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Mark Bredemeyer

 

 

Runenzeit

Krieg um Germanien

 

 

 

 

 

 

Schön stritten wir: Wir sitzen auf Leichen,

von uns Gefällten, wie Adler auf Zweigen.

Hohen Ruhm erstritten wir, wir sterben heut oder morgen:

Den Abend sieht niemand wider der Nornen Spruch.

 

 

Hamdismal, Lieder-Edda

 

Impressum

 

Dresdner Buchverlag Fantasy

Epub-Version: Dezember 2015

PDF-Version: Dezember 2015

 

© Dresdner Buchverlag, Weimarische Str. 7, 01127 Dresden •
www.dresdner-buchverlag.de • kontakt@dresdner-buchverlag.de

 

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Übersetzung, des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

 

Urheberrecht am Text: Mark Bredemeyer

Coverbild: Kristina Gehrmann

Layout: Dajana Mehner, Jörg Hausmann

KARTENMATERIAL AM BUCHENDE erstellt durch den Autor

Satz: Dresdner Buchverlag

 

ISBN Printausgabe: 978-3-941757-19-6

ISBN E-Book-Ausgabe Epub: 978-3-941757-57-8

Preis E-Book-Ausgabe Epub: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

Was bisher geschah

 

Das römische Imperium mit dem Caesar Augustus an der Spitze ist um die Zeitenwende auf dem Höhepunkt seiner Macht und will nach den Gebieten zwischen Rhein und Elbe greifen. Seit Jahrzehnten durchziehen römische Truppen bereits die Stammesgebiete jenseits von Rhein, Donau, Ems und Weser – doch nur mit mäßigem Erfolg. Trotzdem sind Krieg und Vertreibungen für die hier siedelnden germanischen Stämme an der Tagesordnung und der Druck der römischen Militärmaschinerie wächst von Jahr zu Jahr weiter.

Eine Gruppe mächtiger Zauberinnen sieht eine alte Prophezeiung als letzten Ausweg, die Unterwerfung der freien germanischen Stämme durch das römische Imperium zu verhindern. Der »Nadarwinna«, mythischer Kämpfer und Weltenretter, sowie sein Widersacher müssen her – entsprechend der Prophezeiung Vater und Sohn. Doch die Zauberinnen entdecken den Nadarwinna in ihren Träumen in einer fremden, weit entfernten Welt: in einer anderen Zeit! Mit Hilfe uralter magischer Himmelsscheiben und machtvollen Runenzaubern gelingt es ihnen, ein Tor zwischen den Zeiten zu öffnen.

 

Leon Hollerbeck erbt in der Nähe von Bremen ein idyllisch gelegenes Haus von seinem vermissten und für tot erklärten Onkel Armin. Beim Herumspielen mit der Google-Earth-Software entdeckt er eine auffällige Markierung auf dem Boden seines Grundstücks. Neugierig geworden gräbt er dort und fördert eine alte Bronzescheibe sowie ein Tongefäß mit beschrifteten Holzplättchen darin zutage. Und genau zum Zeitpunkt der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche befördert er durch ein Missgeschick die Bronzescheibe und einige der Holzplättchen in ein Kaminfeuer. Ein unerklärlicher Feuersog entsteht, welcher den bewusstlosen Leon verschlingt.

Verwirrt erwacht er auf einer Lichtung, umgeben von einem ihm unbekannten Wald. Dieser Wald ist von einer derart gewaltigen Urwüchsigkeit, wie Leon sie noch nie gesehen hat. Als er von drei mit Speeren bewaffneten Männern gefangen genommen und gequält wird, ahnt er noch nichts davon, dass er zwei Jahrtausende in der Zeit zurückgeschleudert wurde. Ihm gelingt die Flucht und er findet Unterschlupf bei einem freundlicheren Menschen, dem Schmied Skrohisarn.

Dieser lehrt ihn geduldig in den folgenden Monaten seine Sprache; zum Tausch muss Leon bei ihm hart arbeiten. Erst als er anfängt, Skrohisarn über seinen Aufenthaltsort auszufragen, erfährt er nach und nach von kämpfenden Stämmen, Häuptlingen und einer Armee von »Romani«. Anfangs verwirrt, keimt schon bald ein ungeheuerlicher Verdacht in ihm: Der Schmied spricht von »Römern«!

Leon vermutete bereits, aus unerklärlichen Gründen in eine abgelegene Gegend verschleppt worden zu sein. Doch langsam erkennt er, dass er eine Zeitreise gemacht haben muss!

Nach dem ersten Schock begreift er, dass Skrohisarn ein »Chauke« ist und die zahlreichen Waffen für den Häuptling Ingimundi bestimmt. Leon, dem der Schmied den chaukischen Namen »Witandi« gegeben hat, soll ihn an Mittsommer zur Übergabe auf den Versammlungsplatz »Hegirowisa« an der Weser begleiten.

Leon ahnt noch nichts davon, dass seine Freundin Julia in der verhängnisvollen Nacht ebenfalls durch das mysteriöse Feuer in diese Welt gezogen worden war. Sie wird von denselben Männern, die Witandi kurz gefangen gehalten hatten, grausam misshandelt und danach bei einem Sklavenhändler gegen Pferde eingetauscht. Ein römischer Centurio aus einem Militärlager an der Weser erwirbt sie und pflegt die mittlerweile Schwerkranke wieder gesund.

 

Unterdessen wird die Versammlung der Chauken von römischen Truppen überfallen, die einen Waffenmarkt von germanischen Widerständlern vermuten. Mit dem Lichtstrahl seiner Taschenlampe sowie einer Art von Molotow-Cocktails aus ölgefüllten Amphoren kann Witandi in den Kampf eingreifen und die Römer in Furcht und Schrecken versetzen. Als aber plötzlich Schüsse knallen und er Patronenhülsen findet, stellt Witandi geschockt fest, dass er offenbar nicht der einzige Zeitreisende ist.

Er erfährt, dass die Waffe dem Angrivarier »Bliksmani«, dem »Blitzschleuderer«, gehört, einem legendären Anführer germanischer Widerstandskämpfer.

Doch zu Witandis Entsetzen ist der Schmied Skrohisarn auf dem Kampfplatz getötet worden. Der Chaukenhäuptling Ingimundi bietet dem jungen Mann daher an, ihn in sein Dorf zu begleiten. Währenddessen führt ein von Bliksmani durchgeführter Gegenangriff auf das nahe Römerlager Phabiranum zu dessen Aufgabe und der Flucht der Legionäre.

Julia, vom Centurio zurückgelassen, fällt dort schon bald Bliksmani in die Hände. Da sie diesen auf Hochdeutsch anredet, erkennt er sofort, dass sie ebenfalls aus einer anderen Zeit gekommen sein muss.

So erfährt Bliksmani nun auch von Leon.

In Ingimundis Dorf freundet sich Witandi zwischenzeitlich mit dem Sohn des Schmieds, Werthliko, und Ingimundis Sohn Ingimer an, in dessen Schwester Frilike er sich verliebt. Doch die Römer wollen Rache für die kürzlich erlittene Niederlage und mit allen Mitteln an das Gewehr und die Taschenlampe kommen. Sie suchen Witandi und überfallen Ingimundis Dorf. Als sie ihn dort nicht finden, nehmen sie Frilike sowie weitere Frauen als Geiseln.

Witandi beschließt, den Besitzer des Gewehrs, Bliksmani, um Unterstützung bei der Befreiung zu bitten, denn die Übermacht der Römer ist zu gewaltig.

Als Witandi und Bliksmani sich erstmals gegenüberstehen, ist der Schreck groß: Bliksmani entpuppt sich als der vor Jahren schon verschwundene Onkel Armin, der Leon das Haus vererbt hat! Dieser hatte genug von seinem verpfuschten Leben als unehrenhaft entlassener Soldat und wollte sich eigentlich in seinem Haus in die Luft sprengen. Stattdessen verschluckte auch ihn der mysteriöse Feuerwirbel, außerdem Teile einer illegalen Waffenlieferung. Was Armin noch nicht weiß: Eine Gruppe mächtiger Zauberinnen hat ihn als den mythischen Weltenretter »Nadarwinna« ausersehen und ihn auf diese Reise geschickt. Beim kriegerischen Stamm der Angrivarier wird Armin zum gottgleichen Zauberer und Kriegerhäuptling – aus Armin wurde Bliksmani, der Blitzschleuderer.

Doch Bliksmani verweigert seinem Neffen Witandi die Unterstützung und sperrt ihn sogar ein, um ihn an der Rettungsaktion zu hindern und damit vor einer vermeintlichen Dummheit zu bewahren.

Hier trifft Witandi auch erstmals Julia wieder, die aber mittlerweile erfahren hat, dass er eine andere Frau liebt und diese befreien will. Sie reagiert wütend und wirft ihm vor, Schuld an ihrer Lage zu haben. Enttäuscht und auf Rache sinnend bindet sie sich an Bliksmani und versucht fortan, Witandi zu schaden.

Trotzdem gelingen diesem in einer halsbrecherischen Aktion der Diebstahl eines Sturmgewehrs mitsamt einer schusssicheren Weste sowie die Flucht. So ausgestattet bricht er zur Befreiung der Frauen auf – eigentlich ein aussichtsloses Unterfangen, aufgrund der erdrückenden Überzahl an Römern.

Unverhoffte Unterstützung kommt von einer chaukischen Armee unter Führung des Ingimundi, Vater von Frilike. In einer großen Schlacht werden die römischen Truppen zurückgeschlagen und die entführten Frauen befreit. Diese fallen bei ihrer Flucht jedoch Bliksmani in die Hände, welcher versucht, sie gegen die gestohlene Waffe und die schusssichere Weste zurückzutauschen. Doch Witandi gelingt es mit einer List, sowohl die Frauen zu befreien als auch die Waffe zu behalten. Seinem kriegslüsternen Onkel will der diese nicht zurückgeben, da er neuen Kampf und Krieg fürchtet.

Den wütenden und enttäuschten Bliksmani hinter sich lassend, kehren Witandi und Frilike mit den anderen Chauken zurück in ihre Dörfer.