Bittersweet Discipline

Bittersweet Discipline

Novelle

Mia Kingsley

Dark Romance

Inhalt

Einführung

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Über Mia Kingsley

Einführung

Okay, langsam sollte der Drill bekannt sein: Harter Sex, dominante Männer und ein gewisser Nervenkitzel sind fester Bestandteil meiner Geschichten.

Wenn Blut, grenzwertiges Einvernehmen, der Verzicht auf Verhütungsmittel und derbe Sprache nicht Deiner Vorstellung einer Liebesgeschichte, – sei sie noch so dunkel –, entsprechen, bitte ich Dich höflich, das Buch zur Seite zu legen, denn es wird Dir nicht gefallen.

Meinen anderen Leserinnen und Lesern wünsche ich viel Spaß.


PS. Es ist übrigens absolut nicht notwendig, dass Du Deine Leserbriefe immer mit den Worten einleitest: »Eigentlich lese ich so etwas nicht und es sollte mich auch nicht erregen, aber …«

Wir verstehen uns schon. ;)


Deine Mia <3

Prolog

Ethan


Diese miese Schlampe!

Ich hatte beide Hände auf den Schreibtisch gestützt und starrte auf den Computerbildschirm. Die Mail bestätigte meine schlimmsten Vermutungen.

Mir war nicht einmal ganz klar, ob mir vor Wut heiß oder kalt war, aber ich spürte eine Menge – eine verdammte Menge Emotionen.

Wie konnte sie glauben, damit durchzukommen?

Weil ich Gefahr lief, den Laptop zu zertrümmern, wandte ich mich abrupt ab, verschränkte die Hände hinter dem Rücken und starrte aus dem Fenster. Der Anblick der winzig kleinen Menschen unten auf der Straße beruhigte mich für gewöhnlich.

Wie Ameisen wuselten sie ihres Weges und eilten emsig zu einem nur ihnen bekannten Punkt. Normalerweise konnte ich spüren, wie mein Herzschlag sich verlangsamte und meine Atmung ruhiger wurde, wenn ich dieses Schauspiel betrachtete.

Doch heute nicht. Heute war ich zu aufgebracht.

Konnte ich mich getäuscht haben? War vielleicht ein Fehler in der Rechnung? Ich blätterte durch den Ausdruck, den ich mir gemacht hatte. Nein, es stand außer Frage, was passiert war. Meine Assistentin hatte mich hinters Licht geführt und mir in den letzten neun Monaten etwas mehr als eine Million Dollar gestohlen.

Entweder sie war verdammt clever und abgebrüht – oder eine absolute Idiotin. So oder so stand ich kurz davor, es herauszufinden. Ich konnte es kaum erwarten, sie in meinem Büro zu haben.

Meine Zähne knirschten, als ich sie aufeinanderpresste. Ich würde mich nicht zum Narren halten lassen. Niemand hatte das Recht, mich zu bestehlen.

Ich dachte, es wäre ein cleverer Schachzug gewesen, Alexa einzustellen, damit sie mir den Rücken freihielt. Was an sich auch sehr gut funktioniert hatte, allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie Geld abzweigen würde. Verdammt viel Geld!

Nachdem ich mich dazu gezwungen hatte, fünf Minuten lang nichts anderes zu tun, als tief ein- und auszuatmen, griff ich nach dem Telefonhörer.

»Alexa

»Ja, Mister Cohen

Irgendetwas an ihrer Stimme war … anders. Verführerischer als sonst. Sie klang in der Regel kühl und distanziert, nie so atemlos wie gerade. Mein Schwanz hatte vorher noch nie darauf reagiert, wie sie das Wort »Mister« hauchte.

Ich rieb mir über die Nasenwurzel und lenkte meine Gedanken in andere Bahnen. Statt mich in sexuellen Fantasien zu ergehen, sollte ich mich auf das Problem konzentrieren.

Und Alexa Caine war ein verdammtes Problem, um das ich mich schleunigst kümmern musste.

»Sagen Sie alle Termine für heute ab und geben Sie am Empfang Bescheid, dass wir nicht gestört werden wollen. Unter keinen Umständen. Danach erwarte ich Sie in meinem Büro

Eigentlich hatte ich direkt die Polizei rufen wollen. Für Lügner, Betrüger und Diebe hatte ich absolut keine Toleranz. Es war verrückt und ich zweifelte ernsthaft an meinem Verstand, aber irgendetwas in Alexas Tonfall hatte mich besänftigt.

Wenn ich ehrlich war, war es nicht nur Besänftigung, die ich spürte, sondern auch Erregung. Diesen unterwürfigen Ton kannte ich gar nicht von ihr.

Ich setzte mich in den großen ledernen Schreibtischstuhl und wartete. Dabei ermahnte ich mich immer wieder, ihr nicht sofort den Kopf abzureißen, sondern mir anzuhören, was sie zu sagen hatte.

Vielleicht deutete ich die Situation falsch. Möglicherweise gab es eine Erklärung dafür, wie die Million von den Geschäftskonten verschwunden war.

Als das knappe Klopfen an der Tür ertönte, rief ich mürrisch: »Herein

Die großen Flügeltüren schwangen nach innen und die Verführung in Person betrat mein Büro. Die schwarze Bluse spannte über ihren Brüsten, der schwarze Rock schmiegte sich an die verlockend gerundeten Hüften und die rötlichen Haare fielen in weichen Wellen auf ihre Schultern.

Sie trug rote High Heels, die mehr nach »Fick mich« als nach »seriöser Geschäftsfrau« aussahen, und einen passenden Lippenstift.

Sie war bildschön, alles, was ich bei einer Frau wollte und noch mehr – aber sie war nicht meine gottverdammte Assistentin. Ich hatte sie nie zuvor in meinem Leben gesehen.

»Guten Morgen, Mister Cohen. Hier ist Ihr Kaffee, ein Schluck Milch, kein Zucker, wie immer