PAS: Player Agent Study Vol. 1

Spielerberater – eine berufliche Tätigkeit in der Professionalisierung

Eine explorative, theoretische und empirische Untersuchung zum Berufsfeld des Spielerberaters

Von: Prof. Dirk Jungels, Prof. Michael Förch, Prof. Christian Vogt

 

1. Einführung:

Liest man die Meinungen, zum Status Quo der Berufsforschung und Berufswissenschaft so wird festgestellt, dass diese im gesellschaftlichen Bewusstsein kaum verankert ist (vgl. Pahl, J.-P. 2013: Berufsforschung und Berufswissenschaft – eine Einführung zu Ausformungen, Aufgaben und Perspektiven. In: Pahl, J.-P./Herkner, V.: Handbuch der Berufsforschung 2013, S. 16). Anders wird die Situation jedoch im Wissenschaftsbereich beurteilt, zur Berufsforschung und Berufswissenschaft liegen derzeit relativ viele Analysen, Untersuchungen und Dokumentationen vor, bei denen allerdings die Monodisziplinarität bemängelt wird und der gesamte Bereich nicht systematisiert ist (vgl. Pahl, J.-P. 2013: Berufsforschung und Berufswissenschaft – eine Einführung zu Ausformungen, Aufgaben und Perspektiven. In: Pahl, J.-P./Herkner, V.: Handbuch der Berufsforschung 2013, S. 16).

Gleichwohl haben Berufe und der Berufsbegriff eine lange Tradition. Die Forschung in diesem Bereich geht dabei zurück bis in die Antike und betrachtet das Mittelalter mit seiner ständischen Ordnung, auch wenn sich die Bedeutung des Begriffs Beruf gewandelt hat (vgl. Pahl, J.-P. 2013: Berufsforschung und Berufswissenschaft – eine Einführung zu Ausformungen, Aufgaben und Perspektiven. In: Pahl, J.-P./Herkner, V.: Handbuch der Berufsforschung 2013, S. 17). Auch der Begriff der Profession und der Professionalisierung wird debattiert, gilt jedoch als nur schwer übertragbar (vgl. Dostal, W. 2006: Berufsgenese. Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Band 302 S. 8).

Nach Beck kann von einem erlernten wie auch ausgeübten Beruf gesprochen werden „wenn Individuen (und nicht z. B. Kollektive) Träger der Arbeitsteilung sind und wenn die Aufteilung der von den Individuen jeweils zu übernehmenden Arbeiten dauerhaft und exklusiv (und nicht z.B. rotierend) organisiert ist.“ (Beck, U., Brater, M., Tramsen, E.: Beruf, Herrschaft, Identität. In: soziale Welt, Heft 1/2, 1976. In: Bolte, K.-M., Beck, U., Brater, M.: Der Berufsbegriff als Instrument soziologischer Analyse. In: Bolte, K.-M. (Hrsg.): Mensch, Arbeit und Betrieb. Beiträge zur Berufs- und Arbeitskräfteforschung, 1988, S. 50).