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Walter Sonnleitner

STIRB BANKROTT!

 

Walter Sonnleitner

STIRB BANKROTT!

Lebenslange Finanzplanung, die Sie glücklich macht

 

 

 

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Walter Sonnleitner

Stirb bankrott!

Lebenslange Finanzplanung, die Sie glücklich macht

 

 

Umschlagidee und -gestaltung: kratkys.net Image

 

 

1. Auflage

© 2009 Ecowin Verlag, Salzburg

Lektorat: Dr. Arnold Klaffenböck

Gesamtherstellung: www.theiss.at

Gesetzt aus der Sabon

Printed in Austria

ISBN 978-3-7110-5067-0

 

 

www.ecowin.at

Inhalt

Vorwort

Glücklich leben – zufrieden sterben

Wir sind für unser Leben selbst verantwortlich

Welche Rolle hat Geld in der Wirtschaft?

Bankrott sterben – ein Ansatz mit Methode

Der Finanzausgleich in der praktischen Lebensplanung

Finanz- und Lebensplanung als Wege zum Glück

Das Vermögen sinnvoll nutzen – das Geld lustvoll ausgeben

Geldverdienen ist schon schwer – Geldausgeben noch viel mehr

Praktische Anleitungen für die private Haushaltsführung

Richtig Einkaufen

Praktische Hinweise für den Vermögensaufbau

Geld anlegen – damit das Vermögen wachsen kann

Richtig Schulden machen

Der Umgang mit Geld und Vermögen in der Partnerschaft und in der Familie

Für den Lebenspartner mit vorsorgen

Wenn das Geld nicht bis zum Ende reicht …

Wenn (trotzdem) etwas übrig bleibt

Neue Ansichten – neue Lösungen Was am gegenwärtigen Wirtschaftssystem geändert werden sollte

Ein neues – anderes – Finanzsystem

Leben, um zu arbeiten – und nicht arbeiten, um zu leben: Ist das Grundeinkommen die Lösung?

Vom Wort zur Tat – von der Utopie zur Realität

Vom Sinn des Lebens

Bücher und Schriften zum Thema

Vorwort

Die Idee von einer ausgeglichenen Bilanz in der Lebens-Finanzplanung hatte mich schon über viele Jahre beschäftigt, und ich habe sie auch in vielen meiner Vorträge in ganz Österreich an meine Zuhörer zu vermitteln versucht. Anfangs bin ich mit meinen Vorstellungen immer ein wenig skeptisch aufgenommen worden. Warum sollte man auch wirklich das so hart erarbeitete und fleißig zusammengesparte Geld noch zu Lebzeiten ausgeben und leichtsinnig wegverbrauchen? Die Kinder, die das Geld bekommen würden, sollten es doch später einmal besser haben als die Eltern. Und sie sollten in Dankbarkeit stets an die Eltern und ihr Geld denken!

Das war schon damals ein Missverständnis, denn es war nie meine Absicht, Menschen zur Leichtsinnigkeit im Umgang mit ihrem Geld zu verführen. Im Gegenteil: Ich wollte sie dazu auffordern, dass sie genau planen sollten, wie die Menge an Geld mit der Zeit, die sie zu leben hatten, am besten in Übereinstimmung gebracht werden kann. Möglichst reich zu sterben kann nicht das Ziel eines erfüllten Lebens sein. Viel wichtiger erscheint mir, dass man ein Gleichmaß findet zwischen dem, was man materiell erreichen will, und dem, was man davon hat. Das, was man gibt und was man sich nimmt im Leben, soll sich die Waage halten – sonst hat man am Ende nicht genug gehabt von seinem Geld, und nicht genug von seinem Leben.

Zur richtigen Planung gehört aber auch, dass Arbeiten und Geldverdienen im zeitlichen Einklang stehen mit dem lustvollen Genießen und Geldausgeben – alles zur rechten Zeit. Wer fleißig arbeitet im Leben, soll auch sein Leben genießen, sonst bleiben ihm am Ende nur die Erinnerung an Mühsal und Entbehrungen – und der Großteil seiner Ersparnisse. Und wenn sich das schon frühzeitig abzeichnet, dann sollten wir auch rechtzeitig überlegen, wie das, was übrig bleiben wird, sinnvoll verwendet werden kann. Sicher ist, dass wir nur zu Lebzeiten aktiv bestimmen können, was wir unter sinnvollem Einsatz von Geld verstehen.

Geld und Vermögen über viele Jahre nur zu horten bedeutet, dass man es dem Wirtschaftskreislauf entzieht, weil es dann nicht anderen Menschen zum Nutzen gereichen kann – und sei es nur, dass über den eigenen Konsum die Wirtschaft angekurbelt wird und Arbeitsplätze und Verdienstmöglichkeiten geschaffen werden. Noch verdienstvoller wäre es selbstverständlich, wenn man das Geld den Menschen überlässt, die es notwendig brauchen können – wenn man es zu Lebzeiten für sinnvolle Ausgaben verschenkt, an karitative Institutionen, denen man vertraut, oder meinetwegen auch an die eigenen Nachkommen. Bankrott sterben ist ein Lebensmotto. Aber es ist auch ein Auftrag, mit dem verdienten Geld und dem vorhandenen Vermögen sorgfältig umzugehen und so zu wirtschaften, dass es nicht nur für die laufenden Ausgaben des Lebens reicht, sondern dass auch Reserven für die Jahre geschaffen werden, wo das Einkommen nicht mehr so reichlich fließen kann. Das heißt auch, dass man die Ausgaben sorgfältig plant und das Ersparte möglichst gewinnbringend vermehrt – mit etwas Mut zum Risiko, aber noch mehr Vorsicht und Bedachtsamkeit. Schließlich heißt „bankrott sterben“ ja auch, dass man nicht schon zwischendurch im Leben, also noch lange vor dem Ende, bankrott ist.

Leider geht der Trend der Zeit ohnedies in die Richtung, dass auch der besitzende Mittelstand, der schon über drei Generationen seit dem letzten Weltkrieg viel Erbvermögen aufgebaut und weitergegeben hat, von dieser Substanz zehren muss. Dazu kommt noch, dass in den vergangenen Jahren viele Menschen von „tüchtigen“ Anlageberatern zum leichtfertigen „Zocken“ mit ihrem Ersparten verführt wurden und viel Geld verloren haben. Sie werden in Zukunft sicher vorsichtiger sein und sehen auch der von vielen Experten vorausgesagten kommenden Inflationswelle mit Angst entgegen. Schließlich wollen sie ja mit ihrem Geld bis zum Ende auskommen und nicht schon vorher in die Pleite schlittern.

Trotzdem: Wer Geld und Vermögen zur Verfügung hat und damit immerhin planen kann, ist dennoch besser dran als die leider auch immer größer werdende Gruppe von Menschen im Lande, die schon zu Berufs- und Lebenszeiten mit ihrem Einkommen nicht das Auslangen finden – weil sie mit dem Leben nicht zurechtgekommen sind und trotz sparsamer und entbehrungsreicher Arbeitsjahre im Pensionsalter auf fremde Lebens- und Finanzhilfe angewiesen sind – vor allem, wenn sie dann krank und pflegebedürftig werden. Wollen wir mit Ihnen hoffen, dass Sie ja doch im Laufe Ihres Lebens vielleicht auch etwas dazu beigetragen haben, dass die Staatskassen, die öffentlichen Einrichtungen jetzt am Ende für Sie sorgen können. Also könnte bei etwas einsichtiger und milder Auslegung auch für Sie der Stichtag für den Bankrott auf das Sterbedatum verlegt werden.

Der geneigte Leser dieses Buches wird mir vielleicht am Ende vorhalten, dass ich zwar immer wieder auch Kritik am bestehenden Finanz- und Wirtschaftssystem übe, aber dann doch in meinen Ratschlägen und Anweisungen sehr genau darauf hinweise, wie man mit ebendiesem System am besten umgeht und es möglichst profitabel nützt. Das ist aber keine Inkonsequenz im Handeln und Denken, sondern entspringt einfach der Erkenntnis, dass wir zwar alle in einer grundanständigen und sauberen Welt leben wollen, dass wir uns aber trotzdem mit dem abfinden müssen, was wir nicht ändern können oder wollen. „If you can’t beat us – join us“, lautet die Konkurrenzformel der US-Manager.

Ich habe nach besten Kräften versucht, auch die komplizierten Prozesse und rechtlichen Bestimmungen im Finanz- und Wirtschaftsleben möglichst einfach und verständlich darzulegen. Wenn im Eifer des Vereinfachens bisweilen juristische Vergröberungen passiert sind, dann mögen die Vertreter der Jurisprudenz das dem Finanzmenschen nachsehen. Und wenn manche Gedanken mehrfach in unterschiedlichen Kapiteln auftauchen, ist das auch nicht aus Nachlässigkeit geschehen, sondern aus Rücksicht auf die Leserfreundlichkeit des Buches, das ja vielleicht doch eher kapitelweise und nicht in einem durch gelesen wird.

Dass ich meine Ideen zum Thema „Stirb bankrott!“ letztlich als Buch niedergeschrieben habe, verdanke ich dem Gründer des Ecowin Verlages, Herrn Dr. Steiner, der mich dazu bei einem lockeren Gespräch in einem Wiener Kaffeehaus überredet beziehungsweise mich davon überzeugt hat. Bedanken möchte ich mich hier auch bei meinen Gesprächspartnern zum Thema Risiko-Absicherung gegen die Finanzkrise und möglicherweise aufkommende Inflationsgefahren, den Herren von der Capital-Bank, der Superfund-Gruppe und IQAM, dem Institut für quantitatives Asset-Management sowie den freundlichen Damen von der UNIQA-Versicherung, die mir ihre Leistungsberechnungen zur Verfügung gestellt haben. Mein ganz spezieller Dank gilt auch Herrn Univ.-Prof. Karl Kollmann von der Arbeiterkammer und Johannes Pundy von der Pensionsversicherungsanstalt PVA. Sie haben mir bereits über viele Jahre mit ihren Fachpublikationen wertvolle Anregungen gegeben und sind mir auch diesmal mit ihren Ratschlägen hilfreich zur Seite gestanden.

Und bedanken sollte ich mich auch bei meiner Familie und meinen Freunden, die einige Zeit lang viel Geduld mit mir haben mussten, als ich mich zum Buchschreiben wieder einmal völlig zurückgezogen hatte.

 

Walter Sonnleitner

 

 

P.S.: Trotz sorgfältigster Recherchen und genauer Kontrolle ist es möglich, dass sich im Text und in den Berechnungen Fehler und Ungenauigkeiten eingeschlichen haben. Wir weisen daher darauf hin, dass wir für die absolute Richtigkeit keine wie immer geartete Haftung übernehmen können.

Glücklich leben – zufrieden sterben