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Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
 
 
 
 

Buch
Jeder, der arbeiten will, kann es schaffen! Dieses Buch macht Mut, an sich zu glauben und selbst aktiv zu werden.
Thomas Heinle weiß aus seiner jahrelangen Tätigkeit als Vermittlungscoach: Menschen werden krank und unglücklich, wenn sie von den anderen und sich selbst aufgegeben werden. Oder sie versauern im falschen Job, nur um es irgendeinem Arbeitgeber recht zu machen. Hier geht es dagegen um die Leidenschaften der Jobsuchenden, denn was einen mit Begeisterung erfüllt und man wirklich will, kann man am besten. Das Ziel: Die persönliche Vision vom Traumjob und vom Wunscharbeitgeber selbst formulieren und ihn durch eine professionelle Selbstvermarktungsstrategie auch bekommen. Dabei hilft dieses Arbeitsbuch mit Arbeitsblättern, Formulierungsvorschlägen und Ablaufplänen, an dessen Ende der persönliche Fahrplan für Erfolg und Erfüllung steht.
Thomas Heinles hohe Erfolgsquote bei der Vermittlung von Arbeitslosen spricht für sich: »Geht nicht – gibt’s nicht!«

Autor
Der Diplom-Sozialpädagoge Thomas Heinle arbeitete mehr als 20 Jahre als Bewerbungstrainer für Arbeitslose in Deutschland. Unter anderem half er auch Obdachlosen, verhaltensauffälligen Jugendlichen und psychisch Kranken. 2001 setzte Heinle seine Idee des Vermittlungscoachings mit dem Arbeitsamt München in die Praxis um und half ca. 200 Arbeitslosen pro Jahr beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Heute bildet er in seinem »Haus Dattenfeld« Vermittlungscoaches aus und hält Seminare zur Berufssuche und Berufsorientierung.
 

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Einleitung
Die Arbeitsplatzsuche ist wie ein Strategiespiel.
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, das Spiel zu beginnen und zu führen. Der Anfangsstand ist gleich: Jeder hat die gleichen Chancen, und der Beste gewinnt. Dazu braucht man jedoch eine Strategie, die sich laufend an die neuen Gegebenheiten anpasst. Wer meint, dass er nicht auf seinen Gegner achten muss, wird ins Hintertreffen geraten. Nur wer sich so auf seinen Gegner einstellen kann, dass dieser nicht mehr richtig zum Zug kommt, hat das Spiel gewonnen. Um dies zu erreichen, muss man immer wieder üben, üben und üben.
Mit jeder Übung erhöht sich Ihre Fähigkeit, schneller und flexibler Ihre Strategie zu ändern. Es geht immer darum, schon im Vorfeld herauszubekommen, was der Gegner vorhat. Gewinnen Sie, so haben Sie den Arbeitsplatz, den Sie sich wünschen. Verlieren Sie, heißt das nur, Sie haben nicht gut genug gespielt. Sie müssen noch mehr üben. Am Anfang steht jedoch die Analyse des Spiels.

Was habe ich gut gemacht?

Überlegen Sie sich das gründlich, und klopfen Sie sich dafür gebührend auf die Schulter.

Wo kann ich noch etwas verbessern?

Die Menschheit konnte sich entwickeln, weil sie bereit war, Fehler zu machen. Dies ist die Grundlage für jede Weiterentwicklung. Doch es ist unentschuldbar, einen Fehler ein zweites Mal zu begehen, nur weil man zu träge war, sich eine neue Variante zu überlegen.

Wie kann ich das alleine schaffen?

Schauen Sie sich Barack Obama an: Er hat die Idee. Um diese umzusetzen, braucht er Partner, die an ihn und seine Ziele glauben. Auch er braucht stets Berater und Kritiker. Er braucht sein Erfolgsteam, nur durch dieses Zusammenspiel kann er wirklich etwas erreichen. Er wird aber mit seiner eigenen Idee das Zugpferd bleiben. Und die treibende Kraft ist das »Yes we can!«.
Also machen Sie sich auf die Suche nach Ihren Unterstützern, nach Menschen, mit denen Sie sich austauschen können. Insbesondere eine Person, ein Freund ist dazu wichtig. Bitten Sie jemanden, Sie auf dieser Reise zu begleiten. Am besten finden Sie Menschen, die sich auf einer ähnlichen Reise befinden, damit Sie sich gegenseitig unterstützen können. Damit dies auf Dauer erfolgreich ist, treffen Sie dazu eine Vereinbarung, wann Sie sich jeweils austauschen. Am besten funktioniert Ihr Erfolgsteam mit fünf Menschen.

Warum dieses Buch?
Es gibt auf dem Markt eine riesige Menge an Bewerbungsratgebern. Leider habe ich darunter noch keinen gefunden, den ich rundum empfehlen kann. Vor allem fehlt es an einem ganzheitlichen Ratgeber, der eine klare Strategie von der Idee bis zur pragmatischen Umsetzung beschreibt. Und keiner bietet genügend Hilfestellung für eine wirklich individuelle (Be-)Werbung. Als Personalberater habe ich es aber allmählich satt, immer wieder standardisierte Bewerbungen zu lesen. Und so geht es jedem Personalchef. Diese Bewerbungen landen sofort im Papierkorb.
 
Dieses Buch soll Mut machen, sich immer wieder neu zu bewerben, immer wieder neue Kraft zu finden. Nur dann kann eine Bewerbung erfolgreich sein. Nur wenn Sie von sich selbst überzeugt sind, können Sie dies auch dem Arbeitgeber vermitteln. Schaffen Sie es nicht, diese Überzeugung in sich zu verankern, brauchen Sie sich erst gar nicht zu bewerben. Das ist bezogen auf das Schachspiel so, als ob Sie antreten, um zu verlieren. Also werden wir jetzt alles dafür tun, dass Sie voller Selbstbewusstsein Ihre neue Stellung suchen und bekommen.

Leben

Leben heißt, sich selbst zu leben. Leben heißt, in jedem Moment das zu tun, was ich selbst bin. Leben heißt, ich bin Teil der Welt und gestalte diese mit. Daher kann ich auch das tun, was das Meine ist. Wenn Sie die Überzeugung absolut teilen, dann können Sie diesen Abschnitt überspringen und beim Abschnitt »Glückwunsch« weiterlesen.

Veränderung

Der Mensch ist auf der einen Seite ein Gewohnheitstier, das bestrebt ist, immer wieder das Gleiche zu tun. Erst wenn die Gewohnheit nicht mehr möglich ist, ist der Mensch bereit, etwas zu verändern. Gewohnheiten stützen sich gegenseitig. So ist der Mensch in einem Konglomerat von Routinen gefangen. Eine kleine Veränderung zieht weitere Veränderungen mit sich.
 
Wir erliegen schnell dem Gefühl, nichts an unserem Leben ändern zu können. Die Lethargie der Gewohnheiten stellt sich ein – der Trott des Stillstandes. Der Konservatismus, alles zu bewahren, wie es ist. Der Mensch hält das fest, was er hat. Verlangt nun jemand von ihm eine Veränderung, dann reagiert der Mensch mit Abwehr. Er weiß, dass er sich eigentlich verändern will oder dass eine Veränderung notwendig wäre. Aber diese würde von ihm etwas Neues verlangen. Doch das Neue kennt der Mensch nicht, daher geht er in die Abwehr.
 
Alles, was seinen Zustand der Verharrung angreift, wird abgewehrt, abgewertet und ignoriert. Hier setzt der Mensch oft unheimliche Energien ein, um seinen Zustand zu rechtfertigen. Er klammert sich an alles, was ihm ermöglicht, in seiner Verharrung zu bleiben. Es werden regelrechte Gemeinschaften der Verharrung gebildet (Religionen, Parteien, Zünfte, Gewerkschaften, Verwaltungen, Stammtische usw). Innerhalb dieser Gemeinschaften kann der Status quo beibehalten werden, ohne die wirkliche Veränderung, die innere Veränderung, die Weiterentwicklung des einzelnen Menschen zuzulassen. Ein überwiegender Großteil der Gesellschaften funktioniert genau durch diesen Mechanismus.
 
Die Auswirkungen dieses Verhaltens sind Kriege, Terrorismus, Verarmung, Hungerlöhne. Jeder versteckt sich hinter dem anderen und meint, er müsste so handeln und anders gehe es nicht.
 
Doch genau an dieser Stelle ist ganz im Kleinen JEDE Veränderung möglich. Und es ist immer das Kleine, das die Welt verändert. Das ist die Idee, die ein einzelner Mensch hat, und die er dann auch umsetzt, weil er an sie glaubt.
 
Nun liegt hier das eigentliche Dilemma: Wie kann der Mensch seine Idee wirklich umsetzen? Es wirkt oft alles gegen ihn und seine Idee. Hier nur eine kleine Aufzählung an möglichen Hinderungsgründen:
• Er glaubt nicht an sich selbst.
• Er muss dazu alte Gewohnheiten aufgeben.
• Er tut etwas, was ihn in Konflikt mit den Menschen bringt, mit denen er zusammenlebt.
• Er verstößt gegen die Glaubenssysteme, die er sich zurechtgelegt hat.
• Er meint, er hat nicht die Möglichkeiten und das Geld dazu.
• Er ist zu sehr in soziale Strukturen eingebunden.
• Er muss etwas Neues lernen.
Doch genau hier liegt auch die Chance: Ihre Chance! Es ist Ihre kleine Idee, an die Sie glauben und die Sie umsetzen. Sie haben damit die Möglichkeit, Ihre Welt so zu verändern, wie Sie sie haben wollen. Sie können so weitermachen wie bisher und meinen, Sie sind allem einfach ausgeliefert.
Oder Sie nehmen sich und Ihre Idee ernst, nehmen sie an, und machen sich auf die Reise, diese Vision zu leben. Sie nehmen sich als den Mittelpunkt Ihres einzigartigen Lebens wahr und überlegen, wie die Welt aussehen könnte, wenn Sie genau das tun würden, was Sie tun wollen. Betrachten Sie einfach mal die Welt mit den Augen Ihrer Macht! Allein schon die Vorstellung dessen und was daraus wird, wird Ihre Welt komplett verändern. Und aus dieser Sicht der Dinge können Sie dann mit Ihren Mitmenschen ganz andere Vereinbarungen treffen. Vereinbarungen, die Ihren Ideen Leben einhauchen und auch den anderen nützen. Mit der Realisierung Ihrer Ideen können Sie nur Win-Win-Situationen schaffen. Und durch das Wahrnehmen und Leben Ihrer Ideen wird Ihnen der Zufall zu Hilfe kommen. Erst wenn Sie an etwas glauben, dann werden Sie auch die Wege dorthin sehen können. Und wenn Sie die Wege sehen, können Sie diese auch gehen. Dabei ändern sich Ihre Sichtweise und Ihr Standpunkt. Und nur Menschen, die an ihre Ideen glauben, können auch die Welt verändern. Ob dies nun der Freidensnobelpreisträger Muhammad Yunus ist, der den Ärmsten der Armen eine Chance gibt, oder ob dies der jetzige Präsident der USA, Barack Obama, ist. Beide sind Menschen, die an sich und ihre Ideen glauben. In Liebe zu sich selbst und zu den Partnern, an die sie glauben und die an sie glauben.
Muhammad Yunus gibt den Frauen in Bangladesh Mikrokredite von 50 Dollar. Er geht dazu mit seiner Grameen Bank in die Dörfer und fragt die Frauen, was sie für ihre Zukunft tun wollen. Die 50 Dollar bekommen sie nur, wenn sie sich zu fünft verpflichten, das Geld wieder zurückzuzahlen und 16 Regeln einzuhalten. Er hat mit dieser Idee 1974 ganz klein begonnen, indem er mit je 27 Dollar insgesamt 42 Familien ein Grundkapital gab. Mittlerweile hat die Grameen Bank alleine in Bangladesh ca. neun Millionen Eigentümerinnen, die alle an dem Mikrokreditsystem teilgenommen und sich damit eine eigene Existenz aufgebaut haben. Was Muhammad Yunus immer wieder sagt, ist Folgendes: »Mach es anders, als es alle anderen machen, wenn du weißt, dass es richtig ist – darin liegt dein Vorteil.« Er handelt grundsätzlich danach. Er gibt das Geld den Frauen und nicht den Männern, weil diese mit Geld umgehen können (Die Weltwirtschaftskrise beweist ja gerade, dass die Männerwelt nicht mit Geld umgehen kann und das Geld von Männern nur verzockt wird.). Yunus geht als Bank zum Kunden und berät ihn zu Hause. Er arbeitet seine Mitarbeiter selbst ein, er würde nie einen gelernten Banker einstellen – diese sind vom Misstrauen und nicht vom Vertrauen geprägt. Dass Yunus damit recht hat, beweißt sein Erfolg. Über 98 Prozent der Kredite werden zurückgezahlt. Diese Quote schafft weltweit sonst keine Bank!
 
Und es war anfangs auch nur eine Idee, die allem bisher Gedachten widersprach. Durch den Glauben daran und durch das Ausleben des Gedankens konnte er Wirklichkeit werden.
 
Und genauso kann es mit Ihren Ideen sein, wenn Sie sich entscheiden, daran zu glauben, und diese umsetzen. Dieses Buch will Ihnen dazu die Möglichkeit geben. Suchen Sie sich dazu auch Menschen, die Sie dabei begleiten und denen Sie sich verpflichten, Ihre Idee auch umzusetzen.
 
Fangen Sie damit an, und nehmen Sie Ihr Leben (wieder) in die Hand. Es ist IHRES!

Glückwunsch

Sie möchten in Zukunft nur noch das tun, was Sie wirklich wollen. Warum treffen Sie diese Entscheidung nicht jetzt sofort?
Wenn Sie ja dazu sagen, dann brauchen Sie die Anleitungen in diesem Buch nur noch Schritt für Schritt umzusetzen. Der vorliegende Ratgeber zeigt Ihnen Ihren neuen Weg.
 
Sie entscheiden sich dafür, nur noch für Arbeitgeber oder Kunden tätig zu werden, mit denen das Arbeiten Spaß macht.
Arbeit ist ein Großteil des Lebens. Daher darf sie auch Spaß machen. Besser gesagt, sie MUSS sogar Spaß machen. Nur dann sind Sie in der Lage, tatsächlich etwas zu leisten – vor allem nachhaltig – und dabei gesund, wach und belastbar zu bleiben.
Nur wenn Ihnen die Arbeit mit einem Lächeln von der Hand geht und Sie dabei zufrieden sind, werden Sie Ihr Geld bei dem Arbeitgeber beziehungsweise Kunden wert sein. Sie sind Sie selbst, Sie arbeiten mit Menschen zusammen, die Ihre Freunde sein könnten, und Sie bringen die gemeinsame Sache zum Erfolg.
 
Sicher kennen Sie Unternehmen, in denen dies der Fall ist. Man fühlt die Leidenschaft der Mitarbeiter, die Energie und den Teamgeist. In solchen Unternehmen will man arbeiten.
 
(Anmerkung: Lesen Sie die kursiven Teile nicht, wenn Sie mit dem vorher Geschriebenen übereinstimmen. Dieser Teil ist nur für die Meister des Unglücklichseins bestimmt, die wieder in die Abgründe des »Das geht nicht!« und so weiter abtauchen wollen! Also: Einfach nach dem Kursiven weiterlesen. Es werden nur Begründungen aus dem Negativen aufgearbeitet.)
 
In den anderen Unternehmen geht man zugrunde. Wer seine Arbeit nicht gerne macht, interessiert sich auch nicht dafür, er bildet sich nicht weiter und fürchtet die Konkurrenz der Kollegen. Er wird gemobbt, er wird krank, irgendwann kommt die Kündigung, oder das ganze Unternehmen geht den Bach hinunter. Auf jeden Fall gibt es in diesen Firmen keine Innovationen mehr. Die gängigen Floskeln sind dann: »Das haben wir immer so gemacht!«, oder: »Das geht nicht!« Wollen Sie in solch einem Unternehmen arbeiten? Sicher nicht!
 
(Anmerkung: Ende des Negativ-Exkurses. Also überlegen Sie, ob Sie diese Bemerkungen in Zukunft noch lesen wollen, vielleicht dienen sie ja Ihrer Belustigung. Ich habe diese Einwände schon so oft gehört, dass ich es wichtig finde, darauf einzugehen. Aber Sie haben diesen Pfad ja bereits verlassen, oder?)
 
Also gibt es nur einen Weg: Überlegen Sie sich, was Sie wollen! Sie können dabei nur gewinnen.
 
Im ersten Teil des Buches geht es um Ihre Wünsche, Träume und Visionen. Sie lassen die ganze Welt außer Acht und denken einfach an sich selbst, an das, was Sie wollen. Zur Realität kommen wir später. Sie entführen sich selbst in Ihre Gedanken- und Traumwelt: Spinnen Sie einfach mal.
Nachdem Sie genug fantasiert und Ihre Vision auch zu Papier gebracht haben, erlauben Sie sich, sich selbst für »verrückt« zu erklären. Damit haben Sie den ersten Teil des Buches und Ihrer Zukunftsplanung hinter sich gebracht. Nun nehmen Sie – zu Beginn des zweiten Teils – ein sehr großes Blatt Papier (zum Beispiel die Rückseite einer Tapete, ca. drei Meter lang), kleben ganz oben rechts Ihre Vision auf das Papier und malen sich selbst unten links ganz klein. Diese Darstellung verdeutlicht Ihr jetziges Gefühl und den Grund, warum Sie Angst vor Ihrer Vision haben.
Malen Sie nun von Ihnen ausgehend (ganz unten) einen verschlungenen Weg nach ganz oben zu Ihrer Vision. Jetzt dürfen Sie allen Bedenkenträgern noch einmal aus vollem Herzen Tribut zollen. Malen Sie alle Stolpersteine auf den Weg, die Sie sich nur vorstellen können. Hören Sie erst damit auf, wenn Ihnen absolut keine mehr einfallen. Jetzt wirkt der Weg steinig … und wie!
Doch wie wäre es, einen Stein nach dem anderen aus dem Weg zu räumen? Dazu überlegen Sie sich nun, wie das bei jedem einzelnen Stein gehen könnte. Wenn Ihnen einige noch zu schwer erscheinen, lassen Sie sie liegen, und räumen Sie erst die anderen weg. Und zwar, indem Sie einen Umweg malen und daneben schreiben, wie der Stolperstein entfernt werden könnte.

Geht nicht – gibt’s nicht! Aber wie geht es dann?

Bei den Steinen, die Sie nicht alleine wegschaffen können, lassen Sie sich von Bekannten oder Spezialisten helfen. Sie werden sehen: Bald können fast alle Hindernisse beseitigt werden.
Der Weg wird gangbar. Nun brauchen Sie noch die Überzeugung, dass Sie Ihren zukünftigen Arbeitgeber oder Kunden für sich gewinnen können. Dies gelingt, indem Sie sich überlegen, was Sie ihm Gutes tun können. Dazu stellen Sie sich voll und ganz auf Ihren Wunscharbeitgeber/-kunden ein. Erst beschreiben Sie ihn so genau wie möglich, dann überlegen Sie sich, welche Bedürfnisse er hat. Schließlich fragen Sie sich, wie Sie diese Bedürfnisse erfüllen können. Am besten geht das natürlich mit den Tätigkeiten, die Sie gerne machen und die Ihnen leicht von der Hand gehen. Und genau die finden Sie bei Ihrem Wunscharbeitgeber vor.
Nach dieser Analyse kommt der dritte Teil des Buches: Ihre Marketingstrategien, um Ihren Wunscharbeitgeber/-kunden anzusprechen. Denken Sie daran: Nur ihn wollen Sie ansprechen. Bei allen anderen werden Sie nicht glücklich. Also wird Ihre Bewerbung genau auf die Bedürfnisse dieses Arbeitgebers zugeschnitten sein. Das heißt, Sie bieten Ihrem zukünftigen Arbeitgeber /Kunden genau das an, was Sie gerne machen beziehungsweise gerne gemacht haben. Und Sie sprechen jeden Arbeitgeber an, bei dem Sie genau dies offerieren können, und zwar in initiativer Form. Vergessen Sie Stellenanzeigen. Gehen Sie selbst auf die Suche, und sprechen Sie in Eigeninitiative jeden an, der Ihr Wunscharbeitgeber sein könnte. Wenn Sie Ihren Traumarbeitsplatz in einer Stellenanzeige finden, waren Sie zu langsam. Der Arbeitgeber hat von Ihnen keine Kenntnis erlangt. Also drehen Sie den Spieß um: Machen Sie sich bei allen relevanten Arbeitgebern bekannt, und bleiben Sie am Ball!
 
Hierzu erstellen Sie Ihre eigene Marketingstrategie. Sie suchen sich das, was Sie wollen. Wer Sie nicht will, ist entweder schon bedient, oder Sie werden bei diesem Arbeitgeber langfristig auch nicht glücklich. Sie bieten Ihrem Kunden schließlich Problemlösungen. Sie haben ein tolles Produkt, Sie bringen ihm zusätzliche Aufträge, Sie helfen ihm, Geld einzusparen und so weiter. Da kann Ihr Wunscharbeitgeber doch nicht nein sagen.
Vielleicht versteht er es beim ersten Mal noch nicht, oder er hat momentan noch keinen Bedarf. Aber vielleicht in drei Monaten. Man kann ja noch einmal nachfragen, ein Telefongespräch ist es wert. Oder?
 
Dieses Buch wird Sie dabei unterstützen, Ihren Weg zu gehen. Sie haben sich dafür entschieden, in Ihrem weiteren Leben nur noch das zu tun, was Ihnen wirklich Spaß macht. Vielleicht wissen Sie schon genau, was Sie machen wollen. Vielleicht haben Sie aber auch nur das diffuse Gefühl, dass Sie momentan nicht das machen, was Sie machen sollten oder wirklich machen wollen. Auch das ist schließlich ein Grund, warum Sie dieses Buch jetzt in der Hand halten.
 
»Visionen sind die Strategien des Handelns« hat unser ehemaliger Bundespräsident Roman Herzog einmal gesagt.
 
Also: »Auf geht’s!«
 
Eines noch:
Lesen Sie dieses Buch nicht nur, sondern arbeiten Sie es tatsächlich durch. Und dies am besten zusammen mit anderen. Damit erzielen Sie den größten Erfolg!
 
Versprochen? (Nicht mir, sondern Ihnen selbst, es geht um Sie!)

1. Die Vision

Die Notwendigkeit der Vision

OHNE VISION HABE ICH KEIN ZIEL,
OHNE ZIEL LÄSST SICH KEIN WEG FINDEN.
DIE VISION WIRD ZUR RICHTSCHNUR
DES HANDELNS.
 
Ohne Visionen würde die Menschheit noch in Höhlen hausen. Erst das Entstehen von Visionen hat es ihr ermöglicht, neue Lösungen zu entwickeln. Es beginnt immer damit, dass man sich vorstellt, wie etwas sein könnte. Dies geht im Kleinen wie im Großen. Um das Ganze zu üben, stellen Sie sich einfach vor, Sie hängen ein Bild von einem Maler, zum Beispiel von Andy Warhol, an eine bestimmte Wand. Somit haben Sie eine Vision. Man kann die Vision lenken oder sie einfach entstehen lassen. Die Visionen, die einfach entstehen, sind die wichtigsten. Sie kommen aus dem Unbewussten und manifestieren sich im Bewusstsein, wenn man sie wahrnimmt.
 
Und das ist genau der Punkt: Jeder Mensch hat Visionen, jeder Mensch träumt, jeder Mensch hat Ideen. Doch oft werden diese Visionen als Spinnerei abgetan oder noch nicht einmal richtig wahrgenommen. Denn diese Vorstellungen sind oft nicht realistisch. Es sind Wunschträume – wie man es gerne hätte. Aber man kann sie sehen. Und man sollte sie nicht übersehen. Denn sie sind sehr wichtig, vielleicht sogar der Schlüssel für die Zukunft. Sie sind das Samenkorn, aus dem eine kräftige Eiche werden kann.
 
Alle großen Erfindungen und Unternehmungen waren anfangs nur die Vision eines Einzelnen. Diese Vorstellungen wurden von dem jeweiligen Visionär »wahr-genommen« und dann umgesetzt. Jeder geplanten Unternehmung liegt ein Wunschtraum zugrunde.
 
Auch Ihre Vision kann in die Realität umgesetzt werden. Doch dazu müssen Sie sie zunächst richtig wahrnehmen und an sie glauben. Aus dieser Kraft wird zwangsläufig die Strategie der Umsetzung entstehen.
 
Auch ein einjähriges Kind hat eine Vision: Es will laufen! Was macht das Kind? Es versucht immer wieder, aufzustehen und Schritte zu machen. Egal, wie oft es dabei fällt, es wird laufen lernen. Und genau das Gleiche ist es mit Ihren Ideen! Lassen Sie die Ideen laufen lernen. Die Rückschläge dabei sind das beste Training!!!
 
Sagen Sie jetzt: »Das geht doch nicht, das ist doch alles nur Gerede«? Dann frage ich Sie, wie denn die Welt von dem, was Sie wollen, Kenntnis erlangen kann, wenn Sie es ihr nicht erzählen? Sicher gibt es Hellseher, aber sagen Sie doch der Welt besser selbst, was Sie wollen. Erst dann kommt auch jemand darauf, dass Ihr Vorhaben eine ganz tolle Sache ist, die er haben will.
 
Wahrscheinlich sind Sie in der letzten Zeit sehr oft von Menschen enttäuscht worden, haben immer nur Absagen bekommen und glauben jetzt einfach nicht mehr daran, dass noch irgendeines Ihrer Vorhaben funktionieren könnte. Doch gerade hier ist es wichtig, wieder an das Eigene zu glauben. Sie können Ihren Wert nur nach außen darstellen, wenn Sie selbst an sich glauben. Alles andere ist ein Trugschluss. Also: Es geht um Sie, um Ihren Glauben, um Ihre Vision!
 
Lassen Sie uns dazu kommen, wie man Schritt für Schritt erreicht, seine Visionen wahrzunehmen, daran zu glauben und sie dann auch umzusetzen.

Wie finde ich meine Vision?

Für uns ist es jetzt zunächst einmal wichtig, wo Sie in fünf Jahren sein wollen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, was Sie können oder auch nicht. Es geht wirklich nur um das, was Sie in fünf Jahren tun wollen, wenn Sie es sich vollkommen frei aussuchen können. Sie dürfen einfach träumen, frei fantasieren. Es kann Ihr Kindheitstraum sein, es kann alles sein. Hauptsache ist, Sie lassen Ihren Wünschen freien Lauf.
Ich hatte vor einiger Zeit einen 56-jährigen Außendienstmitarbeiter bei mir zur Beratung. Er hatte 30 Jahre im Außendienst gearbeitet und war dann zwei Jahre arbeitslos. Er malte seinen Kindheitstraum: Lokführer. Bereits drei Tage später hatte er ein Bewerbungsgespräch bei einer kleinen Privatbahn und fuhr im Führerstand mit. Er wird jetzt wahrscheinlich die Ausbildung zum Lokführer machen. Mit der Kraft seiner Vision konnte er den Geschäftsführer von sich überzeugen. Allein mit solchen Beispielen könnte ich dieses Buch füllen. Aber jetzt geht es darum, dass Sie Ihre eigene Vision erkennen, sie sich entfalten lassen und dann auch tatsächlich umsetzen.
 
Wenn Sie bereits eine klare Vision haben, dann sind Sie schon sehr weit. Sie wird in diesem Kapitel nur noch stärker werden. Wenn Sie dagegen noch überhaupt nicht wissen, wohin Sie wollen, gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, dies herauszufinden:
• Tun Sie etwas, wobei Sie lange körperlich aktiv und allein sind (zum Beispiel Laufen, Radfahren, Langlaufen, Tanzen, Schwimmen oder großflächige Putzarbeiten). Nach etwa einer Stunde wird allmählich Ihr Geist frei, und es steigen Gedanken und Visionen in Ihnen hoch. Einfach so. Es sind Geschenke, die einem zufallen. Sie kommen aber erst, wenn Sie nicht mehr darauf warten. Doch dann werden diese Gedanken Sie erfüllen, sofern Sie es zulassen.
• Sie meditieren. Auch hier wird irgendwann das Gleiche passieren. Dabei ist die Meditationsart, die Sie anwenden, nicht entscheidend. Sie brauchen nur einen Zugang. Versuchen Sie die eine oder andere Methode, Sie werden schon herausfinden, welche Ihnen liegt. Es ist egal, ob Sie in der Kirche einen Rosenkranz beten, eine Sufi-Meditation machen oder sich vor einen Baum setzen. Nur tun müssen Sie es!
• Eine weitere gute Variante ist die Entspannungsübung. Diese Methode funktioniert sehr effizient und zielgerichtet, denn sie überführt Sie in einen Zustand zwischen Schlafen und Wachsein. In diesem »Alpha« genannten Zustand haben Sie einen Zugang zu Ihrem Unbewussten und können diesem direkte Fragen stellen. Und Sie können ohne Kontrolle des Bewusstseins direkt Ihr Denken beeinflussen. Sie legen sich für diese Übung ausgestreckt auf eine weiche Unterlage, die Hände neben sich, und lassen sich den im Anhang befindlichen Entspannungstext vorlesen. Wenn Sie niemanden zum Vorlesen haben, können Sie den Text auf eine Kassette sprechen oder auch meine CD zum Buch bestellen. Wichtig dabei ist, dass Sie den Text langsam sprechen. Sie können auch nach Belieben Pausen einfügen. Wenn Sie zur Untermalung noch Musik wünschen, empfehle ich dazu spezielle Entspannungsmusik oder auch Largo-Sätze aus der Barock-Musik (zum Beispiel Mozart oder Telemann).