Details

Matriarchatsfiktionen


Matriarchatsfiktionen

Johann Jakob Bachofen und die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts
Schwabe interdisziplinär, Band 11

von: Ulrich Boss, Yahya Elsaghe, Florian Heiniger

38,40 €

Verlag: Schwabe Verlag GmbH
Format: PDF
Veröffentl.: 13.06.2018
ISBN/EAN: 9783796535086
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 294

DRM-geschütztes eBook, Sie benötigen z.B. Adobe Digital Editions und eine Adobe ID zum Lesen.

Beschreibungen

Die nach wie vor brisante Frage nach dem Verhältnis der Geschlechter und nach den Ursachen für ihre soziale Ungleichheit wurde nie zuvor so nachhaltig und radikal gestellt wie vom Schweizer Juristen und Altertumskundler Johann Jakob Bachofen. Zu seinen Lebzeiten wenig beachtet und heute einer der Autoren, die fast jeder kennt und kaum einer liest, wurde er gegen Ende des 19. und im Lauf des 20. Jahrhunderts in intermittierenden Schüben wechselweise von Feministinnen und Sozialisten, Kommunisten und Anarchisten, Faschisten und Nationalsozialisten wiederentdeckt. Dabei lag der eigentliche Höhepunkt seiner Rezeptionskarriere in den späteren 1920er und den frühen 1930er Jahren. Anders nämlich, als man aus heutiger Perspektive extrapolieren könnte, war Bachofen in der Zwischenkriegszeit nicht der "glorieux inconnu", als der er heute gelegentlich noch herumgeboten wird, ohne dass sich an den bekannt gebliebenen Namen viel mehr heftete als der in aller Regel ganz falsch oder bestenfalls halb richtig verstandene Titel seines opus potissimum von 1861, Das Mutterrecht. In den germanophonen Ländern bzw. Landesteilen der Zwischenkriegszeit erlebte er ab Mitte der 1920er Jahre eine nie zuvor und hernach nicht wieder dagewesene Konjunktur. Um die Wirkung zu dokumentieren, die von seiner Matriarchatstheorie auf die deutsche Literatur ausging, versammelt der Band Beiträge zur Bachofen-Rezeption von Karl Wolfskehl, Hugo von Hofmannsthal, Franz Kafka, Arthur Schnitzler, Gerhart Hauptmann, Robert Musil, Elias Canetti, Hermann Broch, Thomas Mann und Hans Boesch - sowie zu Bachofens Einfluss auf Fritz Langs "Metropolis".
Ulrich Boss, geb. 1978, ist Oberassistent am Institut für Germanistik der Universität Bern. Er promovierte mit einer Studie zu Robert Musil und forscht zu C. F. Meyer, Gottfried Keller, Orientalismus in der Deutschschweizer Literatur und literarische Darstellungsformen von Geschlecht und Nationalität. Yahya Elsaghe, geb. 1960, ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bern. Er hat insbesondere zu Goethe, Hölderlin, Max Frisch, W. G. Sebald und vor allem zu Thomas Mann publiziert. Ein Schwerpunkt seiner letzten Arbeiten liegt auf der Bachofen-Rezeption in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Florian Heiniger, geb. 1985, ist Doktorand am SNF-Forschungsprojekt "Zur Rezeption Johann Jakob Bachofens in der deutschen Literatur der Zwischenkriegszeit. Untersucht an Elias Canettis Die Blendung".

Diese Produkte könnten Sie auch interessieren:

TEXT + KRITIK 218/219 - Marcel Beyer
TEXT + KRITIK 218/219 - Marcel Beyer
von: Christof Haman
MOBI ebook
28,99 €
TEXT + KRITIK 218/219 - Marcel Beyer
TEXT + KRITIK 218/219 - Marcel Beyer
von: Christof Haman
EPUB ebook
28,99 €
TEXT + KRITIK 218/219 - Marcel Beyer
TEXT + KRITIK 218/219 - Marcel Beyer
von: Christof Haman
PDF ebook
28,99 €