Über Mely Kiyak

Mely Kiyak, geboren 1976, lebt als Publizistin in Berlin. Ihre Texte erscheinen in der ZEIT, Welt und taz. Sie ist politische Kolumnistin der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung. Mely Kiyak hat in zahlreichen Anthologien veröffentlicht und Sachbücher zum Thema Integration und Migration geschrieben, war Teilnehmer an der Deutschen Islamkonferenz und ist neuerdings Mitglied in der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur. Vor Jahren klopfte sie an die Klosterpforte der Abtei zur Heiligen Maria in Fulda, um bei den Nonnen das Gärtnern zu erlernen. Seither ist sie den Benediktinerinnen in Freundschaft verbunden. 2011 wurde Mely Kiyak mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet.

Für die Benediktinerschwestern der Abtei Fulda, die mir ihr Haus und ihre Herzen öffneten

Da sitzen sie. Aus allen Winkeln des Klosters sind sie gekommen. Aus der Holzwerkstatt, aus dem Waschhaus, aus der Bibliothek, aus dem Garten; nach und nach hat sich das Chorgestühl gefüllt. Manche Nonne hat kurz zuvor die blaue Arbeitskleidung gegen den feierlichen Habit getauscht. Ein Streifen weißer Stoff umrahmt das ganze Gesicht. Schwer schimmern die schwarzen Schleier auf ihren Köpfen. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist, kommt einige Minuten eher und setzt sich auf seinen Platz. Es folgt ein Moment, in dem die anwesenden Nonnen durch ihr Warten verbunden sind. Während die eine in sich versunken ist, schaut eine andere neugierig oder müde oder vergnügt. Wer darauf achtet, sieht, wie die Äbtissin in der letzten Reihe leise auf das Holz klopft. Der Gesang setzt ein. Eingeweihte werden ihn als Gregorianik erkennen. Was folgt, ist ein Wechsel aus Gebet, Fürbitte und Lesung. In der Mittagshore läuten Punkt zwölf die Glocken. Dies ist der Zeitpunkt, da alle Schwestern gemeinsam in sich gehen. Wird man jemals in Erfahrung bringen können, worüber sie in dieser knappen Minute nachdenken? Was geht der 87-jährigen Schwester Candida durch den Kopf, wenn sie ihre Lupe ablegt und die Augen schließt? Worüber lächelt die 93-jährige Schwester Agatha sogar noch im In-sich-versunken-Sein? Schwester Fidelis sieht erschöpft aus. Wen wundert es? Wer den ganzen Tag auf dem stickigen Teeboden Kräuter von dieser auf jene Seite wendet, den kann im kühlen Kirchenraum ein Nickerchen überfallen. Und die anderen? Das Wesen eines Menschen offenbart sich nicht zwingend im schweigenden Gebet. Wer die Frauen kennt, weiß, in welche Richtung sie nach dem Gottesdienst die Kirche verlassen werden. Aber noch sind sie da. Beten und bitten. So geht das schon seit Generationen. Jeden Mittag, jeden Nachmittag, jeden Abend, zur Nacht und am frühem Morgen versammeln sie sich in ihrer kleinen Kirche mitten in der Altstadt von Fulda. Wer weiß, wie viele Generationen sie dort noch sitzen werden? Sie sind nie ganz vollzählig versammelt. Aber – sie sind da. Da sitzen sie.

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Der Klostergarten in Fulda erzählt eine Geschichte. Dabei ist es weniger eine Geschichte des Gartens, als vielmehr die seiner Gärtnerinnen. Und wie bei jeder Erzählung, die ihren Anfang in der Vergangenheit hat, liegt ihr genaues Datum im Verborgenen. Der Ort jedoch, an dem dieses unter botanischen und unternehmerischen Gesichtspunkten nicht ganz unwichtige, kleine Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte seinen Lauf nahm, ist genau überliefert: ein Schreibtisch. Ein Schreibtisch einer Nonne markiert den Anfang der Gartengeschichte, die hier erzählt werden soll, weil sich die Schönheit von Gärten und Geschichten nur offenbart, wenn man sie aus dem Verborgenen birgt.

 

Leider leben nicht mehr alle gärtnernden Nonnen der Abtei zur Heiligen Maria in Fulda. Weil aber fast alle Klostergärtnerinnen viel notiert, jedes Jahr Gartenpläne gezeichnet und aufgehoben, Fotos angefertigt, Briefe geschrieben und empfangen haben, existiert ein umfangreiches Gedächtnis, das, wer zu Pathos neigt, gerne als grünes Vermächtnis bezeichnen darf. Es besteht aus kryptischen Eintragungen auf den Rändern von alten Feldpostformularen aus dem Bestand der im Kloster einquartierten Wehrmachtssoldaten. Geschrieben wurde auch auf Rückseiten von Briefen, auf leere Stellen von Werbezetteln, in alte Kladden, die rechts herum Rechnungsbuch waren und links herum Tagebuch. Die Schrift der Aufzeichnungen wird im Laufe der Jahrzehnte größer, das Papier dicker, die Hefte sind nicht mehr bis auf den letzten Millimeter gefüllt, die Texte enthalten Absätze, weil sich die wirtschaftliche Situation des Klosters zunehmend verbesserte. Die Schrift war auch deshalb größer geworden, weil die Nonnen älter und ihre Augen immer schwächer wurden. Doch nie hörten sie auf zu gärtnern und nie hörten sie auf, alles festzuhalten. Sie taten beides: gärtnern und schreiben. Das gehört bei diesen Benediktinerinnen zusammen. Es ist zu ihrer Tradition geworden.

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Alle Jahrhunderte hindurch bis heute hat sich eine schöne Sitte in Klöstern erhalten. Am Ende eines Jahres schickt man befreundeten Klöstern, zumeist aus dem gleichen Orden, einen Rundbrief, in dem mitgeteilt wird, was im vergangenen Jahr geschah. Wer eingetreten oder verstorben ist, ob man Bauarbeiten am Haus hatte, und auch Anekdoten und Geschichten werden und wurden je nach Erzähltalent des Briefschreibers mehr oder weniger ausführlich aufgeschrieben.

Ein Mal im Jahr erhielt die Abtei Fulda auch Post aus dem berühmten Benediktinerinnenkloster Stanbrook. Die Stanbrooker Chronistinnen hatten eine äußerst köstliche und unterhaltsame Art, aus ihrem Leben zu berichten. Kenner klösterlicher Korrespondenz werden sicherlich entzückt aufmerken und sagen, Stanbrook ist doch jenes Kloster, aus dem man den veröffentlichten Briefwechsel des berühmten Dramatikers George Bernhard Shaw und der Äbtissin Laurentia McLachlan kennt! So ist es. Die Stanbrooker Schwestern hielten aber auch Kontakt zur Abtei Fulda. In den Abendstunden übersetzte Schwester Laurentia diese Briefe aus dem Englischen ins Deutsche. Wie viele ihrer Mitschwestern hatte sie verschiedene Ämter. Sie arbeitete in der Infirmerie, wie man in Klöstern die Krankenstation nennt, außerdem war sie Küchen- und Gastmeisterin. Dabei war sie stets in leitenden Positionen tätig, in den Kriegsjahren sogar als Stellvertreterin der Äbtissin. Vielleicht kann man das ein erfülltes Ordensleben nennen oder Karriere, jedenfalls war sie schwer beschäftigt. Dennoch bereitete es Schwester Laurentia großes Vergnügen, die Briefe zu übersetzen. Kein Wort ließ sie aus, die Pointen saßen auch in der deutschen Übersetzung.

 

Eines Abends übersetzte Schwester Laurentia aus der Chronik von Stanbrook, die das Jahr 1948 beschrieb. Dabei ging es unter anderem um den armen Gärtner und ehemaligen Kriegsgefangenen Crescenzo Malatesta, der als klösterliche Gartenhilfe eingeteilt worden war und nach zehn Jahren endlich nach Hause fahren durfte. Allerdings ließen ihn die Schwestern erst im Winter abreisen, damit er den Gemüsegarten vorher noch einmal bestellen konnte. Überhaupt ging es in der Chronik aus jenem Jahr viel um den Garten. Besonders eine Passage brachte die sechzigjährige Schwester Laurentia gewaltig ins Grübeln.

 

Die englische Chronistin schrieb: »Jede Generation ist die Verwalterin des Bodens, auf dem sie lebt; deshalb muss der Boden in denkbar bestem Zustand der Nachwelt übergeben werden. Gott, der Schöpfer der Pflanzen- und Tierwelt und der Menschen, in die alle er auch den Samen für künftiges Wachstum gelegt, hat die Erde befähigt, sich unaufhörlich zu erneuern und zu verbessern durch natürliche Mittel. Es war schon immer für einige von uns eine beliebte Lektüre, über Landwirtschaft und Bodenbeschaffenheit und seine Ausnützung zu lesen.«

 

Schwester Laurentia war derart aufgeregt, dass sie die Stellen grammatikalisch nicht ganz korrekt übersetzte, was bei ihr absolut unüblich war. Sie hatte einen Satz durchgestrichen und war handschriftlich in den Text gegangen, außerdem war die Stelle am unteren Blattrand zerfetzt. Sie hatte die Seite wohl oft in der Hand. Bis auf dieses Blatt waren alle anderen erhaltenen Dokumente aus den Jahren 1933 bis 1951 akkurat und nahezu ohne Fehler abgetippt. Sie muss an dieser Stelle sehr aufgewühlt gewesen sein.

 

Man müsse, stand weiter im Stanbrooker Rundbrief des Jahres 1948, dem Boden Pflanzliches zurückgeben, denn chemische Düngungen und ausgedehnte Waldabholzungen würden den Boden auslaugen. Eine Einsicht, die heute weitgehend bekannt ist, doch in den vierziger Jahren waren solche Ansichten hot news. Der italienische Gärtner und die Stanbrooker Schwestern hatten schon einiges ausprobiert, um im Garten humusreiche Erde herzustellen. Denn sie berichteten von verschiedenen Methoden und darüber, dass viele Kleingärtner und Bauern nicht genug Naturdung auftreiben konnten und deshalb zu Kunstdünger griffen, der zwar die richtigen Stoffe enthalte, aber nicht natürlich, sondern künstlich sei und demzufolge »ohne Leben«. Dies lehnten die englischen Schwestern ab. Sie schienen die Ergebnisse der damaligen ökologischen Forschungen genauestens zu verfolgen und lasen die Texte des Biochemikers Dr. Ehrenfried Pfeiffer, der mit dem Anthroposophen Rudolf Steiner zusammenarbeitete und einen biodynamischen Hof in Holland betrieb. Die Stanbrookerinnen hatten Rudolf Steiners moderne Methoden zum Gartenbau studiert, sein Rezept zum schnellen Kompostieren aber hielt er stets geheim. Aus der Steinerschen Bewegung kam auch die Gärtnerin Miss MayeE.Bruce, die sich von den Anthroposophen lossagte, weil sie deren Philosophie ablehnte. So konnten nur Mitglieder der anthroposophischen Gesellschaft die Präparate zur Kompostaktivierung erwerben. Die Herstellung selber war zu kompliziert und es war eine Menge Hokuspokus im Spiel. Oder wie soll man das nennen, wenn ein Mittelchen seinen Zauber durch eingegrabene Ochsengalle bei Mondlicht erlangt oder durch Kräuter, die in Hirschblasen oder Kuhhörner gefüllt und eingebuddelt, nach einem halben Jahr wieder ausgebuddelt, pulverisiert und miteinander vermischt werden, aber nur durch Umrühren in eine Richtung? Es gab noch jede Menge anderer Merkwürdigkeiten, die man sich heute mit einem nachsichtigen Lächeln unter Gärtnern, die es inzwischen besser wissen, erzählt. Miss Bruce entwickelte daraufhin ein eigenes Mittel und eine eigene Methode. Von diesem Verfahren schwärmten die Stanbrooker Schwestern in ihrem Rundbrief. Schwester Laurentia übersetzte »Quick-Return-Method« ziemlich treffend als »Geschwind-Kompost-Methode«.

 

Miss Bruce ließ für ihr Rezept der schnellen Umwandlung von Kompost in Humus einfach die Zauber einflößende Prozedur weg, vermischte die getrockneten, pulverisierten Kräuter und rührte womöglich nach der feinen englischen, doch keinesfalls anthroposophischen Art. Die Stanbrookerinnen gaben über Rührmethoden in ihrem Jahresbrief jedenfalls keine Auskunft, wohl aber über das Rezept, denn im Gegensatz zu den geheimniskrämerischen Anthroposophen wollte Miss Bruce den Segen mit allen Menschen teilen. Das Rezept beinhaltete unter anderem getrocknete Brennnesseln und Schafgarbe vermischt mit Honig und Wasser, und nur wenige Wochen später, so stand es in der Chronik verbürgt, bekäme man reichen, dunklen Humus. Obendrein benötige man nur eine winzige Menge.

Ja, wenn das alles so wie beschrieben funktionierte, dann ließe sich das Grundproblem eines jeden Gartens lösen: Erde. Krümelige, satte Erde! Wie wunderbar das wäre!

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Warum war diese Passage über den Boden so wichtig für Schwester Laurentia? Das hatte mit der Not der Nachkriegsjahre zu tun, die eine Folge des Krieges war. Dazu muss erzählt werden, was während des Krieges geschah. Der Fortbestand des Frauenklosters St. Maria war nämlich ausschließlich der Finesse der Äbtissin zu verdanken. Aber der Reihe nach: Es passierte an einem Dezembertag 1940, als Schwester Laurentia und ihre Mitschwestern erfuhren, dass die Franziskanermönche oben auf dem Fuldaer Frauenberg aus ihrem Kloster vertrieben wurden. Von der Nonnengasse waren die Franziskanerbrüder nur zwanzig Gehminuten entfernt. Die Bedrohung war wirklich sehr akut. Äbtissin Maura Lilia hatte erst im Jahr zuvor die Verantwortung für das Kloster übernommen und war frisch im Amt. Als promovierte Juristin kam sie aus Berlin und zog mit einem wunderschönen, glänzenden Blüthner-Flügel und einem Stapel Partituren für Wagneropern ein. Sie hätte in ihrer freien Zeit lieber so oft wie möglich ihr Instrument, das noch heute im Kloster steht, gespielt. Maura Lilia blieb jedoch nichts anderes übrig, als eine Pianistenpause einzulegen. Als Oberin der Abtei mit 65 Mitschwestern musste sie ihre Aufgabe gewissenhaft wahrnehmen und versuchte sich für den Fall einer Klosterauflösung vorzubereiten. Schon lange bevor sie die Nachricht über die Franziskaner auf dem Frauenberg hörte, hatte sie sich nach Notquartieren umgeschaut und einen Plan zurechtgelegt. Denn die als »Himmlers Klostersturm« bekannten Beschlagnahmungen und Vertreibungen führten während des Krieges zur Auflösung vieler katholischer Gemeinschaften. Mutter Maura ahnte, was auf sie zukam.

 

Obwohl die Nonnen in den Kriegsjahren Nähaufträge für die Wehrmacht übernahmen, war abzusehen, dass ihnen daraus kein Vorteil entstand. Tag und Nacht besserten sie Uniformen und Zelte aus. Oft auch im Luftschutzkeller, den sie sich eingerichtet hatten. Es gibt ein Foto, auf dem man die im Kreuzgang meterhoch aufgestapelten Soldatenuniformen sieht. Wie berechtigt die Befürchtungen waren, dass die Schwestern durch die Näharbeiten keineswegs unter besonderem Schutz standen, bewahrheitete sich an einem Januarabend 1942. Im Stadtschloss gab es einen Standesbeamten mit Namen Lorenz Fuß. Er bekam mit, dass die Nazis kurz davor standen, das Kloster zu beschlagnahmen. Schnell lief er ins Kloster hinüber und warnte Äbtissin Maura. Noch in derselben Nacht fuhr die Äbtissin nach Kassel zur Generalkommandatur. Die Adresse hatte sie vom Benediktinerabt Basilius Ebel aus Trier erhalten. Die Kontaktaufnahme in Kassel schien zunächst ergebnislos gewesen zu sein, denn wenige Tage später fuhr sie erneut dorthin. Einen Tag darauf bekam das Kloster Besuch von einer »höheren Stelle« aus Kassel. Die Besetzer mussten das Kloster verlassen. Die Nonnen durften in ihrem Zuhause bleiben. Wer wohl mehr gestaunt hat? Die Besatzer oder die Nonnen? Die Sache hatte nur einen kleinen Haken: Die Schwestern mussten etwas zusammenrücken. Siebzig zusätzliche »Gäste« aus der Wehrmacht zogen ein. Sie nannten sich »Standortgebührnisstelle«, blieben eineinhalb Jahre lang und wohnten im Gästehaus und in einem Gebäude, das mitten im Klosterhof stand. Als im Sommer 1943 die Behörde in eine Kaserne umziehen sollte, sorgte die Äbtissin dafür, dass ja kein Leerstand entstand. Sie benachrichtigte flugs die Bewohnerinnen des ausgebombten Bremer Altenheims St. Elisabeth, dass sie mit ihren Betreuerinnen einziehen konnten, aber schnell! Zwischen dem Auszug der Wehrmacht und dem Einzug der erschöpften, alten Damen und ihren Pflegerinnen vergingen nur wenige Tage. Es war geschafft. Das Kloster war überbelegt. Wer hätte da Soldaten unterbringen und kranke, verängstigte Alte auf die Straße setzen wollen, die alle zwischen fünfundsiebzig und hundert Jahre alt waren?

 

Im September 1944 erlebte Fulda den größten Bombenangriff. Mitten in den Klosterhof fiel eine Bombe, die fast sämtliche Fenster der Kirche, im Kreuzgang und im Haus zerstörte und die Dächer zum Teil abdeckte. Der darauf folgende Winter muss eine Tortur gewesen sein. Es wird schrecklich gezogen haben. Doch bei allem Kummer hatten die Benediktinerinnen zunächst ihr Ernährungsproblem zu lösen. Nicht nur für sich, sondern auch für ihre Schützlinge. Außer einem Garten besaßen die Klosterbewohnerinnen kaum etwas. Ihnen wurde klar, dass sie anfangen mussten, diesen Garten zur Existenzgrundlage zu machen. Leben »von der täglichen Handarbeit«, wie es die Mönchsregel vorschreibt oder wie man es heute etwas anders ausdrückt, von der eigenen Hände Arbeit leben, ist für Benediktinerinnen nichts Ungewöhnliches, sondern Alltag, jedoch: Die Schwestern hatten kaum Gartenerfahrung.

 

Es führte kein Weg daran vorbei: Die vor dem Krieg vorhandenen Werkstätten wie Stickstube, Holzwerkstatt und Buchbinderei brachten längst nicht mehr genug ein. Die Bevölkerung war ebenfalls arm, und deshalb mangelte es den Benediktinerinnen an Aufträgen. Wenn man die vielen Klosterbewohnerinnen ernähren wollte, reichte der 20006