hotel Dupont

Malicia führt Böses im Schilde

Über den Dächern von Paris

Ein gemeiner Diebstahl

Die Verfolgung

Der Täterin auf der Spur

Ein hexisches Duell

Ein großzügiges Geschenk

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Wisst ihr noch …

wie alles anfing? Meine Eltern und ich wohnten früher mitten in Neustadt in einer Hochhaussiedlung. Da hat es mir gar nicht gefallen. Immer haben die Nachbarn an mir rumgemeckert, wenn ich auf meinem Hexenbesen Kartoffelbrei Flugübungen gemacht habe. Stellt euch vor: Sie haben sogar die Polizei geholt!

Dann aber haben meine Mutter und ich die Enkelkinder von dem Obermeckerer Herrn Müller aus der brennenden Wohnung gerettet. Darüber war der Sohn von Herrn Müller so froh, dass er uns geholfen hat, ein Haus zu bauen. Ein sehr preisgünstiges, denn Herr Müller junior ist Bauunternehmer, und wir hatten gerade von Tante Maria ein Grundstück in Gersthof am Stadtrand von Neustadt geschenkt bekommen. Praktisch, nicht? Jetzt wohnen wir schon eine ganze Weile in unserem eigenen Häuschen. Es gefällt mir prima hier, und es ist auch immer was los.

 

Erinnert ihr euch noch an die böse, hinterlistige Hexe Malicia, die Mamis verloren gegangene Hexenkugel gefunden hatte und nicht mehr rausrücken wollte?

Mami und ich hatten ihr mit einem raffinierten Trick die Kugel wieder abgeluchst. Natürlich war Malicia wütend auf mich und dachte nur daran, wie sie sich an mir rächen könnte. Und bald schon sollte sie eine Gelegenheit dazu haben.

Doch, halt! Ich will nicht zu viel verraten. Lest selbst …

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Das Hexentelegramm

Bereits am frühen Morgen ging es im Hause Blocksberg ganz schön hektisch zu! Bibi war gerade erst mit Kofferpacken fertig geworden. Sie ging auf Klassenfahrt, und zwar nicht irgendwo hin, sondern nach Paris! Eine der schönsten Städte Europas! Kein Wunder also, dass sie aufgeregt war.

„Oh, Mami!“ Bibis Augen leuchteten. „Ich freu mich so auf die Klassenfahrt. Paris ist super, nicht?!“

„Ja.“ Ihre Mutter nickte versonnen. „Da wollte ich früher immer einmal mit deinem Vater hin. Und jetzt fährt meine Tochter.“ Sie seufzte ein wenig wehmütig. „Ich werde alt.“

„Ach was!“ Bibi nahm sie fest in die Arme. „Für eine Hexe bist du noch total jung! Ich bring dir auch was mit. Zum Trost.“

„Das ist lieb.“ Barbara lachte. „Hast du alles eingepackt? Zahnbürste? Waschlappen? Kamm?“

„Ja, Mami.“ Bibi klappte ihren Koffer zu und verschloss ihn. „Ich muss los. Der Zug fährt in fünfzehn Minuten.“

Ihre Mutter blickte auf die Uhr. „Oje, stimmt! Hex den Koffer noch klein – das ist bequemer.“

„Klaro. Gute Idee“, sagte Bibi. „Eene meene Ringelreih’n, der Koffer ist jetzt winzig klein! Hex-hex!

Sternchen blitzten, Funken sprühten, das „Hex-Plingpling“ erklang und sogleich hatte Bibi einen putzig kleinen Koffer in der Hand. Wenn sie ihren Zug noch kriegen wollte, musste sie sofort losfliegen. Schnell eilten die beiden die Treppe hinunter und traten vor das Haus. Bibi umarmte ihre Mutter zum Abschied und stieg dann auf ihren Hexenbesen.

„Tschüüüss!“ Sie winkte. „Bis bald!“

„Gute Reise, Bibi!“ Barbara winkte zurück. „Und viel Spaß!“

„Danke, Mami.“ Bibi war startklar. „Eene meene mei, flieg los, Kartoffel …

Da ertönte auch schon das typische Hexgeräusch.

„Huch?“ Bibi stutzte. „Ich hab doch noch gar nicht ,Hex-hex‘ gesagt.“

Für das „Hex-Plingpling“ samt Funken und Sternchen musste es also eine andere Erklärung geben. Da sah ihre Mutter, dass in dem Briefkasten neben der Haustür eine schriftliche Nachricht steckte. Sie zog das Blatt Papier heraus und faltete es auseinander.

„Ein Hexentelegramm?!“, sagte sie erstaunt. „Warte mal, Bibi. Vielleicht ist es etwas Wichtiges.“ Sie begann zu lesen.

„Von wem ist es?“, fragte Bibi.

„Von Walpurgia und Mania. Sie haben an alle Hexen diese Nachricht geschickt. Es geht um Malicia …“

„Malicia?“ Bibi blickte ihre Mutter erschrocken an. „Die hat doch noch Hexverbot, nicht?!“

„Das ist aufgehoben“, erklärte Barbara. „Sie haben ihr sogar ihre Hexenkugel zurückgegeben, steht hier.“

„Was?!“ Bibi schüttelte empört den Kopf. „Aber Malicia hat doch auf dem Hexenkongress so viel Ärger gemacht. Und sie war total gemein zu dir … Sie hat dich verhext!“

„Dafür hat sie ja die Strafe bekommen“, sagte ihre Mutter. „Jetzt haben die Althexen das Hexverbot auf Bewährung aufgehoben. Na ja, egal. Du musst jetzt los!“, drängte sie.

„Ja, Mami“, nickte Bibi. „Ich hab dich lieb! Tschüss! Eene meene mei, flieg los, Kartoffelbrei! Hex-hex!

Und schon sauste sie davon wie ein richtiger Düsenjäger, nur ohne Düsen natürlich. Mutter Barbara winkte ihr hinterher, dann las sie noch einmal das Hexentelegramm. Malicia durfte also wieder hexen! Na, ob das eine gute Idee war? Schließlich war Malicia gar nicht gut auf Bibi zu sprechen.

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Die aber dachte nicht mehr an die böse Hexe Malicia, freute sich auf die Klassenreise nach Paris und flog vergnügt in Richtung Bahnhof.

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Paris, wir kommen!