1

Von Puerto de la Cruz zum Café Vista Paraíso

Gehzeit 4.00 h

8C7

Spaziergang auf dem Camino de la Costa entlang der Steilküste

Der gepflegte, meist gepflasterte Camino de la Costa gehört zu den beliebtesten Spazierwegen Puertos – er führt vom Mirador de la Paz in einer herrlichen Aussichtspromenade zum Hotel Semiramis und von dort weiter durch Bananenplantagen zum wohl schönsten Strand des Nordens, dem Bollullo-Strand. Wegen der gefährlichen Strömungen und der kräftigen Brandung ist der feinsandige Strand nur bei ruhiger See zum Baden geeignet. Von dort empfiehlt sich ein Aufstieg zu einem der berühmtesten Panoramaplätze Teneriffas, dem Café Vista Paraíso – allerdings erfordert der Aufstieg Trittsicherheit und gutes Schuhwerk, da er auf einem teilweise etwas steilen, rutschigen Pfad erfolgt.

Ausgangspunkt: Puerto de la Cruz, 15 m, Playa de Martiánez am Ostende der Uferpromenade. Höhenunterschied: 400 m. Anforderungen: Leichte Wanderung auf breiten Wegen und Straßen – nur der Aufstieg zum Café Vista Paraíso erfolgt auf einem steilen, schmalen Pfad. Einkehr: Bar-Restaurant Bollullo, Café-Restaurant San Diego, Café Vista Paraíso (Mo. Ruhetag), Bars und Restaurants in Cuesta de la Villa.

Vom Martiánez-Strand gehen wir zwischen den Hotels San Felipe und Atlantis die Palmenallee Avenida Aguilar y Quesada hinauf und biegen nach dem Martiánez-Einkaufszentrum (zur Linken, 5 Min.) an der palmenbestandenen Plaza Viera y Clavijo links auf den Treppenweg Camino las Cabras ab – er verbindet die Stadtviertel La Paz und El Botánico mit der Altstadt. Nach einigen Minuten mündet er in eine breitere Promenade (Camino San Amaro), auf der wir links weiter ansteigen. Immer wieder laden Bänke an dem hübsch gestalteten Treppenweg zur Rast ein. Nach 5 Minuten stoßen wir auf eine Straße und wenden uns links dem Mirador de la Paz zu. Mit grandiosem Tiefblick auf Puerto de la Cruz und zum Martiánez-Strand spazieren wir nun auf dem balkonartigen Camino de la Costa, vorbei an mehreren Cafés und Apartment-Anlagen, oberhalb der Steilküste entlang. Beim Hotel Semiramis (insgesamt ½ Std.) mündet der Camino in die Calle Leopoldo Cólogan Zulueta, auf der wir links weitergehen. Geradeaus setzt sich der Camino de La Costa fort. Schon bald lassen wir die letzten Villen und Ferienanlagen hinter uns (an Gabelung links). Der breite Fußgängerweg verläuft zunächst noch oberhalb der östlichen Ausfallstraße, unterquert diese jedoch schon bald links durch einen Tunnel. Nun begleiten uns Bananenplantagen. Etwa 10 Minuten nach dem Tunnel durchqueren wir den Barranco de la Arena und stoßen auf der anderen Barrancoseite auf ein Sträßchen, auf dem wir geradeaus weitergehen (rechts am Barrancorand entlang der Weiterweg zum Café Vista Paraíso). Schon nach wenigen Minuten, beim Restaurant Bollullo, biegt links ein Weg ab, der hoch über der Playa del Bollullo entlang der Steilküste weiterführt – am Ostende der schönen Sandbucht führt eine breite Treppe hinab zum Strand, an dem auch eine Snackbar steht. Oberhalb der Steilküste setzt sich übrigens ein mitunter verwachsener, kurz auch etwas abgerutschter Weg fort, der sich nach gut 5 Minuten rechts einem kleinen Barranco zuwendet und durch diesen zur Straße in El Rincón hinaufführt (Abkürzungsmöglichkeit zum Café Vista Paraíso). Wieder zurück am Rand des Barranco de la Arena, wandern wir auf dem Sträßchen links haltend bergan. Nach knapp 15 Minuten passieren wir das Café-Restaurant San Diego im Weiler El Rincón. Rechts auf der breiten Asphaltstraße geht es hinauf nach La Orotava, wir gehen aber geradeaus weiter zwischen den Bananen- und Avocadofeldern. Nach 15 Minuten endet die Straße vor einem Tor (links leitet ein Camino hinab zur schönen, aber schmalen Playa del Ancón, ¼ Std., und geradeaus weiter steil hinauf nach Santa Úrsula, ½ Std., hier immer rechts auf Straßen in 10 Min. zur Bushaltestelle bei der Autobahnausfahrt La Orotava, s.u.). Direkt vor dem Tor führt rechts zwischen Mauern ein Weg zum Café Vista Paraíso hinauf. Er steigt für ein paar Minuten steil und geröllig an und wendet sich dann (bei erster Gelegenheit) kurz nach rechts, um sich mit dem ehemaligen Hauptweg zu vereinen. Dieser führt links weiter steil, nun teilweise steingepflastert, in Serpentinen bergan. Nach einigen Treppenstufen mündet der Weg schließlich in einer Villenansiedlung in eine Straße, die uns links zum traditionsreichen, deutsch-österreichischen Café Vista Paraíso bringt (150 m). Leckere Kuchen und Torten sowie der grandiose Ausblick von der Terrasse auf Puerto de la Cruz und das Orotava-Tal entschädigen für den anstrengenden Aufstieg. Wer nicht mehr auf demselben Weg nach Puerto zurückwandern will, kann schräg gegenüber auf dem breiten Weg weiter ansteigen. Er mündet sogleich in eine Straße, die an der Nordautobahn entlangführt. Auf der Straße nach links, dann rechts über die Brücke (Autobahnausfahrt La Orotava) nach Cuesta de la Villa. An der Hauptstraße befindet sich gleich rechts eine Bushaltestelle (Buslinien 062 nach La Orotava und 101 nach Puerto de la Cruz; 10 Min. ab Café Vista Paraíso).

Puerto de la Cruz
Blick zur Playa Martiánez, im Hintergrund das berühmte, vom kanarischen Künstler und Architekten César Manrique gestaltete Meerwasser-Freibad Lago Martiánez.
Playa del Bollullo
Der Bollullo-Strand ist der wohl schönste Strand des Inselnordens. Wegen der gefährlichen Strömungen und der kräftigen Brandung ist der feinsandige Strand nur bei ruhiger See zum Baden geeignet.
Café Vista Paraíso
Im Café Vista Paraíso erwarten uns leckere Kuchen und Torten sowie ein grandioser Ausblick auf Puerto de la Cruz und das Orotava-Tal.

2

Von Puerto de la Cruz zum Mirador de San Pedro

Gehzeit 3.45 h

8C7

Beliebte Küstenpromenade – mit Verlängerungsmöglichkeit

Die beiden Küstenwanderwege, die in Puerto de la Cruz ihren Ausgang nehmen, zählen zu den beliebtesten Wanderwegen Teneriffas. Beiden ist gemein, dass sie aufgrund ihrer begrenzten Länge nur bessere Spaziergänge sind. Beim westlichen Abschnitt besteht immerhin die Aussicht, dass der Wanderweg in absehbarer Zeit bis nach San Juan de La Rambla verlängert wird.

Ausgangspunkt: Loro Parque in Punta Brava, am westlichen Stadtrand von Puerto de la Cruz, 15 m. Haltestelle der Buslinie 381 und der Loro-Parque-Bimmelbahn. Oder Hotel Maritim. Endpunkt: Mirador de San Pedro, 130 m, Haltestelle der Buslinien 107, 108, 325, 363. Höhenunterschied: Gut 200 m im Aufstieg und 100 m im Abstieg. Anforderungen: Leichte Wanderung auf bequemen Caminos und Straßen. Einkehr: Bar-Restaurants in Punta Brava, La Romántica II und am Mirador de San Pedro (Mo. Ruhetag). Variante: Vom Mirador de San Pedro zur Playa del Socorro und nach San Juan de La Rambla: 30 m vor dem Bar-Restaurant setzt sich rechts, vorbei an der Kapelle, der Küstenweg fort. Er mündet nach einigen Minuten in eine Straße, die links und dann nach 25 m rechts durch Bananenplantagen zur Playa del Socorro hinabführt (»Hilfe-Strand«, Bar; 20 Min.) – ein Paradies für Wellenreiter, für Normalbadende dagegen ist der Strand mit Vorsicht zu genießen. Der Weiterweg nach San Juan kann nur hartgesottenen Wanderern (und nur bei Ebbe und ruhiger See!) empfohlen werden: Man folgt praktisch pfadlos und sehr mühsam dem grobsteinigen Strand, kommt nach 25 Min. unterhalb von ein paar verfallenen Häusern vorbei (El Terrero). Gut 10 Min. später erreicht man einen riesigen, etwa 10 m hohen Felsblock (El Roquillo) – hier links steil hinauf zu einer Steinmauer, bei der man auf einen intakten Weg stößt, der zu einem Haus ansteigt. Er senkt sich nach den Häusern hinab in den Barranco de Ruíz und steigt auf der anderen Seite steil an zu einem Haus. Nun auf herrlicher Küstenpromenade weiter durch La Rambla (gut 1 Std. ab Playa del Socorro; nach wenigen Minuten kann man links zur TF-5 beim Picknickplatz Barranco de Ruíz hinaufgehen, Bushaltestelle). 20 Min. später erreicht man auf dem Küstenweg den Ort Las Aguas (Bar-Restaurants, Schwimmbad). Von hier auf der Zufahrtsstraße hinauf zur Hauptstraße TF-5 in San Juan de La Rambla (¼ Std.; Bushäuschen, rechts an der Dorfstraße die Plaza).

Vom Haupteingang des Loro Parque folgen wir der Hauptstraße in westlicher Richtung und biegen nach knapp 10 Minuten, nach dem ersten Hochhaus zur Rechten (Hotel Maritim), rechts ab auf eine Straße. An ihrem Ende beginnt der Küstenweg, der oberhalb der steinigen Playa de Los Roques durch den Hang verläuft. An der Gabelung nach 5 Minuten lohnt sich rechts eine kleine Runde um die felsige Landspitze (Mirador mit Blick nach Punta Brava). Anschließend steigen wir links den breiten Camino hinauf zur Villensiedlung La Romántica II, die wir rechts auf der Straße durchqueren (immer geradeaus). Nach einigen Minuten knickt die Straße nach links, 100 m danach zweigt rechts der ausgeschilderte Küstenweg ab (nach 50 m Camino). Er führt in der Folge unterhalb der Villensiedlung La Romántica I vorbei und überquert anschließend den Barranco El Patronato über eine Brücke. Gleich danach ignorieren wir die rechts zur verfallenen Casa Hamilton (ehemalige Wasserpumpanlage) und zur Playa de La Fajana abzweigenden Wege und gehen links die breite Betonpiste hinauf. Nach 5 Minuten halten wir uns an der Schranke rechts, kurz darauf verschmälert sich der Weg wieder und senkt sich steil hinab in den Barranco del Agua, den wir ebenfalls auf einer Brücke überqueren. Gleich danach bleiben wir an der Gabelung auf dem geraden Hauptweg (rechts zweigt ein Weg zur steinigen Playa de La Fajana ab, an der sich ein Wasserwerk befindet, 10 Min.). 100 m danach gabelt sich der Weg abermals: Wer auf direktem Weg zum Mirador de San Pedro will, geht geradeaus weiter. Wir aber biegen rechts ab, kommen bald darauf oberhalb des Forts San Fernando vorbei (rechts zweigen Abstecher zum Fort sowie zu einem Stollen ab) und wandern etwa höhehaltend hinüber zu einem schönen alten Herrenhaus (La Casona). Von hier könnte man geradeaus, vorbei an der Siedlung Rambla del Castro, noch einen Abstecher zur Punta del Guindaste unternehmen (gut 5 Min.). Dann steigen wir von La Casona auf dem breiten Pflasterweg zur Hauptstraße TF-5 Puerto de la Cruz – Icod de los Vinos hinauf (gut 10 Min.). 200 m links (am Ortseingang von San Vicente) befindet sich die Bushaltestelle, rechts erwartet uns der Mirador de San Pedro mit Kapelle und Bar-Restaurant. Wer die Wanderung ausbauen will, der kann auf dem Küstenweg weiter zur Playa del Socorro und nach San Juan de La Rambla wandern (siehe Variante).

Hotel Maritim
Blick über die Playa de Los Roques zum Hotel Maritim
Casa Hamilton
Bei der verfallenen Casa Hamilton handelt es sich um eine ehemalige Wasserpumpanlage.
La Casona
Das herrlich oberhalb der Küste gelegene Herrenhaus La Casona
Mirador de San Pedro
Blick vom Mirador de San Pedro nach Rambla del Castro.

3

Von La Caldera nach Aguamansa

Gehzeit 2.00 h

87

Beliebte Rundtour in den Kiefernwäldern des oberen Orotava-Tales

Diese kleine Runde durch die prächtigen Kiefernwälder des oberen Orotava-Tales gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Teneriffa-Urlaubers. Der Wanderweg führt vom Picknickplatz La Caldera, der in einem natürlichen Krater angelegt wurde, vorbei an den Órganos-Felsen nach Aguamansa hinab. Dort lohnt sich ein Besuch der Forellenzucht.

Talort: Aguamansa, 1000 m. Ausgangspunkt: Zona recreativa La Caldera, 1192 m (Picknickplatz, Endhaltestelle der Buslinie 345). Endpunkt: Aguamansa, 1043 m (Haltestelle der Buslinie 345). Höhenunterschied: 100 m im Aufstieg und 250 m im Abstieg. Anforderungen: Meist gemütliche Wanderung auf Forstwegen und Straßen. Einkehr: Bar-Restaurant am Rastplatz La Caldera, Bar-Restaurants in Aguamansa. Variante: Von der Bushaltestelle in Aguamansa zurück zum Picknickplatz La Caldera (etwa 25 Min.): Man geht 50 m an der Hauptstraße hinauf und dann rechts auf dem ansteigenden Sträßchen weiter, das am Zaun der Forellenzucht entlangführt. Es endet vor einem Tor, zuvor biegt links ein Camino ab, der sich nach 5 Minuten mit dem GR 131 (weiß-rot-grün, geradeaus) vereinigt. Bald darauf kreuzt der Weg eine Piste – also durch den Tunnel unter der Hauptstraße hindurch und in 10 Minuten hinauf zum Picknickplatz La Caldera. Kombinationsmöglichkeit: Tour 4.

Von der Bus-Endstation am Picknickplatz La Caldera folgen wir der linken Straße, vorbei am Restaurant, und biegen nach 2 Minuten links auf eine breite Forststraße ab (Tafel »Los Órganos«). Nach 10 Minuten erreichen wir eine große Wegverzweigung neben der Choza Pedro Gil (Unterstand, Wasserstelle, rechts zweigt der Camino de Candelaria ab). Wir verbleiben auf der Forststraße und kommen 5 Minuten später unterhalb der Órganos-Felsen vorbei – die Erosion hat in dieser gewaltigen Felswand regelrechte Orgelpfeifen herausgesägt. Stets im Halbschatten mächtiger Kiefern, führt die breite Pistenstraße nun durch den Barranco Madre del Agua, in dem wir nach einer guten halben Stunde ein großes Wasserhaus passieren. 5 Minuten später ignorieren wir einen links abzweigenden Forstweg. Hin und wieder erhaschen wir Ausblicke auf den Teide und das Orotava-Tal – an der Küste können wir Puerto de la Cruz ausmachen, in der Ferne bei guter Sicht La Palma. Nach insgesamt einer Stunde ist die Choza El Topo erreicht. Unmittelbar danach zweigt links ein Forstweg ab, der in Serpentinen durch den Kiefern- und Buschwald hinabführt. Nach gut 5 Minuten teilt sich der Weg – hier geradeaus (rechts) weiter bergab. Knapp 10 Minuten später erreichen wir eine Wegkreuzung, hier links die steile Forststraße hinab. Wenige Minuten danach mündet die Forststraße an der Steinsäule Choza Pérez Ventoso in ein Sträßchen, das hier endet. Wir wandern nun auf dem Sträßchen weiter hinab, zwischen Feldern hindurch. An der Straßenverzweigung (Heiligenschrein) nach 5 Minuten halten wir uns links bergauf (rechts nach La Florida), wenige Minuten später an der nächsten Straßenkreuzung rechts. Das Sträßchen quert in der Folge zwei Barrancos (im zweiten kann man links mit dem weiß-gelb markierten Wanderweg PR TF 35 zur Casa Forestal/Forellenzucht aufsteigen) und mündet schließlich in die steile Dorfstraße von Aguamansa, auf der wir links hinauf zur Bushaltestelle an der Hauptstraße gelangen (200 m oberhalb die Casa Forestal/Forellenzucht, geöffnet 8–15 Uhr).

Forellenzucht
Die Forellenzucht ist täglich von 8 bis 15 Uhr geöffnet.
Am Rückweg
Auf dem Rückweg nach Aguamansa passieren wir Felder und Obstgärten.

4

Barranco Madre del Agua

Gehzeit 2.10 h

87

Rundwanderung auf alten Wasserwegen

Im Jahr 2009 wurde dieser Wanderweg durch den eindrucksvollen Barranco Madre del Agua restauriert – er war fast in Vergessenheit geraten und erinnert an die Geschichte der Wassergewinnung im oberen Orotava-Tal.

Talort: Aguamansa, 1000 m. Ausgangspunkt: Zona recreativa La Caldera, 1192 m (Picknickplatz, Endhaltestelle der Buslinie 345). Höhenunterschied: 300 m. Anforderungen: Zu Beginn gemütliche Wanderung auf Forstweg, dann häufig steile Waldwege. Einkehr: Bar-Restaurant am Picknickplatz La Caldera. Kombinationsmöglichkeit: Touren 3 und 5.

Vom Parkplatz mit der Bus-Endstation am Picknickplatz La Caldera gehen wir auf der linken Straße am Restaurant vorbei und zweigen nach 2 Minuten links auf die breite Forststraße ab (u.a. Tafel »Los Órganos«). Dieser folgen wir immer geradeaus, vorbei an der Choza Pedro Gil (knapp 10 Min.) und den Órganos-Felsen. Nach einer guten halben Stunde ignorieren wir den rechts abzweigenden Wanderweg PR TF 35.2 (unser späterer Rückweg), 2 Minuten später passiert die Forststraße ein großes Wasserhaus (Casa del Agua) im Barranco Madre del Agua. Rechts neben dem Wasserhaus zweigt ein Camino ab (PR TF 35.2, weiß-gelb, Ruta del Agua), der schon nach wenigen Minuten steil, teils über Stufen, am Rand des eindrucksvollen, tief eingeschnittenen Barranco Madre del Agua ansteigt. Er verläuft entlang einem ehemaligen Wasserkanal und trifft nach einer Viertelstunde auf einen breiten, von einer Forststraße heraufziehenden Camino, dem wir weiter nach oben folgen. Nach 5 Minuten gabelt sich der Weg – links durch den Barrancogrund gelangt man zu einem Taleinschnitt mit einem verfallenen Steinhaus. Nach dem kurzen Abstecher gehen wir rechts weiter und halten uns an der nächsten Gabelung nach 10 m geradeaus (links zweigt ein sehr steiler Serpentinenpfad zum Órganos-Höhenweg ab; 20 Min.). Der Weg verläuft nun in leichtem Auf und Ab durch den Hang und passiert nach 10 Minuten eine Galería (Stichweg links in einer Barrancorinne). Anschließend gesellt sich ein ehemaliger Wasserkanal an den Wegrand. Der Camino führt nun abwärts und passiert einen Wasserverteiler. Gut 5 Minuten danach kommen wir an einem weiteren Wasserverteiler vorbei, wenige Minuten später ignorieren wir einen links abzweigenden Pfad. Nach weiteren 5 Minuten gabelt sich der Weg (rechts barrancoeinwärts gelangt man zu einer kleinen Wasserkanalbrücke). Wenige Minuten später trifft der Camino auf die Forststraße vom Hinweg (2 Min. rechts das Wasserhaus) – auf dieser links in einer halben Stunde zurück zum Picknickplatz La Caldera.

Distributor 1
Wasserverteiler am Wegrand
Distributor 2
Wasserkanalbrücke am Wegrand

5

Órganos-Höhenweg

Gehzeit 4.00 h

87

Spektakuläre Runde um die »Orgelpfeifen«

Diese wildromantische Höhenwanderung bietet ein abwechslungsreiches, hin und wieder gar spektakuläres Bergvergnügen: Sie führt mitten hinein in die Schluchten- und Felsenwelt oberhalb der berühmten Orgelpfeifen und beschert uns prachtvolle Ausblicke auf das Orotava-Tal und den Teide.

Talort: Aguamansa, 1000 m. Ausgangspunkt: Zona recreativa La Caldera, 1192 m (Picknickplatz, Endhaltestelle der Buslinie 345). Höhenunterschied: Gut 600 m. Anforderungen: Zu Beginn gemütliche Wanderung auf Forstweg, dann häufig steiler, schlüpfriger Weg, stellenweise auch schmal und luftig (teilweise gesichert). Nur bei ruhigem Wetter, nicht nach starken Regengüssen (Steinschlaggefahr, abgerutschte Wegpassagen). Einkehr: Bar-Restaurant La Caldera. Kombinationsmöglichkeit: Tour 4. Wichtiger Hinweis: Der Höhenweg war bis Anfang 2017 wegen eines Hangrutsches gesperrt, ist nun aber wieder instandgesetzt und einwandfrei begehbar.

Vom Parkplatz mit der Bus-Endstation am Picknickplatz La Caldera gehen wir mit PR TF 35/GR 131 auf der linken Straße am Restaurant vorbei und zweigen nach 2 Minuten links auf die breite Forststraße ab (u.a. Tafel »Los Órganos«). Dieser folgen wir immer geradeaus, vorbei an der Choza Pedro Gil (knapp 10 Min., nicht rechts; Wasserstelle) und den Órganos-Felsen. Nach einer guten halben Stunde passieren wir ein großes Wasserhaus im Barranco Madre del Agua. 5 Minuten später, 10 m nach dem Linksabzweig eines Forstweges nach Aguamansa, zweigen wir scharf rechts auf den weiß-rot markierten Camino El Topo ab (GR 131; man kann auch auf der Forststraße weitergehen: nach 15 Min. neben der Choza El Topo rechts abbiegen auf die ansteigende Forststraße, einige Minuten später nicht links, 5 Min. danach in der ersten Linkskehre nicht rechts auf den Forstweg abzweigen). Der Wanderweg führt in Serpentinen über einen Rücken am Rand des Barranco Madre del Agua bergan und trifft nach einer knappen Viertelstunde auf die von der Choza El Topo kommende Forststraße. In der Linkskehre nach 10 m (rechts zweigt ein Forstweg ab) setzt sich rechts der Weg fort. Eine gute Viertelstunde danach berührt der Weg an einer Linkskehre wieder die Forststraße, knapp 10 Minuten später verläuft er über einen flachen Rücken neben der Forststraße. Nach wenigen Minuten steigt der Weg wieder spürbar an – er führt nun teils steil über den Bergrücken hinauf und erreicht nach gut 15 Minuten einen Aussichtsplatz auf einem Felsvorsprung mit Blick auf den Teide und das Orotava-Tal (Portillo de El Topo, 1565 m). Unser Weg trifft nach 10 m auf den quer führenden Órganos-Höhenweg, dem wir nach rechts folgen (links schöner Abstecher mit dem weiß-rot markierten GR 131 möglich zum Lomo de la Resbala, gut 1½ Std. hin und zurück). Der wunderschöne, auf samtweichen Nadelfilz gebettete Wanderweg führt nahezu eben auf den Teide zu. Kurzzeitig geht es in Serpentinen hinab in den Barranco Madre del Agua (20 Min.), dann folgt wieder ein gemütlicher Abschnitt, auf dem von rechts ein Wanderweg einmündet (15 Min.; siehe Tour 4). 10 Minuten später sehen wir vor uns den markanten Roque Guanchijo. Wieder geht es in Serpentinen bergab, vorbei an einer felsigen Aussichtskanzel (5 Min.). Wir durchqueren nun den Barranco Las Aguas (gut 5 Min.) – der Weg ist hier etwas luftig, besonders an einer Passage, an der der Pfad auf einem Felsband um einen steil abfallenden Felsen herumführt (Geländer). Gleich darauf erreichen wir einen felsigen Rücken (Aussichtsplatz, 10 Min.). Gut 10 Minuten danach passieren wir den wohl schönsten Aussichtsplatz der Runde, einen schmalen, vorgelagerten Felsrücken. Eine halbe Stunde später, nach einem letzten steilen Ab- und Aufstieg aus einem Barranco, erreichen wir den Camino de Candelaria, dem wir rechts hinab folgen. Schon nach wenigen Minuten zweigt links ein Wanderweg ab, hier rechts weiter hinab. 10 Minuten später kreuzen wir einen Forstweg (Steinsäule Lomo de los Brezos) und steigen weiter auf dem Wanderweg ab, der nach weiteren 10 Minuten neben der Choza Pedro Gil in die Forststraße vom Hinweg mündet. Auf dieser links in 10 Minuten zurück zum Picknickplatz La Caldera.

Roque
Felsige Rast- und Aussichtskanzel am Wegrand
Mirador 2
Der schönste Aussichtsplatz der Rundtour – ein schmaler Felsrücken mit Teide-Blick.
Mirador 2
Hinter dem Aussichtsplatz
Cumbre Dorsal
Die Cumbre Dorsal mit den »Orgelpfeifen«, gesehen von Aguamansa
Wolkenmeer
Typisch: Durch flechtenbehangene Kiefern fällt der Blick auf das Wolkenmeer.

6

Choza Chimoche, 1425 m

Gehzeit 2.00 h

87

Spaziergang im oberen Orotava-Tal

Das waldreiche obere Orotava-Tal ist eine der wasserreichsten Gegenden der gesamten Insel. Auf Streifzügen durch die dicht bewaldete Region trifft man immer wieder auf tief in den Berg getriebene Stollen (Galerías), Abraumhalden und Rohrleitungen.

Ausgangspunkt: Casa Forestal/Forellenzucht, 1075 m (an der Haarnadelkurve oberhalb von Aguamansa, Haltestelle der Buslinie 345). Endpunkt: Zona recreativa La Caldera, 1192 m (Endhaltestelle der Buslinie 345). Höhenunterschied: Etwa 400 m im Aufstieg und 250 m im Abstieg. Anforderungen: Meist gemütliche Wanderung auf Forst- und Wanderwegen. Einkehr: Bar-Restaurant am Rastplatz La Caldera, in Aguamansa mehrere Bar-Restaurants. Kombinationsmöglichkeit: Touren 3–8.

Hinter dem Bushäuschen, schräg gegenüber vom Tor der Casa Forestal/Forellenzucht, beginnt der Wanderweg PR TF 35 (weiß-gelb, Tafel). Er verläuft gemütlich durch den Hang oberhalb der Hauptstraße, wendet sich nach 3 Minuten rechts einem kleineren Camino zu und kreuzt nach einer Viertelstunde die Zufahrtsstraße zum Picknickplatz La Caldera. Der Wanderweg steigt nun etwas beherzter an und erreicht nach 10 Minuten den Picknickplatz La Caldera (Grillplätze und Kinderspielplatz im Kraterkessel). Wir gehen auf der Straße rechts um den Picknickplatz herum, bis nach wenigen Minuten am höchsten Punkt der Straße rechts eine leicht ansteigende Forststraße abzweigt (Tafel »Zona de acampada«). Sie passiert nach 200 m den Zeltplatz und führt fast eben dahin. Nach 5 Minuten geht es sachte bergauf – schon bald sehen wir linker Hand die Órganos-Felsen. Etwa 25 Minuten nach dem Rastplatz erreichen wir an der Steinsäule Pasada de las Bestias eine Kreuzung; hier rechts weiter auf der Forststraße. Gut 5 Minuten später kommen wir an der Galería Chimoche vorbei – der vergitterte Stolleneingang befindet sich im Talkessel rechts hinter den Gebäuden. Die Piste führt nun etwas steiler bergauf und erreicht nach 15 Minuten das Unterstandshäuschen der Choza Chimoche, 1425 m – hier treffen wir auf eine quer führende Piste, die rechts zur Choza Bermeja (½ Std.) und links zum Camino de Candelaria führt, nach oben setzt sich ein Weg zur Montaña del Limón fort (siehe Tour 7). Wir gehen nun wieder zurück bis zur Kreuzung an der Steinsäule Pasada de las Bestias (20 Min.). Hier wandern wir rechts mit der Forstpiste sachte hinab. Nach 5 Minuten erreichen wir die Steinsäule Lomo de los Brezos (Pedro Gil, 100 m weiter ein Aussichtsplatz), an der wir links auf dem Camino de Candelaria in Serpentinen weiter absteigen. 10 Minuten später, vorbei an den Tres Cruzes (Drei Kreuze), mündet er neben der Choza Pedro Gil in eine Piste, die uns links in 10 Minuten zum Rastplatz La Caldera zurückbringt. Wer zurück nach Aguamansa will, folgt der Piste nur 5 Minuten bis zu einer Brücke. 50 m nach der Brücke zweigt rechts ein breiter Weg ab, der immer geradeaus in Schleifen zur Forellenzucht hinabführt (15 Min.).

La Caldera
Nach der Wanderung kann man gemütlich im Bar-Restaurant La Caldera einkehren.
La Caldera
Der Picknickplatz La Caldera wurde in einem natürlichen Krater angelegt.

7

Montaña del Limón, 2106 m

Gehzeit 5.00 h

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Lange, aber abwechslungsreiche Waldwanderung mit »Gipfelglück«

Die Vulkankuppen der Montaña del Limón erheben sich am Fuß der Cumbre Dorsal aus dem häufig in Passatwolken gehüllten Waldgürtel des oberen Orotava-Tales und zählen zu den schönsten Aussichtspunkten von Teneriffas Norden.

Talort: Aguamansa, 1000 m. Ausgangspunkt: Zona recreativa La Caldera, 1192 m (Picknickplatz, Endhaltestelle der Buslinie 345). Höhenunterschied: 1000 m. Anforderungen: Teilweise steile Wanderung auf Forst- und Wanderwegen, das letzte Stück des Aufstiegsweges ist weglos (bei schlechter Sicht evtl. Orientierungsprobleme). Einkehr: Bar-Restaurant am Rastplatz La Caldera.

Von der Bushaltestelle am Picknickplatz La Caldera folgen wir der Straße nach rechts und biegen nach 150 m auf den ersten rechts abzweigenden Forstweg ab (Tafel »Camino de los Guanches«). Nach 200 m schwenkt der Forstweg links ab – an dieser Stelle setzt sich geradeaus der alte Camino fort. Er führt zunächst gemütlich, dann steiler durch den dicht bewaldeten Hang bergan. Nach 10 Minuten halten wir uns an der Gabelung halb links, wenige Minuten später überquert der Camino eine dicke Rohrleitung nach links. Knapp 20 Minuten danach gabelt sich der Weg – hier wenden wir uns links dem Hang zu (nicht rechts bergauf) und stoßen nach 5 Minuten auf eine Forststraße. Wir folgen dieser 10 m nach rechts und gehen scharf links auf dem deutlichen, von Steinreihen eingefassten Weg weiter (Tafel »Montaña Limon«). Er verläuft in leichtem Auf und Ab oberhalb der Forststraße durch Kiefernwald und gabelt sich nach gut 5 Minuten (35 m nach einem mannshohen Steinhaufen rechts oberhalb des Weges). Der Hauptweg führt geradeaus hinab zur nahen Choza Chimoche (unser späterer Rückweg) – wir biegen scharf rechts ab auf den deutlichen, in der Folge weiß-gelb markierten Weg, der sogleich in einen breiten, steilen Forstweg übergeht. Nach gut 10 Minuten zweigt vom linken Ast des Forstweges links ein mit Steinmännchen markierter Camino ab, der weiter am Rand des tief eingeschnittenen Barranco de Pedro Gil ansteigt und nach 5 Minuten wieder in den Forstweg einmündet. Gut 5 Minuten später kreuzen wir an der Steinsäule Pasada del Fraile (Wegsperre) eine Forststraße. Eine Viertelstunde danach verlassen wir den Forstweg in einer Rechtskurve auf einem geradeaus (links) abzweigenden Wanderweg. [Wer den unübersichtlichen Pfad meiden will, kann auch auf dem Forstweg weiter geradeaus über Cuevitas de Limón (5 Min., links bergan) bis zur Steinsäule Cumbrita Fría (35 Min.) ansteigen, hier links auf breitem, grobsandigem Weg hinauf zur Montaña del Limón (½ Std.); vgl. Rückweg.] Der teilweise etwas undeutliche, nur sporadisch mit Steinmännchen markierte Pfad kreuzt nach 5 Minuten einen Querweg. Achten Sie in der Folge immer gut auf den Weg (bzw. auf die Steinmännchen) – er verläuft 10 Minuten später für 5 Minuten am Rand des farbenprächtigen Barranco de Pedro Gil, an den er 5 Minuten danach wieder zurückkehrt (der Barranco bricht hier steil ab, nicht zu nahe an die Abbruchkante herantreten!). Ein großartiges Wegstück! Bald darauf tauchen vor uns die Observatorien von Izaña auf. Der Kiefernwald tritt nun zurück und wir gelangen auf eine ginsterbewachsene Hochfläche. Über diese führt der undeutliche Pfad links haltend in 10 Minuten hinüber zu einem im Hochtal endenden Fahrweg. Wir lassen den Fahrweg links liegen und wandern geradeaus durch den sandigen Taleinschnitt hinauf in einen weiten, dunkelsandigen Sattel, 2064 m (gut 5 Min.). Hier treffen wir auf einen deutlichen Querweg (N° 34; links Aufstiegsmöglichkeit zur TF-24 bei Izaña), von dem rechts ein Pfad über den breiten Geröllrücken zum nahen Gipfel der Montaña del Limón hinaufführt (gut 5 Min.). Der Hauptgipfel bietet einen schönen Ausblick auf den Teide und die Cumbre Dorsal mit den Observatorien von Izaña, der nördlich vorgelagerte Vorgipfel (10 Min.) legt uns das Orotava-Tal zu Füßen. Nach der Rast gehen wir wieder zurück zum flachen Sattel und folgen dort dem Querweg (Weg N° 34) nach rechts. Er führt nach 5 Minuten in Serpentinen durch Kiefernwald hinab und mündet eine Viertelstunde später an der Steinsäule Cumbrita Fría in eine Forststraße. Auf dieser wandern wir rechts gemütlich hinab. Nach 20 Minuten ignorieren wir in einer Rechtskurve einen links abzweigenden Forstweg. 10 Minuten später, in der folgenden Linkskehre, zweigt neben der Steinsäule Cuevitas de Limón rechts ein breiter Forstweg ab, der weiter sanft bergab führt, bald aber steiler und ruppiger wird. Er passiert nach einer Viertelstunde die Steinsäule Pasada del Fraile, 20 Minuten später treffen wir wieder auf den Querweg vom Hinweg, der uns rechts in 3 Minuten hinab zu einer Forststraße mit dem Unterstand der Choza Chimoche bringt. Hier halten wir uns rechts und wenden uns sofort der links abzweigenden Forststraße zu (PR TF 35 verabschiedet sich nach rechts). Nach wenigen Minuten, vor einer scharfen Linkskurve, zweigt geradeaus ein deutlicher, von Steinreihen eingefasster Weg ab, der parallel zur Forststraße verläuft und nach 10 Minuten an der Steinsäule Pasada de las Bestias wieder in diese einmündet. Hier links, immer der geraden Forststraße folgend, zurück zum Rastplatz La Caldera (20 Min.).

Degollada
Oberhalb der Montaña del Limón befinden sich die Observatorien von Izaña.
Montaña del Limón
Nach Neuschneefällen am Gipfel der Montaña del Limón

8

Candelaria-Weg I: Aguamansa – La Crucita, 2061 m

Gehzeit 4.10 h

8

Aufstieg aus dem oberen Orotava-Tal zur Cumbre Dorsal

Der Candelaria-Weg ist ein alter Pilgerpfad, der Aguamansa mit Candelaria verbindet – alljährlich am 14. August pilgern hier zahllose Tinerfeños zum Fest der Schutzpatronin des Archipels. Er vermittelt uns die ganze Schönheit des oberen Orotava-Tales: Durch die gewaltigen Kiefernwälder oberhalb von Aguamansa und über in allen Rottönen schimmernde Lavahänge geht es hinauf zur Kammhöhe der Cumbre Dorsal, die einen schönen Überblick über das Orotava-Tal im Westen und das Güímar-Tal im Osten vermittelt. Wer will, kann den Candelaria-Weg in seiner vollen Länge bis Arafo erwandern.

Talort: Aguamansa, 1000 m. Ausgangspunkt: Casa Forestal/Forellenzucht, 1075 m (an der Haarnadelkurve oberhalb von Aguamansa, Haltestelle der Buslinie 345). Höhenunterschied: 1000 m. Anforderungen: Anstrengender Anstieg auf teils steilem, ausgewaschenem Wanderweg. Einkehr: In Aguamansa Bar-Restaurants. Variante: Abstieg vom Mirador de La Crucita nach Arafo (knapp 3 Std., siehe Tour 9): Rechts vom Mirador zweigt eine Piste ab, von der nach 200 m links der Camino abzweigt. Er kreuzt mehrfach die Piste, in die er schließlich am Fuß des pechschwarzen Vulkankegels der Montaña de las Arenas einmündet (1 Std.). Auf der Piste links um den Vulkankegel weiter hinab bis zu einer steinernen Schutzhütte (½ Std.), in der darauffolgenden Rechtskurve geradeaus weiter hinab auf dem Camino. Immer geradeaus (an der Gabelung 100 m vor einem Wasserkanal geradeaus) gelangt man auf eine Asphaltstraße (¾ Std.), die, an einer Gabelung links haltend, steil hinab nach Arafo führt (½ Std., Busstation der Linie 121 rechts in der Avenida Reyes de España).

In der Haarnadelkurve an der Forellenzucht von Aguamansa beginnt der ausgeschilderte Camino de Candelaria, der gemächlich durch Baumheide- und Kiefernwald ansteigt. Er mündet nach gut 5 Minuten in einen Forstweg, der links zu einem Forsthaus führt. Wir gehen links daran vorbei und steigen unmittelbar danach rechts auf dem Camino weiter an. Gleich darauf kreuzen wir einen Forstweg (rechts die Galería de la Puente). Nun entweder immer geradeaus auf dem Forstweg hinauf oder – schöner – nach 10 m links abzweigen auf den von Steinreihen eingefassten Wanderweg, der über einen Rücken neben dem Barranco de Los Llanos ansteigt, mit schönem Blick auf die Órganos-Felsen. Beide Wege vereinen sich nach knapp 10 Minuten an der Einmündung in eine Forststraße, die vom Rastplatz La Caldera herüberführt. Wir folgen der Forststraße 20 m nach links, um sie rechts der Choza Pedro Gil (Wasserstelle) auf dem alten Camino zu verlassen (Tafel »Camino de Candelaria«). Der steile Serpentinenweg passiert sogleich die Tres Cruzes (Drei Kreuze) und kreuzt nach einer Viertelstunde an der Steinsäule Lomo de los Brezos (Pedro Gil) eine Forststraße – links haltend geht es weiter steil bergan. Nach weiteren 15 Minuten mündet von links der Órganos-Höhenweg ein (siehe Tour 5, rechts zweigt ein Weg zur Choza Chimoche ab). Der Camino steigt weiterhin steil in Serpentinen an. Nach einer halben Stunde lichtet sich der Kiefernwald – nun öffnet sich der Blick auf das Orotava-Tal und die Küste. Vorbei an einer Lavamauer durchwandern wir in der Folge ein vielfarbiges, vorwiegend dunkelrot gefärbtes Lavagelände. Nach einer weiteren halben Stunde – wir befinden uns nun auf einem Quergang in nordöstlicher Richtung – übersteigen wir eine Lavamauer. Der Quergang ist leider nur von kurzer Dauer, dann geht es wieder steiler über eine Felsenkanzel hinauf zur Kammhöhenstraße der Cumbre Dorsal, die wir 30 m vor dem Mirador de La Crucita, 1988 m, erreichen (auf halber Strecke zweigt von der Straße links ein Pfad ab, der in gut 10 Minuten zum höchsten Punkt der Montaña de la Crucita hinaufführt).

Muro de lava
Lavamauer am Wegrand
Vista
Blick vom Wanderweg auf das Orotava-Tal, im Hintergrund La Palma
Mirador de La Crucita
Teide-Blick von der Cumbre Dorsal bei der Montaña de la Crucita

9

Candelaria-Weg II: Arafo – La Crucita, 2061 m

Gehzeit 6.45 h

8

Grandiose Wanderung durch Weinberge, Kiefern- und Kastanienwälder und eine imposante Berglandschaft – eine der Top-Touren der Insel!

Der anstrengende Aufstieg von Arafo zur Montaña de la Crucita gehört aufgrund der vielfältigen landschaftlichen Eindrücke zu den schönsten Wegen Teneriffas. Besonders imposant ist im oberen Teil die einmalige Kulisse aus schwarzen Sand- und dunkelroten Lavahängen, hellgrün leuchtenden Kiefernwäldern und himmelwärts strebenden Felsenbergen.

Ausgangspunkt: Kirchplatz im Ortszentrum von Arafo, 470 m (Haltestelle der Buslinie 121). Höhenunterschied: 1600 m. Anforderungen: Anstrengende, äußerst abwechslungsreiche Tageswanderung auf teils steil angelegtem Camino. Einkehr: In Arafo Bars und Restaurants. Varianten: Besteigung der Montaña de las Arenas von der Piste bei der Schranke (knapp ¼ Std. einfach, weglos; grandioser Rundblick!). Abstiegsmöglichkeit von der Montaña de la Crucita nach Aguamansa (siehe Tour 8).

Unmittelbar oberhalb der Kirche befindet sich der Dorfplatz von Arafo, in dessen Mitte ein Kiosk-Pavillon steht. An diesem vorbei gehen wir geradeaus die Calle La Libertad hinauf – sie geht nach 400 m an einem kleinen Platz (Plazoleta del Llano) in die Calle de Eduardo Curbelo Fariña über. Die Straße wird nun zunehmend steiler, schon bald kommen wir an einer alten Gofiomühle vorbei und lassen die letzten Häuser Arafos hinter uns. Abzweigende Straßen beachten wir nicht, erst nach insgesamt einer guten Viertelstunde (1,2 km) wenden wir uns an einer Gabelung nach links, um sogleich (nach 15 m) wieder steil durch Wein-, Obst- und Kartoffelterrassen anzusteigen. 20 Minuten später endet das Sträßchen an einem Tor (wer mit dem Pkw anfahren will parkt bevor sich das Sträßchen geradeaus verschmälert). Hier beginnt rechts der Camino. Er führt sogleich zwischen zwei Wasserhäuschen hindurch – hier gesellt sich ein Wasserkanal an den Wegrand. Der Pflasterweg tritt nun in lichten Kiefernwald ein und entfernt sich nach knapp 10 Minuten links vom Wasserkanal, um in Serpentinen anzusteigen (nicht links abzweigen, wenige Minuten später nicht rechts über den Wasserkanal abzweigen). Hin und wieder können wir jetzt kleine rote Markierungspunkte am Wegrand entdecken. Der Anstieg auf dem Nadelfilz im Halbschatten der Kiefern gestaltet sich meist sehr angenehm. Etwa 25 Minuten ab der Asphaltstraße überqueren wir einen offenen, trockenen Wasserkanal. Der Camino führt nun links haltend weiter im Kiefernwald hinauf und steigt dann weiter in Serpentinen an. Nach einer guten halben Stunde, wir haben kurz zuvor den Wald verlassen, erreichen wir das Refugio de Las Arenas an einer Pistenstraße – die Unterstandshütte ist umgeben von knorrigen, geduckten Kastanienbäumen, in deren Schatten sich schöne Rastplätze mit Blick auf die Südküste und zur Nachbarinsel Gran Canaria finden. Vorbei an dem Haus steigen wir auf der Sandpiste weiter steil an. Die Kastanienbäume begleiten uns noch ein kurzes Stück, dann rückt der schwarze Vulkankegel der Montaña de las Arenas immer näher. Die Piste führt in einer Linksschleife am rechten Fuß des formschönen Vulkans vorbei (man kann auch geradeaus auf der steilen Fahrspur abkürzen) und passiert eine Schranke. Gut 100 m danach zweigt an einer Kreuzung geradeaus ein deutlicher Sandweg ab, der eine weite Schleife der Piste abkürzt. Wieder auf der Piste, treten wir in ein weites, überwiegend bewaldetes Hochtal ein, das sich hinter der Montaña de las Arenas, 1589 m, auftut. Im Süden wird es begrenzt durch die mächtigen Felswände des Pico del Valle, 2023 m, im Nordosten durch nicht minder eindrucksvolle Berggestalten, nach Westen zieht es hinauf bis zur Kammhöhe der Cumbre Dorsal mit der Montaña de la Crucita. Nach gut 100 m, in der darauf folgenden Linkskurve, verlassen wir die Piste wieder mit dem halb rechts leicht ansteigenden Weg – wer an dieser Stelle umkehren will, sucht sich am besten ein Stück weiter im Kiefernwald an der Piste einen geeigneten Rastplatz. Unser Camino führt nun in einer gemütlichen Hangquerung in den Kiefernwald hinein, steigt kurz in einem kleinen, waldfreien Barranco bergan und führt dann links in Serpentinen durch Kiefernwald hinauf. Eine Viertelstunde nach Verlassen der Piste kreuzen wir diese wieder und steigen weiter auf dem Weglein an. Gut 5 Minuten später kreuzen wir wieder die Piste, 10 Minuten später kreuzen wir abermals die Piste. Links, über der nächsten Pistenkurve, sehen wir die Gesteinsschichten in allen Farben schimmern, von rot bis schwarz. Der Camino erklimmt einen Bergrücken, von dem sich ein fantastischer Rundblick über das gesamte Hochtal ergibt. Er wird nun noch eine Spur steiler, auch steiniger. Nach etwa 20 Minuten lichtet sich der Wald – wir steigen nun durch rötlichen Lavagrus an. Dieser aussichtsreiche Abschnitt auf dem schlüpfrigen Sandboden ist der anstrengendste Teil der Wanderung. Alsbald passieren wir einen winzigen Heiligenschrein, dann kreuzen wir wieder die Piste – einige Meter weiter links setzt sich der Camino fort. Nun sind es nur mehr 10 Minuten (oben auf der Piste rechts), dann ist die Höhenstraße auf dem Kamm der Cumbre Dorsal neben dem Mirador de La Crucita, 1988 m, erreicht. 30 m weiter links setzt sich auf der anderen Kammseite der Candelaria-Weg nach Aguamansa fort – auf halber Strecke kann man rechts auf einem steilen Pfad in gut 10 Minuten zum höchsten Punkt der Montaña de la Crucita ansteigen und von dort – etwas behindert durch die Kiefern – die herrliche Aussicht auf das Orotava-Tal, den Teide und das Güímar-Tal genießen.

Refugio de Las Arenas
Das Refugio de Las Arenas ist umgeben von knorrigen, geduckten Kastanienbäumen, in deren Schatten sich schöne Rastplätze mit Blick auf die Südküste und zur Nachbarinsel Gran Canaria finden.
Aufstiegsweg
Nadelfilz und Lavagrus liefern eine samtweiche Unterlage.
Oratorio
Eine einmalig schöne Kulisse – über das Hochtal mit dem schwarzen Schlackekegel der Montaña de las Arenas blicken wir hinab zur Küste bei Güímar.
Oratorio
Heiligenschrein am Rand des Pilgerweges