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Mit der kostenlosen »GU Einfach Kochen«-App zum Buch hast Du Deine Lieblingsrezepte immer dabei!

Und so einfach geht’s:

Lade die kostenlose »GU Einfach Kochen«-App im Apple App Store oder im Google Play Store auf Dein Smartphone. Starte die App und wähle Dein Buch aus. Scanne das gewünschte Rezeptbild mit der Kamera Deines Smartphones. Klicke im Display auf die Funktionen Deiner Wahl: Sammele Deine Lieblingsrezepte und teile sie mit Deinen Freunden, speichere und verschicke Deine Einkaufslisten per E-Mail oder finde ganz einfach den nächsten Supermarkt in Deiner Nähe.

Basics
für Deine Lieblingsquiche

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1 Die Backform

Die Quiches in diesem Buch kannst Du alle perfekt in einer Springform mit 28 cm Ø backen. Je dunkler die Form, umso besser leitet sie die Hitze weiter, der Teig wird knuspriger. Schwarzblech ist ideal. Tipp: Löse die Quiche vor dem Anschneiden aus der Form. So gibt es keine Kratzer. Wer mag, kann auch eine flachere Tarteform mit 30 cm Ø nehmen. Auch dafür sind die Mengen von Teig und Belag richtig. Der Belag wird allerdings flacher und die Quiche ist ca. 5 Min. früher durchgebacken.

2 Das Backpapier

Zwischen zwei Lagen kannst Du Mürbeteig problemlos ausrollen. Einfach ein Stück Backpapier von der Rolle abreißen, die Teigkugel darauflegen und mit einem zweiten Stück abdecken. Jetzt geht das Ausrollen ganz leicht. Das Papier kannst Du mehrmals verwenden. Einfach falten und mit der Teigrolle im Küchenschrank deponieren. Klarsichtfolie ist übrigens nicht gut geeignet, sie »verwurschtelt« schnell.

3 Die Teigrolle

Zeitlos schön und praktisch ist die Teigrolle aus Holz, die auch »Rollholz« oder »Nudelholz« genannt wird. An Rollen aus Alu oder Silikon bleibt Teig weniger haften, ein Vorteil für alle, die ihn nicht zwischen Papier ausrollen. Willst Du öfter mal Quiche für mehrere auf dem Backblech machen? Dann kauf am besten eine Rolle mit hochklappbaren Griffen. Damit kannst Du den Teig direkt auf dem Blech ausrollen und kommst bis an den Rand.

4 Die Reibe

Fertig geriebener Käse aus der Tüte schmeckt fad. Wenn Du aromatischen Geschmack für Deine Quiche wünschst, kaufst Du Käse am Stück und reibst ihn frisch. Nimm dafür eine normale Raspel, eine spezielle Käsereibe oder die lange schmale Universalreibe mit dem praktischen Griff. Mit der kannst Du auch Zitrusschalen abreiben oder Muskatnuss, Ingwer und Meerrettich fein zerkleinern.

5 Der Backofen

Jeder tickt anders! Deshalb kann die Backzeit variieren. Der eine Ofen heizt oben mehr als unten, der andere wird hinten heißer als vorne. Und ob er die eingestellte Temperatur wirklich erreicht, kannst Du nur mit einem speziellen Thermometer überprüfen. Am besten immer rechtzeitig nachschauen, wie es um die Quiche bestellt ist. Dazu den Küchenwecker auf 5–10 Min. vor der angegebenen Zeit einstellen.

Top 5
für 1-a-Quiche-Qualität

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1 Mehl

Sein Klebereiweiß sorgt dafür, dass der Teig Struktur bekommt, also zusammenhält und elastisch wird. Viel Klebereiweiß haben Weizen-, Dinkel- und Kamutmehl. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Mehl weiß oder dunkel ausgemahlen ist. Wenn Du Vollkornmehl nimmst, gib etwas mehr Flüssigkeit (ein paar Teelöffel Wasser oder Milch) zum Teig. Ob weiß oder dunkel: Qualität ist wichtig. Nicht unbedingt zur billigsten Packung greifen!

2 Butter

Sie sorgt beim Mürbeteig für das typische Aroma und den Knuspereffekt. Du kannst sie durch Margarine ersetzen, aber: Der Teig hat mit Butter einfach viel mehr Geschmack. Im Supermarkt kannst Du wählen zwischen der milderen Süßrahm- und der intensiver schmeckenden Sauerrahmbutter. Sie sollte auf jeden Fall frisch sein: Ranzige Butter gehört nicht in den Teig, sondern in den Abfall!

3 Eier

Damit sie den Teig saftig machen und dem Belag Stabilität geben, müssen sie vor allem frisch sein. Wenn die Eier dann noch von einem Huhn aus Freilandhaltung kommen, ist beste Qualität garantiert. Ein Bio-Ei hat auf der Schale eine 0, eines aus Freilandhaltung eine 1. Das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt bei genau 28 Tagen nach dem Legetag. Älter soll das Ei auf keinen Fall sein! Die meisten Eier wiegen zwischen 53 und 63 g (Gewichtsklasse M). Und die haben wir für fast alle Rezepte verwendet.

4 Sahne & mehr

Süße Sahne macht den Belag mild und cremig, saure bringt eine leichte Säure ins Spiel. Bei der süßen Sahne muss es nicht die klassische mit 30 % Fettgehalt sein. Du kannst auch die fettärmere »Sahne zum Kochen« verwenden. Saure kannst Du durch Crème fraîche (fettreicher und dadurch noch geschmacksintensiver) ersetzen. Quark (heißt auch Schichtkäse oder Topfen) darf mager oder vollfett sein. Ebenfalls möglich: Ricotta oder Frischkäse.

5 Käse

Kein Muss, aber fast in jeder Quiche dabei! Käse gibt dem Belag Halt und vor allem Geschmack. Weiche Sorten wie Butterkäse, junger Gouda, Mozzarella oder Taleggio und Fontina machen das Quiche-Obenauf cremig und mild. Sie werden gewürfelt, weil sie sich nicht gut reiben lassen. Reife Hartkäse wie Greyerzer, alter Bergkäse und Parmesan haben würzigen Geschmack und kommen frisch (!) gerieben am besten zur Geltung. Kräftiges Aroma bringen Gorgonzola und Schafskäse (Feta) mit.

Mürbeteig

wunderbar knuspriger Klassiker

Zubereitungszeit: ca. 15 Min.

Kühlzeit: ca. 1 Std.

Pro Portion (bei 6): ca. 290 kcal

Für 1 Quiche (4–6 Personen)

225 g Mehl

120 g kalte Butter*

1 TL feines Salz

1 Ei (Größe M)

Außerdem:

Backpapier

Springform (28 cm Ø)

*Je feiner die Butter desto feiner der Teig! Denn sie gibt dem Teig am meisten Geschmack. Und je mehr Butter im Teig ist, desto mürber wird er.

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1 Das Mehl und die Butter abwiegen, Salz und Ei bereitlegen. Das Mehl mit dem Salz auf der Arbeitsfläche oder einem Backbrett mischen. Die Butter grob würfeln und darauflegen.

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2 Das Ganze jetzt mit einem großen schweren Messer kreuz und quer durchhacken, bis die Butter klein gewürfelt ist.

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3 Das Ei zugeben und alles mit kühlen Händen (vorher kalt abspülen und abtrocknen) von außen nach innen zu einem glatten Teig verkneten. Falls der noch zu trocken ist, tropfenweise eiskaltes Wasser zugeben.

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4 Den Teig zu einer Kugel formen. Ein Stück Backpapier auf die Arbeitsfläche legen, den Teig in der Mitte platzieren und mit einem Stück Papier bedecken. Dann den Teig mit der Teigrolle in Größe der Form ausrollen.

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5 Von der Mitte nach außen rollen, dabei immer wieder die Richtung ändern. So wird der Teig gleichmäßig rund. Wenn er am Rand größere Risse zeigt, das obere Papier abziehen und die Risse »flicken«. Den Teig danach weiter ausrollen.

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6 Das obere Papier abziehen, den ausgerollten Teig in die Form stürzen, das untere Papier ablösen. Einen gleichmäßig hohen Rand – ca. 3 cm – hochziehen. Den Teig in der Form mindestens 1 Std. in den Kühlschrank stellen.

 

Hast Du schon genug gerollt? Zum Prüfen den Formboden auflegen!

Ein Teig – viele Möglichkeiten

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MÜRBETEIG MIT AROMAKICK

* 1 EL frisch geriebener Käse (z. B. Hartkäse wie Parmesan oder Grana Padano) im Teig macht den Mürbeteig nicht nur würziger, sondern auch ganz besonders knusprig.

* Mediterrane Zutaten wie Kräuter oder Oliven passen zu Quiche mit Gemüse sehr gut. Also mal 2 TL gehackten Rosmarin, Thymian oder Oregano oder 1 EL gehackte Oliven mit unter den Teig kneten.

* Beim Mehl gibt es ebenfalls Spielraum: Einen Teil kannst Du durch geriebene Nüsse austauschen, z. B. Walnüsse oder Mandeln. Und auch mit Vollkornmehl – Weizen oder Dinkel – lässt sich Mürbeteig gut machen. Da Vollkornmehl ein bisschen mehr aufquillt, einfach 1–2 EL eiskaltes Wasser mit unter den Teig kneten.

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AHA! MÜRBETEIG KANN MAN RÜHREN!

* Ja, das geht auch! Dann musst Du weiche Butter verwenden. Und die Butter und das Ei sollten möglichst dieselbe Temperatur haben. Beide also mindestens 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen! Die Butter würfeln und mit dem Ei in die Rührschüssel geben. Beides mit den Rührbesen des Handrührgerätes so lange durchrühren, bis die Butter heller wird und schön cremig aussieht. Jetzt kommen Mehl und Salz dazu, und ab jetzt wird auch wieder geknetet. Den Teig kannst Du dann aber nicht gleich ausrollen, dazu ist er noch zu weich. Verpacke ihn in Klarsichtfolie und lege ihn ca. 1 Std. in den Kühlschrank.

IMMER MIT DER RUHE!

* Nach dem Backen nur nicht hudeln …

Auch wenn die Quiche noch so appetitlich duftet, solltest Du unbedingt noch ca. 10 Min. warten mit dem Anschneiden. In dieser Zeit setzt sich nämlich die Flüssigkeit noch ein wenig und läuft deshalb nachher beim Schneiden nicht aus. Außerdem schmeckt die Quiche am besten, wenn sie nicht mehr knallheiß ist.

AAAAAAH – HILFE!

* Der Teig bricht beim Ausrollen!

Du hast ihn wahrscheinlich zu lange geknetet oder die Zutaten waren nicht kühl genug. In beiden Fällen bildet sich zu viel Kleber im Teig. Rettung: 1 zusätzliches Eiweiß unter den Teig kneten. Dann hält das Ganze gut zusammen.

* Plötzlich rennt die Zeit davon …

… und Deine Freunde stehen gleich vor der Tür. Und Du sollst doch den Teig noch 1 Std. kühlen. So geht’s auch: Teig in der Form ca. 10 Min. ins Gefrierfach legen.

* Zeit vergessen …

… und die Quiche ist verbrannt?

Dann schneide alle dunklen Stellen auf der Oberfläche großzügig ab und zu dunklen Teig natürlich auch. Den Rest in Stücke schneiden und mit frischen Kräutern bestreuen.

 

Mit frischen Kräutern bestreut sieht die Quiche gleich besser aus!

Quark-Öl-Teig

die schnelle Alternative zu Mürbeteig

Zubereitungszeit: ca. 15 Min.

Pro Portion (bei 6): ca. 230 kcal

Für 1 Quiche (4–6 Personen)

125 g Magerquark*

5 EL neutrales Öl

225 g Mehl

1 Ei (Größe M)

1 TL Salz

1 gestrichener TL Backpulver

Außerdem:

Springform (28 cm Ø)

Fett für die Form

Mehl zum Arbeiten

*Du kannst auch jeden anderen Quark verwenden, sogar Sahnequark. Und auch Schichtkäse oder Topfen sind bestens geeignet.

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1 Quark, Öl und Mehl abmessen und mit dem Ei, Salz und Backpulver bereitlegen. Der Quark soll nicht zu feucht sein. Lass ihn in einem Sieb kurz abtropfen. Die Form fetten.

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2 Den Quark mit dem Salz, dem Öl und dem Ei in einer Schüssel gut verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die Hälfte davon unter den Quarkteig rühren.

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3 Übriges Mehl dazugeben. Nun alles auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche umfüllen und mit den Händen zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten. Aber nicht länger kneten als nötig! Der Teig wird sonst klebrig.

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