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Die Identitätsfalle


Die Identitätsfalle

Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt
3. Aufl.

von: Amartya Sen

14,99 €

Verlag: C.H.Beck
Format: EPUB
Veröffentl.: 06.07.2020
ISBN/EAN: 9783406693199
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 208

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

<p>Gibt es einen &quot;Krieg der Kulturen&quot; zwischen dem Westen und dem Islam? Die einen sagen, wir sind bereits mitten in diesem Krieg, die anderen hoffen, den Konflikt durch einen Dialog der Kulturen entsch&auml;rfen zu k&ouml;nnen. Amartya Sen zeigt in seinem Buch, da&szlig; die falsche Illusion einer einzigen Identit&auml;t diesen &quot;Krieg der Kulturen&quot; konstruiert und zugleich fatal vorantreibt.<br />W&auml;hrend die Welt zunehmend aufgeteilt wird in Bl&ouml;cke aus Religionen, Kulturen oder Zivilisationen, geraten uns andere Faktoren des menschlichen Daseins wie Klasse, Geschlecht, Bildung, Beruf, Sprache, Kunst, Wissenschaft, Moral oder Politik immer mehr aus dem Blick. Globale Bem&uuml;hungen, der eskalierenden Gewalt Einhalt zu gebieten, scheitern zudem an einer Konzeptlosigkeit, die das direkte Resultat dieser undifferenzierten und eindimensionalen Konstruktion von Identit&auml;t ist. Wenn die Beziehungen zwischen menschlichen Individuen auf einen &quot;Krieg der Kulturen&quot; reduziert werden, dann schnappt die &quot;Identit&auml;tsfalle&quot; zu. Menschen, die eine F&uuml;lle von Identit&auml;tsmerkmalen haben, werden auf ein einziges reduziert und verschwinden in kleinen &uuml;bersichtlichen Schubladen. Das Gesch&auml;ft der Fundamentalisten besteht in dieser Miniaturisierung menschlicher Existenz, mit der alle Ideologie der Gewalt ihren Anfang nimmt. Doch Amartya Sen zeigt nicht nur, wie die Spirale aus Identit&auml;t und Gewalt entsteht, sondern auch, wie sie durchbrochen werden kann. Denn niemand ist zu einer einzigen Identit&auml;t verdammt, jeder kann seine Pers&ouml;nlichkeit gestalten und mitbestimmen. Sens brillante Analyse von Multikulturalismus, Postkolonialismus, Fundamentalismus, Terrorismus und Globalisierung macht vor allem eines klar: Die Welt kann sich ebenso in Richtung Frieden bewegen, wie sie jetzt auf Gewalt und Krieg hinzusteuern scheint.</p>
Amartya Sen, geboren 1933 in Shantiniketan in Indien, lehrt an der Harvard University als Professor für Philosophie und Ökonomie. Bis 2004 war er außerdem Master des Trinity-College an der Cambridge University. Sen hat u.a. in Kalkutta, New Delhi, London und Oxford gelehrt. 1998 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, 2007 den Meister-Eckhart-Preis. Er gilt als einer der einflussreichsten Denker der Gegenwart und wurde für sein Werk mit über 100 Ehrendoktoraten ausgezeichnet. Im Oktober 2020 wird ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. <br> <br> Zu seinen Forschungs- und Publikationsthemen zählen die Entwicklungs- und Wohlfahrtsökonomie, die Entscheidungstheorie, Sozialwahltheorie, Gender Studies und Fragen zur sozialen Ungleichheit. Er selbst stellt sich in einer abkürzenden Auswahl als <i>„Asiate, Bürger Indiens, Bengale mit bangladeschischen Vorfahren, Einwohner der Vereinigten Staaten oder Englands, Ökonom, Dilettant auf philosophischen Gebiet, Autor, Sanskritist, entschiedener Anhänger des Laizismus und der Demokratie, Mann, Feminist, Heterosexueller, Verfechter der Rechte von Schwulen und Lesben, Mensch mit einem areligiösen Lebensstil und hinduistischer Vorgeschichte, Nicht-Brahmane und Ungläubiger, was das Leben nach den Tod angeht“</i> vor.

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