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Alakai Swamp Trail

Gehzeit 4.00 h

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Wanderung zu einem für Hawaii einmaligen Sumpfgebiet

Nordwestlich des regenreichen Gebietes um den Mount Waialeale befindet sich das größte Sumpfgebiet Hawaiis. Der Alakai Swamp, ein relativ unberührtes Feuchtgebiet, liegt auf einem rund 50 km2 großen Hochplateau in einer Höhe von etwa 1200 m und bietet den seltensten Vögeln und Pflanzen der Welt einen Lebensraum. Um diese einzigartige Natur besser schützen zu können, wurden größtenteils Holzpfade angelegt. Diese Pfade dienen auch zur Sicherheit der Wanderer, um nicht in einem der zahlreichen verborgenen und sehr tiefen Sumpflöcher einzusinken. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt an manchen Stellen bis zu 6000 mm, auf dem Mount Waialeale bis zu 12.700 mm.

Ausgangspunkt: Parkgelegenheit bei der Alakai Picnic Area. Zufahrt: Von der Inselhauptstadt Lihue Richtung Westen über den Hwy 50 bis Waimea. Durch den Ort bis Kekaha. In Kekaha dann rechts in die Kokee Road (Nr. 552) Richtung Kokee Lodge & Museum (rund 18,5 mi./30 km). Nur 0,1 mi. (160 m) nach dem Kokee Lodge zweigt von der Kokee Road rechts eine Staubstraße ab, die Kumuwela Road, die nach Regenfällen nur mit einem Geländewagen zu passieren ist. Nach 1,3 mi. (2 km) nach links in die Mohihi Road und nach 3,1 mi. (5 km) liegt an einer weiteren Kreuzung rechter Hand der Alakai-Picknickplatz (Höhe: 1122 m). Höhenunterschied: Etwa 250 m. Anforderungen: Gut begehbarer Weg, der größte Teil der Strecke führt über einen inzwischen verwitterten Holzpfad. Nach Regenfällen besteht besonders auf den Passagen mit aufgeweichtem und schlammigem Naturboden Rutschgefahr. Wichtiger Hinweis: Der beschriebene Trailbeginn ist nur über die unbefestigte Staubstraße zu erreichen und darf normalerweise mit Mietwagen nicht befahren werden. Nach einer länger anhaltenden Trockenperiode ist die Straße zwar relativ gut passierbar, doch das Haftungsrisiko trägt der Mieter. Wer die sichere und offiziell erlaubte Variante wählen möchte, nimmt den Wanderweg über den etwas längeren und schwierigeren Pihea Trail, um dann über eine Wegkreuzung zum Alakai Swamp Trail zu gelangen. Festes Schuhwerk sowie Regenkleidung empfehlenswert. Tipp: Je früher wir morgens loswandern, umso eher besteht die Chance auf einen freien Ausblick vom Kilohana-Aussichtspunkt in die benachbarten Täler. Cabins/Camping: 12 eingerichtete Miethütten in der Kokee Lodge an der Kokee Road (Nr. 552), & (808) 335-6061. Campingplatz nahe der Kokee Lodge etwas nördlich im Kokee State Park (Genehmigung in den Büros der Division of State Parks). Variante: Auch über den Pihea Trail ist der Alakai Trail zugänglich (siehe Tour 2).

Am Picknickplatz (1) überqueren wir die Straße, über die wir hergefahren sind, und folgen auf ebener Strecke der breiten Staubstraße, die auf einem Bergkamm entlangführt. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Trailanfang, der durch ein Schild gekennzeichnet ist. Von dem nun schmaler zugeschnittenen Bergkamm eröffnen sich weite Blicke in die beiden benachbarten Regionen. Besonders bei sonnigem Wetter sind die Farbkontraste der Farne, der Ohia-Lehua-Bäume und des Himmels sehr intensiv. Nach einer Viertelstunde verliert sich der Bergkamm und wir gehen weiter auf einem breiten Weg. Bei den Seitenpfaden, die immer wieder abzweigen, handelt es sich um Pfade, welche von heimischen Jägern genutzt werden. Dann erreichen wir den Beginn des Holzpfades, der überwiegend in einem schlechten Zustand ist und uns nun größtenteils den Weg weisen wird. Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit passieren wir ein offeneres Wiesengelände mit vielen kleinen Ohia-Lehua-Büschen, bis uns dann der Weg in ein feuchtes Waldgebiet mit schlanken, moosbewachsenen Bäumen führt. Nur wenige Meter später und nach rund 45 Minuten Gehzeit erreichen wir die Wegkreuzung zum Pihea Trail (2). Hier gehen wir geradeaus durch den dichter werdenden Regenwald. Kurz darauf verlassen wir die erste Hochebene und steigen über zahlreiche Holzstufen zu einem Nebenarm des Kawaikoi Stream hinunter. Im unteren Teilbereich ist der Holzpfad nur teilweise vorhanden, sodass wir auf dem meist feuchten und schmierigen Untergrund weitergehen und den Bach überqueren. Auf der anderen Seite steigen wir wieder auf, gehen über einen Bergkamm und können immer wieder in die beiden benachbarten Täler einblicken. Zahlreiche kleine und große Baumfarne zieren die Landschaft und wir passieren vereinzelt die Überbleibsel verrotteter Telefonholzmasten aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach der interessanten Aufstiegspassage ändert sich das Landschaftsbild und wir kommen dem zweiten und wesentlich größeren Hochplateau näher. Bevor wir die Region mit den Schlamm- und teils tiefen Wasserlöchern erreichen, gehen wir wieder auf einem auf Stelzen getragenen Holzpfad weiter. Statt hochwachsender und vermooster Bäume dominieren hier größtenteils Gräser und kleinwüchsige Pflanzen. Nur schwer lässt sich erahnen, wie abenteuerlich und zugleich gefährlich der Wanderweg war, als es hier noch keinen Holzpfad gab. Immer wieder steigt der Weg etwas an. Wir passieren weitere alte Telefonmastenskelette und folgen dem wiederkehrenden Richtungswechsel des Holzpfades. Nach einem letzten kleinen Abstieg erreichen wir die Aussichtsplattform (3) am Kilohana, das Ziel unserer Wanderung. Häufig wird die Sicht durch Nebel getrübt, doch die einzigartige Landschaft des Alakai-Sumpfes lässt die eventuelle Enttäuschung wieder schnell vergessen. Auf demselben Weg gehen wir zurück zum Picknickplatz (1).

Alakai Swamp Trail
Kurz nach Beginn des Alakai Swamp Trails.
Ohia-Lehua
Blütenstand der endemischen Ohia Lehua.
Holzstege
Auf Holzstegen durch den den Alakai Swamp.

2

Pihea Trail

Gehzeit 5.00 h

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Wanderung mit herrlichen Ausblicken und abwechslungsreicher Flora

Der äußerst abwechslungsreiche Pihea Trail ist besonders bekannt für seine exzellenten Ausblicke in das Kalalau Valley und für die Durchquerung des Regenwaldes nahe des Alakai-Sumpfgebietes. Der Trail ist aufgrund seiner geografischen Lage meist feucht und stellenweise auch sehr schmierig. Die einzige Möglichkeit, von einer befestigten Straße aus den Alakai Swamp Trail zu erreichen, bietet die Route über den Pihea Trail.

Ausgangspunkt: Puu o Kila Lookout am Ende der Kokee Road (Nr. 552). Zufahrt: Von der Inselhauptstadt Lihue Richtung Westen über den Hwy 50 bis Waimea. Durch den Ort bis Kekaha. In Kekaha dann rechts in die Kokee Road (Nr. 552) und rund 19 mi. (30 km) bis zum Ende der Straße (Höhe: 1273 m). Höhenunterschied: Etwa 370 m. Anforderungen: Anfänglich im Bereich der Kalalau-Klippe gut begehbarer, aber oft feuchter und schmieriger Pfad. Teils schmale, ausgespülte und kurze steile Passagen mit erhöhter Rutschgefahr. Abschnitte mit teils sehr verwitterten und maroden Holzpfaden, gegen Ende des Trails wieder breiter und einfacher Weg. Cabins/Camping: siehe Tour 1. Varianten: Häufig wird der erste Teil der Tour als Zugang zum Alakai Swamp Trail (siehe Tour 1) genutzt, um die Zufahrt zum Trailanfang über eine Staubstraße zu vermeiden. Zweite Variante: Pihea Trail bis zur Trailabzweigung zum Kawaikoi Stream Trail (siehe Tour 3). Dritte und beliebte Variante: Hinweg Pihea Trail wie beschrieben bis zur Mohihi Road, dann der Staubstraße folgen bis zur Alakai Picnic Area, um die erste Teilstrecke des Alakai Swamp Trail (siehe Tour 1) als Rückweg zu wählen.

Vom Parkplatz beim Aussichtspunkt des Puu o Kila (1) zunächst bergab über den von Erosion teils stark geschädigten Klippenrand des Kalalau-Tals. Vom Wanderweg aus haben wir immer wieder schöne Ausblicke hinab ins Tal und aufs Meer. Auch nach rechts, Richtung Süden und Südosten, eröffnen sich Fernblicke in das Gebiet, das zur Hochebene des Alakai-Sumpfgebietes zählt. Besonders häufig in der spärlichen Bewaldung zu sehen sind: Ohia-Lehua-Bäume, Falsche Geweihfarne und endemische Amau-Farne. Nachdem wir den Tiefpunkt der Talklippe erreicht haben, passieren wir kurz darauf den 0,25-Meilenstein. Wir steigen immer wieder leicht bergauf, verlassen dann den Klippenbereich und folgen dem Pfad durch den angrenzenden Ohia-Lehua-Wald. Es folgen im Wechsel mit dem Naturweg teilweise bereits verwitterte Holzpfadabschnitte, ehe der Weg steiler, schmieriger und abenteuerlicher wird. Wir passieren die 1-Meilen-Markierung und nur kurz darauf die Abzweigung nach rechts, die den Weg des Pihea Trails fortsetzt. Wir gehen zuerst geradeaus zum Aussichtspunkt des Pihea Vista Point (2). Nach etwa 5 Minuten steilen Aufstiegs, bei dem wir über schmieriges Wurzelwerk und ausgewaschene Wegabschnitte öfters die Hand zur Hilfe nehmen, erreichen wir die höchste Stelle (1306 m). Wenn die Sicht nicht durch Nebelschwaden beeinträchtigt wird, genießt man von hier aus einen fantastischen Blick in das Kalalau-Tal. Nach der Rückkehr zur Abzweigung, an welcher wir den Pihea Trail fortsetzen, steigen wir eine kurze, steile und vom Regen ausgewaschene Passage bergab. Danach setzen wir unseren Weg auf dem stellenweise verrotteten Holzpfad fort und gehen weiter bergab, anschließend über einen Bergkamm, von dem wir linker Hand sehr schön zur Hochebene des Alakai-Sumpfgebietes blicken können. Rechts vom Weg liegt eine kleine Nebenhochebene, die Kahuamaa Flat. Weiter durch einen dichten Regenwald, bis wir kurz nach dem 1,75 Meilenstein in einem Waldstück die Kreuzung (3) zum Alakai Swamp Trail (siehe Tour 1) erreichen. Geradeaus weiter Richtung Mohihi Road, kurz darauf endet der Holzpfad und wir gehen auf festem Erdboden weiter bergab. Nachdem wir die feuchte Waldregion verlassen haben, passieren wir meterhohe Farngemäuer des wuchernden Falschen Geweihfarns und kommen an Ohia-Lehua-Bäumen und Ingwergewächsen vorbei. Der Weg fällt steiler ab und wird etwas schmaler. Über mehrere Spitzkehren führt der Pfad hinab zum Kawaikoi Stream, den wir links liegen lassen. Wir überqueren sodann einen von rechts kommenden Nebenbach und steigen über ein Wurzelwerk wieder leicht an und folgen dem Lauf des Kawaikoi Stream. Am dritten Meilenstein erreichen wir am Kawaikoi-Fluss eine Stelle, die zum benachbarten Kawaikoi Stream Trail (siehe Tour 3) führt. Dazu müsste man den Fluss überqueren. Auf dem Hauptweg rechts vom Bach geht es weiter bergab Richtung Straße und wir erreichen nach einer Viertelstunde das zu einer Rast einladende Kawaikoi Camp und die Mohihi Road (4). – Zurück auf bekanntem Weg.

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Kawaikoi Stream Trail

Gehzeit 1.30 h

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Spaziergang abseits von Touristenmagneten

Dieser sehr schöne und abwechslungsreiche Kurzwanderweg liegt innerhalb des Kokee State Parks. Die Route führt durch einen Wald mit Pinien- und Redwood-Bäumen, vorbei am Kawaikoi Stream und zu einem seiner Seitenbäche, dessen idyllische Ufer durch zahlreiche Farne gesäumt sind.

Ausgangspunkt: Parkgelegenheit beim Sugi Grove Campingplatz. Zufahrt: Anfänglich identisch wie beim Alakai Swamp Trail (siehe Tour 1). Wir fahren am Alakai-Picknickplatz vorbei und auf der Mohihi Road etwas weiter, überqueren den Kawaikoi Stream und erreichen wenig später in einem Sugi-Pinienwald rechter Hand den sehr simpel ausgestatteten Campingplatz und Parkmöglichkeiten (Höhe: 1050 m). Höhenunterschied: 20 m. Anforderungen: Keine. Hinweis: Zufahrt zur direkten Wanderroute nur über eine Staubstraße erreichbar (siehe Tour 1), deren Nutzung die Mietwagenfirmen über eine Klausel ausschließen. Nach einer längeren Trockenperiode ist die Straße zwar relativ gut befahrbar, wer jedoch das Risiko nicht eingehen möchte, kann die Route über den Pihea Trail (siehe Tour 2) gehen. Cabins/Camping: Sugi Grove Campingplatz (sehr primitiv ausgestattet, kein Wasser, nicht zu empfehlen). Weiterer Campingplatz und Miethütten: siehe Tour 1.

Vom Sugi Grove Campingplatz (1) gehen wir wieder zurück zur Staubstraße und etwa 20 m weiter der Mohihi Road entlang. Der Trail beginnt linker Hand durch ein Waldstück mit Redwood-Bäumen und Sugi-Pinien. Wir passieren kurze Holzstege und kommen am Wegrand an Erdbeer-Guavenbäumen vorbei. Immer wieder verläuft der Weg leicht auf- und abwärts. Hinter dem Waldstück gehen wir auf einem weichen, gras- und moosbedeckten Untergrund, dann wandern wir weiter leicht bergauf durch ein offeneres Gelände; am Bachufer wachsen sehr schöne Amau-Farne. Nach etwa 1,1 km (0,7 mi) ab dem Ausgangspunkt erreichen wir am Kawaikoi-Fluss die Überquerungsstelle, die hinüber zum Pihea Trail führt. Wir bleiben jedoch auf dem gut begehbaren Hauptweg, verlassen kurz darauf den Fluss und erreichen anschließend an einem Seitenbach die Weggabelung, die den Rundkurs bildet. Wir gehen im Gegenuhrzeigersinn, nehmen den Weg nach rechts und steigen etwas an. Zunächst führt der Weg abseits vom Seitenbach, vorbei an Ingwerpflanzen, Ohia-Lehua-Bäumen und verschiedenen Farnen. Im Wechsel steigt und fällt der Weg öfters leicht an bzw. ab. Um den höchsten Punkt des Trails erreichen wir eine Stelle mit einem Ausblick hinunter zum ruhig fließenden Bach. Auch vom 1,25-Meilenstein aus eröffnet sich ein weiterer Blick hinunter zum Wasser. Wir gehen wieder bergab, um den Bach zu überqueren. Auf der anderen Seite setzt sich der gut begehbare Weg fort und wir befinden uns am Umkehrpunkt (2) des Rundkurses. Ein schönes Fotomotiv ergeben die Farne am Bachufer, die sich bei entsprechendem Lichteinfall im ruhigen Wasser spiegeln. Um die folgende feuchte und rutschgefährdende Stelle leichter passieren zu können, wurde ein kurzer Holzpfad angebracht, den wir passieren. Kurz nach dem 1,75-Meilen-stein überqueren wir wiederum den Bach, steigen ein kurzes Stück an und erreichen die Gabelstelle, an der wir den Rundkurs begannen. Ab hier gehen wir den bereits bekannten Weg wieder zurück Richtung Mohihi Road und Sugi Grove Campingplatz (1).

Waldstimmung
Auf halber Wegstrecke durch den Wald.

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Nualolo Trail

Gehzeit 4.30 h

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Ausblicke in den zerrissenen Nualolo-Talkessel und auf die Na-Pali-Küste

Die Nualolo-Klippen gehören zu den spektakulärsten Naturerscheinungen auf ganz Hawaii. Über 600 m fallen die zerklüfteten, von Wasserrinnen völlig zerschnittenen Steilwände in die Tiefe. Ein Naturwunder ohnegleichen!

Ausgangspunkt: Kokee Lodge. Zufahrt: Von der Inselhauptstadt Lihue Richtung Westen über den Hwy 50 bis Waimea. Durch den Ort bis Kekaha, dann rechts in die Kokee Road (Nr. 552) bis zur Kokee Lodge & Museum (1110 m). Höhenunterschied: Etwa 460 m. Anforderungen: Anfänglich gut begehbarer Weg, gegen Ende des Trails gibt es gefährliche Passagen, die über schmale, steil abfallende Bergkämme führen. Cabins/Camping: siehe Tour 1. Variante: Kombinierbar mit Touren 5 und 6 zu langer Rundtour.

Von der Kokee Lodge (1) auf der Hauptstraße bergab und nach wenigen Metern rechts in eine Staubstraße zum ausgeschilderten Trailbeginn. Der Weg steigt etwas an und wir gehen durch einen Koa- und Ohia-Lehua-Wald. Nach etwa einer Viertelstunde fällt der Wanderweg wieder ab. Immer wieder entdecken wir umgestürzte, teils verwitterte Bäume, welche durch Hurrikane vergangener Jahre entwurzelt worden waren. Neben Ohia-Lehua- und Koa-Bäumen sehen wir Guaven, Passionsfrüchte und verschiedene Farnarten. Nun folgen ein etwas offeneres Gelände mit hohem Graswuchs, zwei kleine Bergrücken und eine weitere offene buschige Landschaft. An einem rechts von uns liegenden Berghang steigen wir nun wieder etwas an, überqueren einen Bergrücken und kommen in das benachbarte Tal, wobei es durch die Bewaldung noch keine besondere Aussicht gibt, auch nach dem 1,75-Meilenstein verändert sich die Landschaft nicht wesentlich. Je weiter wir aber Richtung Klippen kommen, desto mehr verändert sich die Vegetation. Die Region wird trockener, die Bäume sind niedriger gewachsen und es sind häufiger buschartige Pflanzen wie die Pukiawe zu sehen. Wir gehen auf einem Bergrücken entlang, erreichen nach etwa einer Stunde den 2. Meilenstein und gehen nun auf einem von Erosion gezeichneten Weg wieder leicht bergab. In einem kleinen Rechtsbogen verlassen wir den Bergrücken und begeben uns in das rechte Tal weiter abwärts. Wir erreichen die 2,5-Meilenmarke, setzen unseren Abstieg weiter auf einem erosionsgeschädigten und mit Furchen durchzogenen Bergrücken fort. Den nach links abzweigenden Weg der Anaki-Hunters-Route lassen wir unberücksichtigt und gehen nun steil bergab. Nach einem ersten schönen Ausblick in das Nualolo-Tal erreichen wir die Abzweigung (2) nach rechts zum Nualolo Cliff Trail. Wir gehen jedoch weiter geradeaus, um die letzten 800 m auf dem Klippenrand bis zum Endpunkt zurückzulegen. Wir sollten uns von den gigantischen Blicken nicht verleiten lassen, gleichzeitig in die Ferne zu schauen und weiter zu gehen. Zu gefährlich sind nun die Stellen auf dem Kamm, die schmal sind und sehr steil nach unten in die Tiefe abfallen. Wir erreichen die durch Erosion geschädigte Aussichtsplattform (3) und genießen die eindrucksvolle Aussicht in den zerklüfteten Nualolo-Talkessel und hinüber zur Na-Pali-Küste. Zurück auf demselben Weg.

Nualolo Cliff Trail
Am Klippenrand entlang auf dem Nualolo Cliff Trail.

5

Awaawapuhi Trail

Gehzeit 3.30 h

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Herrliche Fernblicke in das Awaawapuhi-Tal und auf die Na-Pali-Küste

Wie der an sich schönere Nualolo Trail führt auch der Awaawapuhi Trail zu einem spektakulären Tal an der Na-Pali-Küste. Eindrücklich sind die von einem Aussichtspunkt zu erblickenden steil abfallenden Klippenwände, die durch Erosion völlig zerklüftet sind. Deshalb wird man auf diesen Wanderrouten häufiger Helikopter bei Rundflügen sehen und hören.

Ausgangspunkt: Parkgelegenheit an der Kokee Road (Bergstraße 552), rund 1,6 Meilen bergaufwärts von der Kokee Lodge & Museum entfernt, kurz vor dem 17. Meilenstein. Höhenunterschied: 520 m. Anforderungen: Gut begehbarer Weg mit Auf- und Ab-Passagen. Prinzipiell ist dieser Weg trockener als der Nualolo Trail. Cabins/Camping: siehe Tour 1. Kombinationsmöglichkeit: : Ein Rundkurs über den Nualolo Trail und Nualolo Cliff Trail wäre als längere Tagestour denkbar. Jedoch ist derzeit der Nualolo Cliff Trail gesperrt. Aktuelle Infos im Kokee Lodge & Museum einholen!

Von der Kokee Road (1) gehen wir zunächst wenige Minuten durch offenes Gelände mit Ingwer-Pflanzen etwas bergab, um dann ein dicht bewaldetes Hochland mit Koa-Bäumen zu durchstreifen. Bis zur 1,5-Meilenmarke ist der Wegverlauf wenig spektakulär. Wir steigen etwas steiler über einen stark verwurzelten Pfad ab, kommen an einer Lichtung vorbei, passieren bei mäßigem Abstieg das inzwischen etwas lichtere Waldgebiet, bis wir schließlich einen Bergrücken erreichen und immer wieder von einer Seite auf die andere wechseln. Beim 2. Meilenstein eröffnet sich ein erster Ausblick in die noch etwas weiter entfernten Täler der Na-Pali-Küste. Wir kommen an Pukiawe-Büschen, an Ohia-Lehua- und an Koa-Bäumen vorbei. Von einem kleinen Aussichtspunkt auf dem Bergrücken richtet sich unser Blick nun in das Awaawapuhi Valley, und wir können ahnen, was uns noch Spektakuläres erwartet. Das Landschaftsbild ändert sich nun und wir wandern durch mit Falschen Geweihfarnen bewachsenen Gelände. Es folgt eine Kehre und danach blicken wir in das von uns rechts liegende Awaawapuhi-Tal. Eine weitere Kehre folgt, der Abstieg wird für kurze Zeit steiler. Beim links zustoßenden Nualolo Cliff Trail gehen wir weiter geradeaus und rund 500 Meter auf einem gut begehbaren Weg leicht bergab, bis wir schließlich am Lookout (2) die imposanten Ausblicke in zwei atemberaubende und von Erosion zerklüfteten Täler genießen können: das nördlich gelegene Awaawapuhi Valley und das benachbarte und südlich gelegene Nualolo Valley. Zur Kokee Road (1) zurück gehen wir auf demselben Weg.

Na-Pali-Küste
Einmaliger Blick auf die von Erosion zerschnittene Na-Pali-Küste.

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Kukui Trail

Gehzeit 4.00 h

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Beeindruckende Wanderung hinab zum sehenswerten Waimea Canyon

Besonders steil führt diese Wanderung in die rötlich gefärbte weite Canyonschlucht über 600 m hinab in die Senke. Atemberaubend sind die Ausblicke in den zerklüfteten »Grand Canyon des Pazifik«.

Ausgangspunkt: Parkgelegenheit an der Kokee Road (Nr. 552). Zufahrt: Von der Inselhauptstadt Lihue Richtung Westen über den Hwy 50 bis Waimea. Durch den Ort bis Kekaha. In Kekaha dann rechts in die Kokee Road (Nr. 552) und den Berg hochfahren. Zwischen dem 8. und 9. Meilenstein befinden sich linker Hand am Straßenrand Parkgelegenheiten. Höhenunterschied: Etwa 740 m. Anforderungen: Der Abstieg hinunter zum Canyon ist steil und staubig. In der unteren Waldregion wird der Weg steiniger. Aufgrund der zahlreichen Höhenmeter ist der Trail anstrengend – vor allem beim Aufstieg – und nicht zu unterschätzen. Cabins/Camping: siehe Tour 1. Am Ende des Kukui Trails das Wiliwili Camp, allerdings äußerst primitiv, ohne fließend Wasser und nicht zu empfehlen. (Campinggenehmigung im Büro der Division of Forestry & Wildlife). Variante: