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Stephen R. Covey

Die 7 Wege zur Effektivität für Familien

Prinzipien für starke Familien

Aus dem Amerikanischen von Ingrid Proß-Gill

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Die amerikanische Originalausgabe »The 7 Habits of Highly Effective Families« erschien 1997 bei St. Martin’s Press, LLC, USA.

All rights reserved. No part of this work may be reproduced or transmitted in any form or by any means, electronic or mechanical, including photocopying and recording, or by any information storage or retrieval system.

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Informationen sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Lektorat: Coaching & More Limited, Untermeitingen (www.coachingandmore.de)

Umschlaggestaltung: +malsy Kommunikation und Gestaltung, Willich

Umschlagfoto: Cameron/Corbis

Copyright © der Originalausgabe 1997 by FranklinCovey Company

©2014 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

Das E-Book basiert auf dem 2007 erschienenen Buchtitel „Die 7 Wege zur Effektivität für Familien“ von Stephen R. Covey, ©2007 GABAL Verlag GmbH, Offenbach.

Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

ISBN Buchausgabe: 978-3-89749-728-3

ISBN epub: 978-3-86200-910-7

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Dank

Dieses Buch ist das Ergebnis echter Teamarbeit. Ohne die Beiträge all dieser Menschen hätte es niemals veröffentlicht werden können. Jeder von ihnen hätte das Recht, seinen Namen auf dem Cover zu finden. Ich möchte ihnen allen meinen tiefen Dank aussprechen:

image  Meiner geliebten Frau Sandra für viele Ideen und Geschichten in diesem Buch, für ihre unermüdliche Unterstützung und Ermutigung, vor allem aber für die unendliche Hingabe, mit der sie in vier Jahrzehnten neun wundervolle Kinder großgezogen hat.

image  Meinen geliebten Kindern Cynthia, Maria, Stephen, Sean, David, Catherine, Colleen, Jenny und Joshua sowie ihren Ehepartnern und Kindern für ihre aufschlussreichen, oft sehr persönlichen Geschichten.

image  Boyd Craig für sein ausgezeichnetes Management des gesamten Buchprojektes, für seine nie erlahmende positive Energie, seine bemerkenswerte Urteilskraft und die reibungslose Zusammenarbeit mit Rebecca beim Edieren.

image  Rebecca Merrill für ihre ungewöhnliche Fähigkeit, die unzähligen Ideen, Geschichten und wissenschaftlichen Studien in diesem Buch so miteinander zu verflechten, dass es wie aus einem Guss wirkt. Ich habe noch nie eine so »zuverlässige Übersetzerin« gehabt.

image  Meinem lieben Bruder John M. R. Covey für seine lebenslange Loyalität und Freundschaft, seine Inspiration bei der Entwicklung der Ideen in diesem Buch und seine hervorragende Arbeit im Heim- und Familienbereich von FranklinCovey. Ich möchte auch seiner Frau Jane danken, der wundervollen Mutter einer großartigen Familie – ihre Arbeit im Buchteam und ihre Beiträge sind von unschätzbarem Wert.

image  Meinem Freund und Kollegen George Durrant, der immer an uns und dieses Buchprojekt geglaubt hat und uns wertvolle Unterstützung leistete.

image  Toni Harris und Pia Jensen, die uns unermüdlich unterstützten und viele wirklich einmalige Geschichten für dieses Buch zusammengetragen haben.

image  Rick Meeves für seine unglaubliche Forschungs- und Dokumentationsarbeit.

image  Wally Goddard, der dem Team die Erkenntnisse zahlloser Fachleute in Sachen Persönlichkeits- und Familienentwicklung zugänglich machte.

Außerdem möchte ich den folgenden Frauen und Männern für ihre Beiträge zu diesem Buch danken:

image  Meinen Partnern bei FranklinCovey für ihre Unterstützung bei diesem Projekt, insbesondere Greg Link, Stephen M. R. Covey, Roger Merrill, Patti Pallat, Nancy Aldridge, Darla Salin, Kerrie Flygare, Leea Bailey, Christie Brzezinski, Julie Shepherd, Gloria Lees und unserem externen Berater Richard Hill.

image  Unseren Freunden beim Verlag Golden Books, insbesondere Bob Asahina für seine hervorragende Bearbeitung – er sorgte dafür, dass wir immer am Puls des Lesers blieben. Und meiner charmanten und kreativen Literaturagentin Jan Miller.

image  Den Hunderten von Familien, die uns so bereitwillig von ihren Erfahrungen mit den 7 Wegen erzählt haben.

image  All den Mentoren, Lehrern, Wissenschaftlern, Autoren und Führungspersönlichkeiten, die mich im Laufe der Jahre beeinflusst haben.

image  Den Ehepartnern und Kindern aller Leute im Buchteam – für ihre Unterstützung, Ermutigung und Geduld und ihren Glauben an uns.

image  Meinen Eltern, meinen drei Schwestern Irene, Helen Jean und Marilyn und meinem Bruder John, die so unendlich viel dazu beigetragen haben, dass ich eine glückliche Kindheit hatte.

image  Schließlich möchte ich Gott dafür danken, dass er immer seine schützende Hand über mich gehalten hat.

Für alle Kinder, unsere gemeinsame Lebensaufgabe

Inhalt

Vorwort zur deutschen Ausgabe

Einige persönliche Worte zu Beginn

Vorwort von Sandra Merrill Covey

Sie werden 90 Prozent der Zeit nicht »auf Kurs« sein – aber das macht nichts!

1. Weg:  Pro-aktiv sein

Veränderungen in der Familie herbeiführen

2. Weg:  Schon am Anfang das Ende im Sinn haben

Ein Leitbild für die Familie entwickeln

3. Weg:  Das Wichtigste zuerst tun

Der Familie Priorität geben

4. Weg:  Gewinn/Gewinn denken

Vom »Ich« zum »Wir« gelangen

5. Weg:  Erst verstehen, dann verstanden werden

Familienprobleme durch einfühlende Kommunikation lösen

6. Weg:  Synergie schaffen

Unterschiede schätzen und gemeinsam mehr erreichen

7. Weg:  Die Säge schärfen

Rituale zur Erneuerung der Familie nutzen

Vom Überleben … zur Stabilität … zum Erfolg … zur Bedeutsamkeit

Anmerkungen

Glossar

Über den Autor

Über FranklinCovey

Über FranklinCovey im deutschsprachigen Raum

Diagramm und Definitionen der 7 Wege

Vorwort zur deutschen Ausgabe

Als Vater von drei erwachsenen Kindern weiß ich, dass sich der Erfolg glücklicher Familien nicht unbedingt von „alleine“ einstellt. Hier ist ein gutes Rahmenmodell hilfreich, um die richtigen Prioritäten zu setzen und ein glückliches Familienleben zu schaffen. „Die 7 Wege zur Effektivität“ sind so ein bewährtes Rahmenmodell, eine Leitplanke, denn gerade auch im familiären Bereich bringen die „7 Wege“ vielfältigen Nutzen. Eltern erhalten so ein umfassendes Modell, mit dem sie nicht nur die Kommunikation im Alltag meistern können, sondern auch die langfristige Ausrichtung ihrer Familie mitgestalten. Den Familienmitgliedern liefern die „7 Wege“ viele Ideen dafür, ihre Rollen sinnvoll auszufüllen und in der Gemeinschaft zu wachsen.

Die „7 Wege“ funktionieren unabhängig vom Kulturkreis und Entwicklungsstand einer Familie – das kennen wir aus unserer täglichen Zusammenarbeit mit Unternehmen und privat aus der Familie. Seit langem begleitet das FranklinCovey Leadership Institut Privatpersonen, Führungskräfte und Mitarbeiter von Organisationen bei der Umsetzung der „7 Wege“ und unterstützt dabei, effektive Kulturen in Unternehmen und Familien aufzubauen.

Ich wünsche auch Ihnen und Ihrer Familie viel Erfolg auf Ihrem Weg zu einem effektiven und natürlich vor allem glücklichen Familienleben!

Hans-Dieter Lochmann

President und CEO

FranklinCovey Leadership Institut GmbH, Grünwald

Deutschland Schweiz Österreich

info@franklincovey.de

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Einige persönliche Worte zu Beginn

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit so viel Leidenschaft habe ich noch nie an einem Projekt gearbeitet. Warum? Ganz einfach: Die Familie ist für mich das Wichtigste überhaupt. Deshalb möchte ich Ihnen zeigen, wie man die 7 Wege zur Effektivität auch in der Familie erfolgreich umsetzen kann. Sie werden sehen, es funktioniert ganz hervorragend! Wenn Sie die Geschichten in diesem Buch lesen und erfahren, welche wunderbaren Erfahrungen völlig unterschiedliche Familien mit den 7 Wegen gemacht haben, werden Sie das ganz bestimmt sofort spüren.

Ich werde Ihnen in diesem Buch sehr viel über mich und meine Familie erzählen, über unsere ganz persönlichen Erfahrungen mit den 7 Wegen. Natürlich ist jede Familie einzigartig – unsere auch! Dennoch sind sich Familien in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich. Oft stehen wir vor genau den gleichen Problemen und Herausforderungen.

Wie viel soll ich von unser Familiengeschichte, unseren Erfolgen und unseren Misserfolgen erzählen? Diese Frage beschäftigte mich bei der Arbeit an diesem Buch immer wieder. Einerseits ist natürlich nicht immer alles eitel Sonnenschein, und es gibt auch nicht für jedes Problem eine einfache Patentlösung. Andererseits wollte ich Ihnen nicht vorenthalten, was mir am Herzen liegt, und Ihnen zeigen, wie stark die 7 Wege sind.

Ich habe auch meine Frau Sandra und unsere Kinder um Beiträge gebeten – über das Gute, aber auch über das Schlechte in unserer Familie. Na ja, vielleicht haben wir uns ein bisschen zu sehr von unserer Begeisterung mitreißen lassen, immerhin geht es bei etwa einem Fünftel der Geschichten um uns. Doch unsere Erzählungen dienen zur Veranschaulichung allgemeingültiger Prinzipien, die auch Ihnen und Ihrer Familie eine echte Hilfe sein können.

Mit diesem Buch möchte ich Ihnen vor allem ein Stück Hoffnung vermitteln: Ich bin sicher, die 7 Wege werden auch bei Ihnen funktionieren! Ich weiß, dass Ihnen Ihre Familie unendlich wichtig ist. Ich weiß, dass Sie Ihrer Familie Priorität geben wollen, und möchte Ihnen zeigen, wie Sie das in unserer turbulenten, verrückten, oft nicht gerade familienfreundlichen Welt schaffen können.

Ich bin überzeugt, dass die Familie die wichtigste Aufgabe in unserem Leben ist und wir dort unsere größte Erfüllung finden. Die frühere First Lady Barbara Bush hat das vor den Absolventinnen des Wellesley College einmal wunderbar ausgedrückt: »So wichtig Ihre Aufgaben als Ärztin, Anwältin oder Unternehmerin auch sein werden – Sie sind doch zuallererst Menschen. Ihre Beziehungen zu Ihren Ehepartnern, Kindern und Freunden sind die wichtigsten Investitionen, die Sie in Ihrem Leben tätigen werden. Am Ende Ihres Lebens werden Sie nicht bedauern, dass Sie nicht noch eine Prüfung bestanden, noch einen Prozess gewonnen oder noch ein Geschäft abgeschlossen haben. Nein, es wird Ihnen um die Zeit leidtun, die Sie nicht mit Ihrem Partner oder Ihren Kindern, Freunden und Eltern verbracht haben … Für unseren Erfolg als Gesellschaft ist nicht entscheidend, was im Weißen Haus geschieht, sondern was in Ihrem Haus passiert.«1

Die Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft. Wenn wir unsere Zeit und Energie allen anderen Lebensbereichen widmen, die Familie dabei aber vernachlässigen, ist das meiner Ansicht nach so, als würden wir die Liegestühle auf der untergehenden Titanic schön in Reih und Glied aufstellen.

Ihr Stephen R. Covey

Vorwort von Sandra Merrill Covey

Nach einem Basketballturnier, bei dem einer unserer Söhne mitgespielt hatte, sprach mich eine der anderen Mütter an: »Es wundert mich, dass Ihr Mann bei fast jedem Spiel von Joshua dabei ist. Ich weiß ja, dass er sehr beschäftigt und oft unterwegs ist. Wie schafft er das bloß?« Als Erstes schoss mir durch den Kopf, dass er eine tolle Frau und Vollzeit-Assistentin hat. Doch ich schob diesen Gedanken beiseite und antwortete: »Für ihn steht seine Familie an erster Stelle.« Und das stimmt!

Stephen hat mal zu einer Gruppe von Firmenchefs gesagt: »Wenn Ihr Unternehmen auseinanderfallen würde, würden Sie doch alles tun, um es zu retten. Sie würden ganz sicher eine Möglichkeit finden. Für Ihre Familie gilt das Gleiche!« Die meisten von uns wissen, was sie tun müssen – doch die Frage ist, ob wir das auch wirklich wollen.

Stephen und ich hatten beide eine glückliche Kindheit und wünschten uns das auch für unsere Kinder. Damals war das Leben viel einfacher. Ich erinnere mich noch gut an die langen Sommerabende, an denen ich bis in die Nacht mit den Kindern aus der Nachbarschaft spielte. Unsere Eltern saßen auf der Veranda, unterhielten sich und sahen uns beim Spielen zu. Meine Eltern schlenderten oft Hand in Hand zur Eisdiele von Fernwood und holten sich eine große Portion Eis. Wir Kinder legten uns irgendwann ins kühle Gras und sahen uns die Bilder an, die die Wolken in den Himmel malten. In besonders lauen Nächten schliefen wir im Freien und betrachteten die zahllosen funkelnden Sterne über uns. Das war das Bild, das ich im Sinn hatte, das Ideal einer glücklichen, starken Familie, die allen Familienmitgliedern Liebe und Geborgenheit schenkte.

Stephen und ich sprachen oft darüber, wie unser Zuhause und unser Familienleben aussehen sollten. Als unsere Familie dann größer und unser Leben geschäftiger und komplizierter wurde, erkannten wir, dass glückliche Familien nicht einfach so vom Himmel fallen. Nein, man braucht dafür seine ganze Kraft und Entschlossenheit – und man muss es wirklich wollen. Dinge, die uns sehr am Herzen liegen, erfordern viel Zeit, Energie und auch Planung. Wir müssen das, was uns wirklich wichtig ist, an die oberste Stelle in unserem Leben setzen, uns mit ganzer Kraft dafür einsetzen und auch bereit sein, Opfer zu bringen.

Eine große Familie zu haben, ist harte Arbeit. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass unser Leben so einfach sein würde wie meine eigene Kindheit. Aber es war viel komplizierter, es gab viel mehr Druck. Die Welt hat sich verändert. Die sorglosen Tage unserer Kindheit sind längst vorbei, doch wir können sie wie einen kostbaren Schatz in unserem Innersten bewahren.

Als Stephen sich eine Karriere als Berater, Redner und Autor aufbaute, musste er viel reisen. Damit er keine wichtigen Familienereignisse wie Footballspiele, Theateraufführungen oder Abschlussbälle verpasste, musste er seine Termine sehr genau planen. Wenn er unterwegs war, rief er jeden Abend an. Irgendwer brüllte dann: »Telefon!!! Das ist bestimmt wieder Papa. Ich habe gestern mit ihm gesprochen, heute bist du dran!« »Ach, sag ihm doch, er soll noch mal anrufen, wenn der Film vorbei ist!« Und wir dachten: »Gibt es denn überhaupt keinen Respekt mehr?«

Wenn Stephen zu Hause war, war er ganz für uns da. Er war so sehr Bestandteil unseres Lebens und so intensiv daran beteiligt, dass sich gar niemand mehr daran erinnert, wie oft er damals weg war. Stephen war schon immer ein großartiger Zuhörer und lernt mit Begeisterung Neues. Er stellt unermüdlich Fragen und hofft immer darauf, Ansichten zu hören, die sich von seinen unterscheiden. Er schätzt andere Meinungen wirklich. Ich bewundere ihn dafür, dass er sein Leben an dem ausrichtet, was er sagt. Er bemüht sich aufrichtig, all die Prinzipien, die er lehrt und an die er fest glaubt, auch zu leben. Das ist nicht immer leicht! Doch er ist durch und durch ehrlich. Er ist ein echtes Vorbild.

Wenn wir versuchen, unseren Kindern das vorzuleben, woran wir glauben, werden sie unsere Werte in der Regel auch akzeptieren. Obwohl wir gute Absichten haben, machen wir natürlich alle immer wieder Fehler. Unser Temperament bringt uns manchmal in schwierige Situationen, und unser Stolz hält uns dann darin gefangen. Wir kommen häufig vom Kurs ab. Aber wir kehren immer wieder auf den richtigen Weg zurück.

Ich erinnere mich an eine Geschichte mit meiner ältesten Tochter Cynthia, die damals drei Jahre alt war. Wir waren gerade in unser erstes Haus gezogen, ein neues, kleines Haus mit vier Zimmern. Wir waren ungeheuer stolz und ich gab mir wirklich alle Mühe, es hübsch einzurichten.

Als mein Literaturclub sich bei uns treffen wollte, verbrachte ich Stunden mit Putzen und Aufräumen – schließlich sollte alles perfekt aussehen. Ich freute mich darauf, meinen Freundinnen das Haus zu zeigen, und hoffte, dass sie beeindruckt sein würden. Ich brachte Cynthia ins Bett und dachte, dass sie ganz bestimmt friedlich schlafen würde. Wenn wir dann später bei ihr hereinschauten, würden natürlich alle von ihrem hübschen Zimmer mit der sonnengelben Steppdecke, den passenden Vorhängen und den süßen bunten Tieren, die ich selbst gebastelt und an den Wänden angebracht hatte, begeistert sein. Als ich dann aber die Tür öffnete, um mit meiner süßen Tochter und ihrem hübschen Zimmer Eindruck zu machen, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass sie wieder aus dem Bett geklettert war. Ihr Zimmer sah aus, als hätte der Blitz eingeschlagen. Sie hatte alle ihre Schubladen ausgekippt, ihre Kleidung auf dem Boden verstreut und ihre Stofftiere, Puzzles und Buntstifte im ganzen Zimmer verteilt. Sie war immer noch damit beschäftigt … Und dann blickte sie mit einem schelmischen Lächeln zu mir auf und sagte: »Hallo, Mama!«

Ich war wütend, weil sie nicht im Bett geblieben war. Ich war enttäuscht, weil in ihrem Zimmer so ein Chaos herrschte und niemand sehen konnte, wie hübsch es eingerichtet war. Und ich war verärgert, weil meine kleine Tochter mich vor meinen Freundinnen in eine so peinliche Situation gebracht hatte.

Ich fuhr sie an und steckte sie wütend wieder ins Bett. Ihre Unterlippe begann zu zittern. Ich sah ihr an, dass meine Reaktion sie sehr erschreckt hatte. Ihr stiegen Tränen in die Augen. Sie begann zu schluchzen, denn sie verstand nicht, was sie falsch gemacht hatte.

Auch ich fühlte mich schrecklich, weil ich so heftig reagiert hatte. Ich schämte mich, denn ich erkannte, was mich so in Rage versetzt hatte: nicht ihr Verhalten, sondern mein Stolz. Ich war wütend auf mich, weil meine Reaktion so unreif und oberflächlich gewesen war. Jetzt hatte ich sie bestimmt für immer verdorben … doch als ich sie Jahre später fragte, ob sie sich an den Vorfall erinnern könne, verneinte sie das zu meiner großen Erleichterung.

Wenn ich heute noch einmal in diese Situation käme, würde ich wohl ganz anders reagieren: Ich glaube, ich würde lachen. Meine Töchter, die sich jetzt mit ihren eigenen Kleinkindern herumplagen, sagen: »Du hast gut reden!«

Das, was mir einst so wichtig schien, hat einfach an Bedeutung verloren. Ich bin reifer geworden.

Wir alle entwickeln uns in unserer Persönlichkeit weiter, und dann ist es nicht mehr so wichtig, dass wir einen guten Eindruck machen, perfekt dastehen, beliebt sind und die anderen übertrumpfen. Der ungezügelte Ehrgeiz legt sich, das Bestreben, viel Geld zu verdienen, anerkannt und beliebt zu sein und uns einen Namen zu machen, flaut ab.

Wenn wir echt und authentisch sind, wenn wir unsere Werte leben und uns Problemen stellen, können wir auch etwas bewirken, andere beeinflussen, Vorbild sein und das Richtige tun.

Doch das ist harte Arbeit. Ich habe neun Kinder großgezogen und glaube, dass ich gerade erst anfange, die Dinge richtig zu verstehen. Ich habe mich oft falsch verhalten, ich habe die Beherrschung verloren, nicht richtig zugehört und mir ein Urteil gebildet, ohne lange nachzudenken. Doch ich habe mich bemüht, über meinen Schatten zu springen, mich zu entschuldigen und aus meinen Fehlern zu lernen. Ich bin erwachsen geworden, habe meine Werte verändert, Wachstumschancen erkannt und mein Temperament gezügelt. Mittlerweile habe ich gelernt, über mich zu lachen.

Ich habe so manche Regel abgeschafft, das Leben mehr genossen und erkannt, dass es wirklich harte Arbeit ist, Kinder großzuziehen. Es kostet viel Kraft, ist aber auch sehr erfüllend. Wenn man abends ins Bett fällt, ist man völlig erschöpft und möchte – genau wie Scarlett O’Hara – alles nur noch auf morgen verschieben.

In meiner Küche hängt ein kluger Spruch: »Mutter zu sein ist nichts für Schwächlinge!« Wir machen zusammen mit unseren Kindern wirklich eine ganze Menge durch: die Schule und das Training, Tränen und Wutanfälle, Traumata und Triumphe, Hausaufgaben, die Pubertät, Pickel, die erste Liebe, die Fahrschule, Misserfolge und Hänseleien.

Am Ende ist es aber wie bei einer Geburt: Wir denken nicht an die Schmerzen, sondern nur daran, wie schön es ist, Kinder zu haben. Wir erinnern uns an die freudigen Gesichter unserer Kinder, an unseren Stolz auf ihre Fortschritte und Erfolge. An die wundervollen Zeiten, an die stillen Augenblicke, als wir unser geliebtes Baby ansahen, als wir so voller Ehrfurcht und Verwunderung über unsere Verantwortung für unsere Familie und unsere Erfüllung als Mütter waren.

Erst nach der Geburt meines siebten Kindes hatte ich das Gefühl, nun wirklich alles richtig zu machen. Ich lernte endlich, zu unwichtigen Dingen Nein zu sagen. Wenn ich in meinem Schaukelstuhl saß, aus dem Fenster schaute und Colleen stillte, erfüllte mich ein wundervolles Gefühl der Ruhe und der inneren Ausgeglichenheit. Ich genoss einfach nur den Augenblick, statt immer daran zu denken, dass ich eigentlich etwas anderes tun sollte. Ich wusste jetzt, dass genau das für mich der Sinn des Lebens war.

Ich erinnere mich wirklich nur an die guten Zeiten. Allerdings sind erst sieben unserer Kinder verheiratet, zwei wohnen noch bei uns. Und Joshua, der jetzt 17 ist und auf die High School geht, sagt oft augenzwinkernd zu mir: »Wir könnten euch noch ganz schön den Spaß am Familienleben verderben!«

Jeder von uns hat sein ganz persönliches, einzigartiges Familienleben. Wahrscheinlich haben auch Sie schon festgestellt, dass das Leben immer komplizierter wird. Heute unterstützt die Gesellschaft Familien nicht mehr so wie früher. Wir leben in einer hoch technisierten Welt und unser Leben wird immer schneller, schwieriger und beängstigender.

Stephen hat die Theorien und Prinzipien, über die er in diesem Buch spricht, nicht erfunden. Er hat sie im alltäglichen Leben beobachtet und ihre Bedeutung für unser Leben erkannt. Es handelt sich um universelle Prinzipien, deren Gültigkeit auch Sie in Ihrem Herzen längst erkannt haben. Deshalb kommen Ihnen die 7 Wege so vertraut vor: Sie haben sie unbewusst schon oft selbst umgesetzt und erfahren, wie stark sie sein können.

Stephens große Leistung ist, dass er Ihnen helfen wird, Ihre ganz persönliche Situation zu analysieren und Möglichkeiten zu finden, das Beste aus Ihrem Leben zu machen. Das ist der Ausgangspunkt dieses Buches. Sie werden herausfinden, wo Sie im Augenblick stehen, wohin Sie wollen und wie Sie dorthin kommen.

Vor ein paar Jahren erkrankte Carol, eine meiner engsten Freundinnen, an Krebs. Nach Monaten voller Bestrahlungen, Chemotherapien und Operationen erkannte sie, dass sie sterben würde. Sie fragte kein einziges Mal: »Warum ich?« Keine Verbitterung, keine Verzweiflung. Sie sah das Leben nun aus einer völlig anderen Perspektive. »Für unwichtige Dinge habe ich keine Zeit mehr!«, sagte sie zu mir. »Ich weiß, was wichtig ist und wie ich meine Prioritäten setzen muss.« Sie nahm ihre ganze Kraft zusammen, um sich ihrem Mann, den Kindern und anderen geliebten Menschen intensiv zu widmen. Ihr Mut ging mir zu Herzen. Es war ihr größtes Bestreben, für andere zu da zu sein. Ihr Tod weckte in allen, die ihr nahestanden, den Wunsch, bessere und stärkere Menschen zu werden – Menschen, denen es wichtig war, zu lieben, etwas für andere zu tun und ihnen zu dienen. Man könnte sagen, dass Carol ihr Lebensleitbild auf dem Sterbebett verfasste. Sie aber können jetzt anfangen, Ihr eigenes Leitbild zu entwickeln.

Niemand wird Ihre Situation, Ihre Einzigartigkeit, den Ballast, den Sie mit sich herumschleppen, und den Idealismus, den Sie sich erhoffen, jemals wirklich verstehen können. Sie können sich aus diesem Buch nehmen, was Sie wollen – das, was sich für Sie richtig anfühlt. Vielleicht wird Sie ja eine der Geschichten oder eines der Beispiele auf ganz besondere Weise ansprechen, sodass Sie ganz neue Erkenntnisse oder eine völlig andere Perspektive gewinnen.

Wir wollen allen, die das Gefühl haben, Fehler gemacht, versagt oder in ihren Familien nicht die richtigen Prioritäten gesetzt zu haben, und auch denen, die den Kontakt zu Ihren Kindern verloren haben, Hoffnung geben. Es gibt immer eine Möglichkeit, wieder zueinander zu finden. Es ist nie zu spät! Sie dürfen nie aufhören, es zu versuchen, niemals aufgeben.

Ich bin überzeugt, dass dieses Buch Ihnen helfen wird, in Ihrer Familie positive Veränderungen anzustoßen und etwas wirklich Wichtiges zu bewirken.

Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute!

Sandra Merrill Covey

Sie werden 90 Prozent der Zeit nicht »auf Kurs« sein – aber das macht nichts!

Auch starke Familien, ja sogar großartige Familien befinden sich 90 Prozent der Zeit nicht auf Kurs! Doch der entscheidende Punkt ist, dass sie ein Ziel haben. Sie wissen, wie ihr »Kurs« aussieht, und können immer wieder zurück auf ihren Kurs kommen.

Wir können das mit einem Flug vergleichen. Die Piloten haben einen Flugplan und wissen genau, wohin sie wollen. Doch unterwegs werden sie durch Wind, Regen, Turbulenzen, andere Flugzeuge oder auch durch menschliche Fehler immer wieder vom Kurs abgebracht. Flugzeuge sind nur in etwa zehn Prozent der Flugzeit genau auf Kurs! Während der ganzen Reise gibt es kleine Abweichungen vom Flugplan. Extreme Wetterlagen oder ungewöhnlich starker Luftverkehr können auch zu größeren Abweichungen führen. Aber solange es nicht zu dramatischen Zwischenfällen kommt, wird das Flugzeug sein Ziel trotzdem erreichen.

Das ist allerdings nur möglich, weil die Piloten während des Flugs ständig Feedback erhalten – von Instrumenten, die die Umgebung »lesen«, von Kontrolltürmen, Fluglotsen und von anderen Flugzeugen. Diese Informationen benutzen sie dann als Grundlage für Kurskorrekturen, sodass sie immer wieder zu ihrem Flugplan zurückkehren.

Meiner Ansicht nach sind Flugzeuge die ideale Metapher für das Familienleben. Es spielt keine Rolle, ob die Familie vom Kurs abgekommen ist oder sogar richtiges Chaos herrscht. Die Hoffnung liegt in der Kenntnis des Ziels, dem Plan und der Fähigkeit, immer wieder auf den richtigen Kurs zurückzukehren. Deshalb werde ich die Flugzeug-Metapher in diesem Buch immer wieder aufgreifen. Sie soll Ihnen Hoffnung und Zuversicht geben – auch Sie können eine glückliche, starke Familie aufbauen!

UNSER SOHN SEAN:

Grundsätzlich würde ich sagen, dass es in unserer Familie ebenso viele Kämpfe gab wie in allen anderen. Auch wir hatten eine ganze Menge Probleme. Ich bin aber überzeugt, dass die Beziehungen in unserer Familie durch die Fähigkeit, Fehler einzusehen, um Verzeihung zu bitten und es noch einmal zu versuchen, stark wurden.

Wenn zum Beispiel eine Reise mit der ganzen Familie anstand, machte mein Vater immer genaue Pläne: Wir sollten um fünf Uhr aufstehen, frühstücken und bis spätestens acht Uhr aufbruchbereit sein … Das Problem war, dass wir an dem betreffenden Tag alle verschliefen und keiner ihm helfen wollte. Mein Vater fuhr dann aus der Haut. Wenn es dann Stunden später doch endlich losging, wagte es niemand, ihn anzusprechen, weil er so wütend war.

Am besten erinnere ich mich aber daran, dass mein Vater sich immer entschuldigte. Immer! Er entschuldigte sich dafür, dass er die Beherrschung verloren hatte, und ich bekam dann ein schlechtes Gewissen, weil ich tief in meinem Inneren wusste, dass ich ihn provoziert hatte.

Wenn ich zurückblicke, glaube ich, das Besondere an unserer Familie war, dass meine Mutter und mein Vater sich nie entmutigen ließen – auch wenn wir auf Irrwege gerieten, auch wenn es so schien, als würden ihre ganzen Pläne, ihre Ziele und die Aufgabenverteilung in unserer Familie niemals funktionieren.

Der entscheidende Punkt ist, ein Ziel, einen Flugplan und einen Kompass zu haben.

Sie sehen, dass unsere Familie absolut keine Ausnahme ist und auch ich keine bin. Und wie Ihre Situation auch aussehen mag, was für Schwierigkeiten und Probleme Sie auch belasten, welche Rückschläge Sie erleiden mussten – der entscheidende Punkt ist, ein Ziel, einen Flugplan und einen Kompass zu haben.

Drei Schlüssel für eine starke Familie

Ich möchte Ihnen mit diesem Buch helfen, das Gefühl der Hoffnung auf ein harmonisches Familienleben, auf eine glückliche und starke Familie zu bewahren. Ich möchte Ihnen drei Dinge an die Hand geben, die Ihnen und Ihrer Familie helfen werden, auf Kurs zu bleiben: ein Ziel, einen Flugplan und einen Kompass.

1.  Eine klare Vision von Ihrem Ziel

Mir ist bewusst, dass Ihre familiäre Situation und Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnissen einzigartig sind. Vielleicht bemühen Sie sich ja gerade, Ihre Beziehung zu retten? Vielleicht führen Sie auch schon eine gute Ehe, wünschen sich aber eine wirklich tolle Beziehung, die Ihnen tiefe Erfüllung bringt? Oder sind Sie alleinerziehend und fühlen sich der Verantwortung, die Sie ganz alleine tragen müssen, nicht gewachsen? Haben Sie Probleme mit einem trotzigen Kind oder einem rebellischen Teenager? Versuchen Sie, aus zwei Familien eine starke Gemeinschaft zu machen?

Vielleicht wünschen Sie sich ja auch, dass Ihre Kinder ihre Hausaufgaben oder ihre Pflichten im Haushalt gerne erledigen, ohne dass Sie sie ständig daran erinnern müssen? Schwanken Sie zwischen Strenge und Nachsichtigkeit und wissen nicht, wie Sie Ihren Kindern klare Grenzen setzen sollen?

Möglicherweise müssen Sie darum kämpfen, finanziell über die Runden zu kommen. Ihre Geldsorgen drücken Sie nieder und verschlingen nicht nur Ihre ganze Zeit, sondern auch all Ihre Gefühle, sodass für Ihre Beziehung kaum noch etwas übrig bleibt. Sie arbeiten fast rund um die Uhr und sehen die Menschen, die Sie lieben, nur noch zwischen Tür und Angel. Und ein glückliches Familienleben scheint in unendlich weiter Ferne zu liegen …

Es könnte auch sein, dass in Ihrer Familie großes Konkurrenzdenken herrscht, dass man sich streitet und bekämpft, schreit und brüllt, dass alle Zuneigung verloren scheint.

Oder ist die Liebe in Ihrer Ehe erloschen? Fühlen Sie sich leer und allein? Obwohl Sie sich wirklich bemühen, kommen Sie einander einfach nicht mehr näher? Sind Sie ausgelaugt, haben Sie das Gefühl, dass Sie ja doch nichts erreichen? Fragen Sie sich, was für einen Sinn das alles hat?

Vielleicht gibt es in Ihrem Leben auch mehrere dieser Belastungen und Sie haben überhaupt keine Hoffnung mehr. Wie Ihre Situation auch aussehen mag – es ist sehr wichtig, dass Sie Ihre Familie nicht mit anderen vergleichen. Das ganze Ausmaß Ihrer Belastungen kann ohnehin niemand nachvollziehen, sodass Ratschläge von anderen Ihnen auch nicht helfen werden. Umgekehrt können auch Sie niemals wirklich hinter die Kulissen anderer Familien blicken. Dennoch projizieren wir unsere eigene Situation allzu gerne auf andere und versuchen, ihnen unsere Ratschläge aufzudrängen. Doch was wir an der Oberfläche sehen, ist meist nur die Spitze des Eisbergs. Viele Leute glauben, dass alle anderen Familien perfekt sind und nur ihre eigene mit Problemen zu kämpfen hat. Tatsache ist aber, dass jede Familie ihre ganz persönlichen Herausforderungen bewältigen muss und ihren eigenen Sack Probleme mit sich herumschleppt.

Visionen sind größer als alle Herausforderungen und Probleme.

Das Schöne jedoch ist, dass Visionen größer sind als alle Herausforderungen und Probleme. Ihre Vorstellungen von einer besseren Zukunft sind stärker als alles Negative, was sich in der Vergangenheit angesammelt hat oder mit dem Sie in der Gegenwart zu kämpfen haben.

Deshalb möchte ich Ihnen erzählen, wie es Familien auf der ganzen Welt geschafft haben, mit Hilfe eines »Familienleitbildes« gemeinsame Visionen zu entwickeln. Und ich werde Ihnen zeigen, wie Sie selbst ein Leitbild verfassen und Ihrer Familie so Zusammenhalt und Stärke geben können. Ihr Leitbild wird zum gemeinsamen Ziel Ihrer Familie. Seine Werte werden zum Leitstern für Ihre Familie und geben Ihnen auch in schwierigen Situationen Halt und Orientierung.

Die Vision von einer starken, glücklichen Familie wird nur funktionieren, wenn alle Familienmitglieder von Beginn an miteinbezogen werden. Das hat einen einfachen Grund: Sicher haben Sie schon einmal ein Puzzle gemacht. Dann ist Ihnen auch klar, wie wichtig es ist, dass alle, die an dem Puzzle arbeiten, wissen, wie das fertige Bild aussehen soll! Ohne dieses Bild, ohne eine gemeinsame Vision, würden alle in verschiedene Richtungen gehen und das Ergebnis wäre ein großes Durcheinander.

Deshalb gilt es, eine Vision zu schaffen, die allen in Ihrer Familie gehört. Wenn Ihr Ziel klar ist, können Sie immer wieder Kurskorrekturen vornehmen und zu Ihrem Flugplan zurückkehren. Denn die Reise ist immer Bestandteil des Ziels, sie ist untrennbar mit ihm verbunden! Wie Sie reisen ist genauso wichtig wie der Ort, an dem Sie ankommen.

2.  Ein Flugplan

Natürlich brauchen Sie auch einen vernünftigen Flugplan, der Ihnen hilft, Ihr Ziel zu erreichen. Die folgende Geschichte wird Ihnen das sicher sehr gut verdeutlichen:

Ich habe einen lieben Freund, der mir eines Tages anvertraute, dass er große Schwierigkeiten mit seinem Sohn habe, der »rebellisch« und »undankbar« sei.

»Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Jetzt ist es schon so weit, dass der Junge den Fernseher ausmacht und rausgeht, wenn ich ins Zimmer komme. Ich habe wirklich alles versucht, aber er lässt mich einfach nicht an sich heran.«

Damals hielt ich gerade an der Universität einen Kurs zu den 7 Wegen. Ich bot ihm an, daran teilzunehmen: »Wir werden über den 5. Weg sprechen – darüber, dass man anderen erst einfühlend zuhören muss, bevor man versucht, selbst verstanden zu werden. Ich vermute, dass dein Sohn sich einfach nicht verstanden fühlt.«

»Ich verstehe ihn schon«, antwortete mein Freund. »Und ich sehe genau, dass er große Probleme bekommen wird, wenn er nicht auf mich hört!«

»Du solltest einmal davon ausgehen, dass du gar nichts über den Jungen weißt! Fang noch einmal ganz von vorn an: Hör ihm einfach zu, ohne ihn zu beurteilen oder zu bewerten. Komm mit in meinen Kurs, dort kannst du lernen, wie man das macht.«

Er kam tatsächlich mit, glaubte aber, schon auf Anhieb alles verstanden zu haben, und sagte zu seinem Sohn: »Ich muss dir zuhören! Ich verstehe dich wahrscheinlich nicht, aber ich will dich verstehen.«

»Du hast mich noch nie verstanden!«, erwiderte der Junge, drehte sich um und lief aus dem Zimmer.

Am nächsten Tag beschwerte sich mein Freund: »Es hat nicht funktioniert, Stephen! Ich habe mich wirklich bemüht, aber er hat mich einfach abblitzen lassen!«

»Er testet, ob du es wirklich ehrlich mit ihm meinst«, erklärte ich ihm. »Und was musste er feststellen? Dass du ihn gar nicht verstehen willst! Du willst nur, dass er sich bessert.«

»Mit Recht! Der Bengel weiß doch genau, dass es so nicht weitergehen kann!«

Ich sagte: »Schau mal, in welcher Verfassung du bist! Du bist wütend und frustriert und voller Vorurteile. Glaubst du wirklich, dass du deinen Sohn so dazu bewegen kannst, sich zu öffnen? Dass du mit ihm sprechen oder ihn auch nur ansehen kannst, ohne dass er deine Ablehnung spürt? Du musst lernen, ihn bedingungslos zu lieben – einfach so, wie er ist. Du kannst ihm deine Liebe nicht entziehen, solange er sich nicht so verhält, wie du es möchtest: Du musst daran arbeiten, ihm richtig zuzuhören, und dich auch für deine vorschnellen Urteile und Fehler entschuldigen.«

Meinem Freund wurde klar, dass er seinen Sohn nur zurückgewinnen konnte, wenn er sich aufrichtig bemühte, ihn wirklich zu verstehen, ohne ihn bewerten und bessern zu wollen.

Er kam wieder in meinen Kurs und begann, hart an sich zu arbeiten. Und schon bald spürte er eine Veränderung: Seine Gefühle für seinen Sohn wurden zärtlicher, verständnisvoller, empfindsamer und offener.

»Ich bin so weit!«, sagte er schließlich: »Ich will es noch einmal versuchen.«

Ich machte ihm klar, dass der Junge seine Aufrichtigkeit erneut testen würde.

»Das macht nichts, Stephen! Jetzt habe ich das Gefühl, dass es in Ordnung ist, wenn er ablehnend reagiert. Ich werde es trotzdem weiter versuchen. Denn ich weiß, dass es richtig ist, und vor allem, dass er es wert ist.«

An jenem Abend sagte er zu seinem Sohn: »Ich weiß, dass du das Gefühl hast, dass ich nicht versucht habe, dich wirklich zu verstehen. Aber du sollst wissen, dass ich mich jetzt ernsthaft bemühe und es auch weiterhin versuchen werde.«

»Du hast mich noch nie verstanden!«, erwiderte der Junge und ging zur Tür. Doch als er sie fast erreicht hatte, sagte mein Freund: »Bevor du gehst, möchte ich dir sagen, dass es mir wirklich leidtut, dass ich dich kürzlich vor deinen Freunden so blamiert habe.«

Sein Sohn fuhr ihn wütend an: »Du ahnst gar nicht, wie peinlich das für mich war!« Seine Augen füllten sich mit Tränen.

Später erzählte mir mein Freund: »Das ganze Training bei dir, deine ganze Unterstützung hatten nicht annähernd die Wirkung wie der Augenblick, als mein Sohn zu weinen begann. Mir war gar nicht klar, wie verletzlich er ist. In diesem Moment wollte ich ihm zum ersten Mal wirklich zuhören.«

Und genau das tat er dann auch. Ganz allmählich kamen sich die beiden wieder näher. Sie sprachen bis weit nach Mitternacht und als die Mutter hereinkam und sagte, es sei Zeit zum Schlafengehen, erwiderte der Junge sofort: »Wir wollen weiterreden, nicht wahr, Papa?« Sie saßen noch bis in die frühen Morgenstunden zusammen.

Am nächsten Tag gestand mir mein Freund unter Tränen: »Stephen, ich habe meinen Sohn wieder gefunden – Danke!«

Für alles Zwischenmenschliche gelten ganz bestimmte grundlegende Prinzipien.

Ein harmonisches Familienleben kann es nur geben, wenn wir uns an diese Prinzipien halten.

Mein Freund hatte erkannt, dass für alles Zwischenmenschliche ganz bestimmte grundlegende Prinzipien gelten. Ein harmonisches Familienleben kann es nur geben, wenn wir uns an diese Prinzipien halten. Mein Freund hatte gegen das Grundprinzip des Respekts verstoßen. Sein Sohn auch. Als sich der Vater entschied, dieses Prinzip zukünftig zu beherzigen und zu versuchen, seinem Sohn einfühlend zuzuhören und ihn zu verstehen, veränderte das alles.

Menschen, die die 7 Wege verinnerlicht haben, halten sich immer an das Prinzip des Respekts, sie hören anderen aufrichtig und einfühlend zu. Es ist unvorstellbar, dass sie andere nicht respektieren oder nicht einfühlend zuhören und verstehen. Genau das ist auch der Prüfstein dafür, ob ein Prinzip wirklich universell (allgemeingültig), zeitlos (immer gültig) und offensichtlich (unbestreitbar) ist.

Die 7 Wege beruhen auf universellen, zeitlosen und offensichtlichen Prinzipien, die in der Welt der zwischenmenschlichen Beziehungen genauso gelten wie das Gesetz der Schwerkraft in der Welt der Physik. Letztlich herrschen diese Prinzipien überall im Leben. Sie wurden schon immer von erfolgreichen Menschen, Familien, Organisationen und Zivilisationen angewandt. Die 7 Wege sind keine Tricks oder Patentrezepte und auch keine To-do-Listen, die man einfach abhaken kann. Sie sind Gewohnheiten, bewährte Denk- und Handlungsmuster, die alle erfolgreichen Familien gemeinsam haben. Verstöße gegen diese Prinzipien sind praktisch eine Garantie für Misserfolge in der Familie und in allen anderen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Zwei Elternteile oder nur einer, zehn Kinder oder gar keins, Vernachlässigung und Streitigkeiten über Generationen oder ein Vermächtnis von Liebe und Treue – glückliche Familien haben bestimmte Gemeinsamkeiten. Und genau diese Gemeinsamkeiten beinhalten die 7 Wege.

Bei einem anderen wichtigen Prinzip, das mein Freund lernte, geht es um das Wesen von Veränderungen: Alle echten, dauerhaften Veränderungen verlaufen von innen nach außen. Mein Freund versuchte nicht, die Situation oder seinen Sohn zu ändern, sondern er arbeitete an sich selbst. Seine eigene Veränderung bewirkte schließlich auch die Veränderung seines Sohnes.

Von innen nach außen – diese Vorgehensweise bildet den Kern der 7 Wege. Durch die kontinuierliche Anwendung der in den 7 Wegen enthaltenen Prinzipien können Sie in all Ihren Beziehungen dauerhafte positive Veränderungen herbeiführen. Zudem ist es wesentlich einfacher, sich auf Prinzipien zu konzentrieren, statt krampfhaft zu versuchen, das Verhalten anderer zu ändern. Denn die anderen kennen diese Prinzipien intuitiv. Sie sind tief in ihnen verwurzelt. Wenn wir uns bemühen, diese Prinzipien zu verstehen, helfen wir den anderen, ihr wahres Wesen und ihre Möglichkeiten zu erkennen und ihr Potential auszuschöpfen.

Inzwischen haben die Verhältnisse sich dramatisch verändert.

Heute zerstört man seine Familie, wenn man mit dem Strom schwimmt!

Das Vorgehen von innen nach außen ist heute wichtiger denn je. Denn die Zeiten haben sich geradezu dramatisch geändert. Früher war es viel einfacher, eine Familie erfolgreich »von außen nach innen« zu führen, die Gesellschaft war in Sachen Familienleben und Erziehung ein wichtiger Verbündeter. Es gab unzählige Rollenmodelle und Vorbilder, Bestärkung durch die Medien, familienfreundliche Gesetze und staatliche Unterstützungssysteme, die zur Aufrechterhaltung der Ehe und zur Schaffung starker Familien beitrugen. Selbst wenn in der Familie Probleme auftraten, war der allgegenwärtige Gedanke eines erfolgreichen Ehe- und Familienlebens eine große Hilfe. Daher konnte man seine Familie im Wesentlichen »von außen nach innen« lenken. Erfolgreich war damals, wer mit dem Strom schwamm.

Und heute? Inzwischen ist alles anders. Heute zerstört man seine Familie, wenn man mit dem Strom schwimmt!

Mittlerweile gibt es zwar Bemühungen, zu traditionellen »Familienwerten« zurückzukehren. Dennoch kann man nicht bestreiten, dass der Trend in den letzten Jahren mehr und mehr von der Familienfreundlichkeit zur Familienfeindlichkeit geht. Wir müssen uns jetzt einen Weg durch unwegsames Gelände suchen, in dem starker Gegenwind herrscht, der viele Familien ganz gewaltig von ihrem Kurs abbringt.

Bei einer Tagung zum Thema Familie berichtete der Gouverneur eines US-amerikanischen Bundesstaates kürzlich von einem sehr bedrückenden Vorfall:

Ich habe mich neulich mit einem Mann unterhalten, der in meinen Augen ein sehr guter Vater ist. Er hat mir eine furchtbare Geschichte erzählt: Sein siebenjähriger Sohn quälte sich offensichtlich mit irgendetwas herum. Er sagte: »Papa, ich muss einfach immer daran denken!« Der Vater nahm an, dass es sich um einen Albtraum oder einen gruseligen Film handelte.

Nachdem der Vater ihm lange gut zugeredet hatte, rückte der Junge schließlich mit der Sprache heraus: Es ging um hässliche Hardcore-Pornographie, die er auf dem Computer gesehen hatte! Natürlich fragte der Vater, bei wem er all das gesehen hatte. Sein Sohn nannte ihm den Namen eines neunjährigen Nachbarsjungen.

Der Vater ging zu den Eltern des Neunjährigen, die genauso entsetzt waren wie er selbst. Der Gedanke, dass die beiden kleinen Jungen schon so früh mit Pornographie in Berührung gekommen waren, machte beiden Elternpaaren schwer zu schaffen. Als die Eltern des Neunjährigen ihn mit der Sache konfrontierten, bekam er einen Weinkrampf. »Ich weiß, dass es falsch ist, aber ich sehe es mir einfach immer wieder an.«

Natürlich befürchtete man, dass ein Erwachsener hinter der Sache stecken könnte. Das war jedoch nicht der Fall. Der Neunjährige hatte die Internetadresse von einem Sechstklässler in der Schule bekommen. Dieser Junge hatte zu ihm gesagt: »Das musst du dir ansehen, ist echt cool!« Die Adresse hatte sich dann in Windeseile in der ganzen Nachbarschaft verbreitet.

Der Vater meinte noch, sie hätten ihren Kindern gezeigt, wie man einen Computer benutzt, weil sie das für wichtig gehalten hätten. Und der Neunjährige hatte alles sehr schnell verstanden und könnte richtig gut mit dem Computer umgehen. So hatten sie – ohne es zu wollen oder auch nur zu ahnen – aus ihrem Computer-Zimmer eine Porno-Hölle gemacht.1

Doch wie konnte das passieren? Wie kann unsere Gesellschaft zulassen, dass Kinder – die bei solchen Dingen keine Erfahrung und kein Urteilsvermögen haben – durch moderne Technik Opfer so gefährlicher, süchtig machender Dinge wie Pornographie werden?

In den letzten 30 Jahren hat sich die Situation für Familien enorm verändert. Das zeigen die folgenden Fakten eindrucksvoll:

image  Der Anteil der unehelich geborenen Kinder ist um über 400 Prozent gestiegen.2

image  Der Prozentsatz der Familien mit nur einem Elternteil hat sich mehr als verdreifacht.3

image  Die Scheidungsrate hat sich mehr als verdoppelt.4 Mittlerweile geht man davon aus, dass die Hälfte aller neu geschlossenen Ehen wieder mit einer Scheidung enden wird.

image  Die Selbstmordrate von Jugendlichen ist um fast 300 Prozent gestiegen.5

image  Ein Viertel aller Jugendlichen infiziert sich noch vor dem High-School-Abschluss mit sexuell übertragbaren Krankheiten.6

1940 gehörten Kaugummikauen und Herumrennen auf den Fluren zu den größten Disziplinproblemen an staatlichen Schulen in den USA. Und heute? Heute haben wir es mit Schwangerschaften, Vergewaltigungen und körperlicher Gewalt zu tun.7

Hauptprobleme an staatlichen Schulen

1940

1990

Reden während des Unterrichts

Drogenmissbrauch

Kaugummikauen

Alkoholmissbrauch

Lärm

Schwangerschaften

Herumrennen auf den Fluren

Selbstmorde

Drängeln

Vergewaltigungen

Verstöße gegen die Kleiderordnung

Raub

Unordnung

Körperliche Übergriffe

Der Prozentsatz der Familien, bei denen tagsüber ein Elternteil zu Hause bei den Kindern ist, ist von 66,7 auf 16,9 Prozent gesunken.8 Zudem verbringen Kinder und Jugendliche im Durchschnitt sieben Stunden täglich vor dem Fernseher – aber nur fünf Minuten mit ihren Vätern!9

Nach dem bekannten Historiker Arnold Toynbee kann man das Ganze in einem einzigen Satz zusammenfassen: Nichts ist so zum Scheitern verurteilt wie der Erfolg. Oder anders ausgedrückt: Wenn wir Herausforderungen mit bewährten Mitteln meistern, dann ist das ein Erfolg. Wenn sich die Herausforderungen jedoch drastisch ändern, dann funktionieren unsere bewährten Methoden nicht mehr.

Da sich die Herausforderungen enorm gewandelt haben, müssen wir nach neuen Mitteln und Methoden suchen, um sie erfolgreich zu meistern. Der Wunsch, eine starke Familie zu schaffen, genügt längst nicht mehr. Selbst gute Ideen reichen bei weitem nicht mehr aus. Was wir brauchen, sind völlig neue Denkmuster, Fähigkeiten und Verhaltensweisen! Die Herausforderungen haben einen Quantensprung gemacht, also müssen wir das auch tun.

Die 7 Wege bieten genau diese Denkmuster und Fähigkeiten. Ich werde Ihnen in diesem Buch zeigen, wie es den verschiedensten Familien gelungen ist, mit Hilfe der 7 Wege auch in unserer turbulenten Zeit den richtigen Kurs einzuschlagen und beizubehalten.

Ohne völlig neue Grundmuster und -strukturen können Familien heutzutage nicht auf Kurs bleiben.

Ich möchte Sie vor allem dazu anregen, jede Woche Ihre ganz spezielle »Familienzeit« einzuplanen. Diese Zeit mit Ihrer Familie sollte Ihnen heilig sein. In Ihrer Familienzeit können Sie gemeinsame Pläne schmieden, in Ruhe miteinander reden, Ihren Kindern Werte vermitteln oder einfach nur Spaß haben. Sie werden sehen, Ihre Familienzeit wird enorm viel dazu beitragen, dass Sie und Ihre Familie auf Kurs bleiben. Außerdem ist es wichtig, dass Sie regelmäßig Zeit mit den einzelnen Familienmitgliedern verbringen, um die Bindung zu ihnen zu vertiefen. Was Sie in dieser »Eins-zu-Eins-Zeit« machen, darf sich gewöhnlich der andere wünschen. Sie werden sehen, wenn Sie diese beiden einfachen Ratschläge befolgen, wird sich die Qualität Ihres Familienlebens schon bald ganz erheblich verbessern.

Doch weshalb sind Leitbilder, Familienzeiten und Eins-zu-Eins-Erlebnisse zur Stärkung der familiären Bindung so wichtig? Ganz einfach, weil die Welt sich so drastisch verändert hat. Weil die Geschwindigkeit, mit der sich all diese Veränderungen vollziehen, mehr und mehr zunimmt. Deshalb können Familien nur auf Kurs bleiben, wenn Sie völlig neue Grundmuster und -strukturen entwickeln.

Alfred North Whitehead hat einmal gesagt: »Wer es sich zur Gewohnheit macht, tragfähige Prinzipien aktiv zu nutzen, der erlangt wahre Weisheit.«10 Es ist nicht nötig, dass Sie Dutzende neuer Verhaltensweisen einüben oder ständig nach besseren Techniken suchen. Alles, was Sie brauchen, ist ein Grundstock fundamentaler Prinzipien, den Sie in jeder Situation anwenden können.

Diesen Grundstock bieten Ihnen die 7 Wege. Ihre ganz besondere Stärke liegt nicht allein in den einzelnen Wegen, sondern in ihrer Vernetzung. Das können Millionen von Menschen bestätigen, die die 7 Wege zur Effektivität erfolgreich anwenden. Die 7 Wege zeigen Ihnen, wie Sie auch schwierige Situationen in Ihrer Familie meistern und ein harmonisches Familienleben aufbauen. Sie schreiben Ihnen jedoch nicht vor, was Sie zu tun oder zu lassen haben. Im Gegenteil: Sie helfen Ihnen, selbst zu erkennen, was in bestimmten Situationen zu tun ist. Und mit etwas Übung werden auch Sie die 7 Wege erfolgreich umsetzen und Ihr Familienleben ganz enorm bereichern.

Eine Familie hat mal gesagt: »Manchmal ist es schwierig, die 7 Wege umzusetzen. Es nicht zu tun, ist aber noch viel schwieriger!